In den ersten Wochen habe ich relativ regelmäßig für den Halbmarathon trainiert und bin bei Wind und Wetter (Schnee, Eis, Regen) joggen gegangen.
Es kam mir vor, als ob ich es gerne tue (zumindest habe ich es mir eingeredet). Klar hab ich mich nach dem Joggen gut gefühlt, aber so richtig begeistert hat es mich nicht. Ich mag es nicht, alleine Sport zu machen (das wusste ich im Übrigen auch vorher schon - aber ich dachte, ich gewöhne mich noch dran). Mit Patrick kann ich nicht zusammen gelaufen, weil ich dafür noch nicht schnell genug bin und die Laufgruppe von Radio Leverkusen war zeitlich für mich nicht zu schaffen. Deshalb bin ich alleine gegangen: ab und zu vor der Arbeit morgens um 5 Uhr, ansonsten abends danach. Es ist nicht meine Art, aufzugeben. Trotzdem habe ich mich entschieden, erstmal nicht mehr weiter zu trainieren für den Halbmarathon. Der findet sicher auch ohne mich statt. 
Ich habe gesehen, dass mein Fitnessstudio das Kursprogramm erweitert hat und nun mehr Kurse im Abendbereich anbietet. Sport bei guter Musik in der Gruppe - das macht mir Spaß. Vorher hab ich es zeitlich kaum geschafft, dort Kurse mitzumachen, weil sie am frühen Abend stattgefunden haben.
Sich selbst motivieren und den "inneren Schweinehund" zu überwinden, ist die eine Sache, aber wenn man Spaß an dem Training hat, braucht man sich nicht zwingen, sondern dann geht es von selbst. Mir machen die Kurse echt Freude und ich musste gar keine Ausreden finden, warum ich jetzt nicht hingehe. Die Sporttasche hab ich schon sofort am gleichen Abend nach dem Training neu gepackt. Dann ist sie schon fertig, wenn ich das nächste Mal Lust auf Training habe. So muss das sein - ich hoffe, es bleibt so.