...so lange Pause.
Ich war heute wieder joggen - 40 Minuten, obwohl auf meinem Trainingsplan für heute 55 Minuten stand. Da ich 2 Wochen Pause gemacht hatte, dachte ich mir, dass 40 Minuten erstmal reichen. Es ist unglaublich, wie schnell der Puls jetzt wieder höher ist als vor 2 Wochen. Regelmäßiges Training ist unerlässlich, um den Trainingseffekt zu erhalten. Der Puls war zwar nicht so hoch wie am Anfang, aber ich fühlte mich wie am Anfang. Na ja - nicht ganz so schlimm.
Immerhin habe ich es trotzdem geschafft, 40 Minuten am Stück durchzujoggen. Das hätte ich am Anfang nicht geschafft. Ganz weg war der Trainingseffekt also nicht.
Ich werde ab jetzt wieder wie üblich 3 x pro Woche laufen gehen, um meinem Ziel - dem Halbmarathon - näher zu kommen. Trotzdem habe ich mir überlegt, dass ich nicht um jeden Preis den Halbmarathon schaffen möchte. Ich möchte mich dabei immernoch gut fühlen und wenn ich merke, dass es mir zu viel wird, dann lasse ich es halt. Also ich laufe trotzdem weiter, aber nicht zwingend den Halbmarathon. Wichtiger als der Halbmarathon ist mir das regelmäßige Training und die Verbesserung der Ausdauer. Man muss immer auf die Gesundheit achten und dazu möchte ich auch alle Mittrainierenden, die das Radio-Leverkusen-Programm absolvieren, motivieren. Wenn Ihr merkt, dass es zu lang ist oder Euch etwas weh tut, dann achtet lieber auf die Signale Eures Körpers statt auf das Ziel des Halbmarathons. Klar - einen Versuch ist es wert, aber nur wenn man sich gut dabei fühlt. Was bringt es, wenn Ihr nach der Ziellinie umkippt und für die Regeneration mehrere Wochen braucht? Gesunder Ehrgeiz ist ok; alles was darüber hinaus geht, ist nicht mehr gesund. Der Körper lügt nicht und die Signale müssen nur richtig verstanden werden.
Ich will damit niemanden demotivieren und wünsche Euch allen und mir, dass wir es schaffen. Ich möchte damit nur sagen, wenn Ihr merkt, dass Ihr es nicht schaffen könnt, ist es kein Beinbruch und im nächsten Jahr gibt es auch einen Halbmarathon und dafür bleibt dann definitiv etwas mehr Zeit zum Trainieren. Ein halbes Jahr ist echt kurz, um 21 km zu laufen von Null an. Sicher ist es zu schaffen, aber jeder Mensch ist anders und man muss auf sich selbst achten, egal, was die Trainer sagen. Man selbst kann seinen eigenen Körper meist am Besten einschätzen. Da bringt es nicht, sich verrückt zu machen und verkrampft auf den Halbmarathon hinzutrainieren. Lieber locker und entspannt etwas länger trainieren. Der Halbmarathon ist jedes Jahr und läuft nicht weg.
Wie ich auf diese ganzen Gedanken komme: ich fühle mich nach dem Laufen oft verspannt im Rückenbereich, weil ich verkrampft laufe und auch ständig auf meine Pulsuhr gucke, um bloß im vorgegebenen Pulsbereich zu bleiben. Und mir bringt es nichts, wenn ich zwar den Pulsbereich strikt einhalte, aber dafür Verspannungen habe, die mich tagelang begleiten. Dann lieber locker laufen und auf den Körper achten, der mir schon zeigt, wenn ich zu schnell oder zu langsam bin. Ich werde meine Pulsuhr trotzdem weiter mitnehmen, aber mich davon nicht verrückt machen lassen. Mal sehen, wie das klappt! Ich werde berichten.