Dienstag, 7. September 2010
Samstagabend auf Schalke: PUR live - das Abschlusskonzert von einer langen Open-Air-Tour durch verschiedene Städte Deutschlands.
Ich habe mich sehr lange darauf gefreut und hatte die Karten schon seit Anfang 2010. Es gab auf dem Hinweg kaum Stau, nur kurz vor der Autobahnabfahrt ein bisschen. Mit Liedern von Pur haben wir uns eingestimmt. Vorher ist Luxuslärm aufgetreten. Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, stellten wir fest, dass die Arena noch irgendwie leer aussieht. Die oberen Blöcke waren gar nicht besetzt. Unten waren auch noch viele leere Plätze. Der Innenraum war nicht richtig gefüllt. Als das Licht ausging um kurz vor 20 Uhr sah das dann aber schon ganz anders aus. Hände, Lichter, jede Menge Leute und gute Stimmung.
Zuerst ein paar neue Lieder, aber dann wurden auch einige alte Lieder gesungen, die meine Schwester gar nicht kannte, wie z. B. Seiltänzertraum. Ein schönes Lied, das ich sehr lange nicht gehört habe. Gäste waren Opus mit "Live is Life", Aaron McDonald, Rock statt Rente und zum guten Schluss DJ Ötzi. Faszinierend, wie auf einmal tausende Pur-Fans Live is life aus vollem Halse mitsingen oder die ganze Arena "Einen Stern, der Deinen Namen trägt" singt. Es gibt Leute, die das sicherlich nicht so toll fanden, aber mir hat es gefallen. Schön fand ich auch die sprachlich gemischte Version von Prinzessin zusammen mit Aaron McDonald. Und er hat sogar ein paar Zeilen auf Deutsch gesungen. Aber auch das Englische hörte sich schön an und passte super dazu.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte, wie Pur richtig berühmt wurde? Früher hieß die Band Pur Opus 1, was bei einigen zu Verwechslung führte. Als ein Konzert von Opus 1 ausgeschiildert war, glaubten die Fans, dass Opus mit "Live is life" dort auftritt. Dadurch kamen statt den erwarteten 50 Besuchern unglaubliche 800 Besucher. Als die Band-Mitglieder davon erfuhren, dichteten sie kurzum in der Umkleidekabine einen deutschen Text für Live is life. Und so sprach sich herum, dass die Band gut ist. Sie haben sich dann allerdings umbenannt und hießen seitdem "Pur". Der Name passt sehr gut, wie ich finde, denn sie sind einfach echt und wahrheitsgetreu - kein bisschen abgehoben, immer noch menschlich. Das hat Hartmut Engler gezeigt, indem er rund um die Bühne herum vielen Fans die Hände geschüttelt hat, sie persönlich begrüßt hat, usw. Einfach PUR!
Von 20:10 Uhr bis 22:15 Uhr ununterbrochen gesungen, bis dass Pur zum ersten Mal von der Bühne verschwand. Die Fans kennen ihre Band. Kaum jemand hat die Arena verlassen - alle wollten Zugaben. Sie kennen eben die Band, bei denen man jedes Mal mit mehreren Zugaben rechnen darf. Dieses Mal gab es 50 Minuten Zugaben. Genial! Auf dem großen Bildschirmen war vor dem Konzert schon die Ankündigung für 2011: PUR - 30 Jahre eine Band! Ich bin gespannt, wie sie das unglaubliche Ereignis aufbereiten. Hoffentlich mit einer Best-Of-Cd und einer schönen Konzertreihe. Ich bin definitiv wieder dabei. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, dass meine Schwester und ich zusammen zu Pur-Konzerten gehen. Auf Schalke fehlte uns nur das leckere Weingummi, das wir von Dortmund kannten. Auf Schalke gab es nur "Schalke-Bälle" aus Weingummi, die aber lange nicht so lecker waren. Vielleicht lag es auch an den königsblauen Farben?
PUR - Weiter so!
Von meinen Douglas-Gutscheinen zum Geburtstag habe ich mir nun endlich das Hypnotic Poison von Dior gekauft. Darauf aufmerksam geworden bin ich, weil meine Schwester davon geschwärmt hat. Sie hat einen Tag vor mir Geburtstag und dazu habe ich es ihr geschenkt. Und seitdem sie mir davon erzählte, hab ich überlegt, ob ich es mir auch kaufen soll. Da ich aber vorher nicht so sehr von Parfüms geschwärmt habe, war ich noch am Zweifeln. Doch der Gutschein hat mich letzendlich dazu bewegt, es zu kaufen. Und ich bereue es nicht.
Das Parfüm macht dem Namen wirklich alle Ehre. Hypnotisierend......
Sonntag, 29. August 2010
Ich höre sehr gerne Musik. Deshalb möchte ich mal einen Beitrag darüber schreiben. Musik ist für mich etwas ganz Bedeutungsvolles, nicht nur so eine Hintergrundberieselung. Ich scheine damit nicht viele Gleichgesinnte haben. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich jemanden darauf hinweise "Hör mal auf den Text" und diese Person dann nichts damit anfangen kann. Und es scheint so zu sein, dass viele Menschen die Musik toll finden, wenn die Melodie ihnen gefällt und der Text dabei zweitrangig ist. Bei mir ist das anders, denn ich höre viel mehr auf den Text. Natürlich muss die Melodie dazu passen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich höre in verschiedenen Situationen ganz unterschiedliche Musik: Reinhard Mey, Michael Wendler, Nic P., Olaf Henning, Pur, Ich & Ich, Die Ärzte, Die Toten Hosen und sogar auch einige Lieder von Böhse Onkelz. Wie Ihr seht - ziemlich gemischt.
Ich kann mich ziemlich gut in die Situation reinfühlen, in der dieser Song möglicherweise gerade geschrieben wurde. Bei Pur kann man die Entwicklung z. B. sehr gut erkennen. Lieder wie "Freunde", "Brüder", "Ich lieb Dich" und "Prinzessin" sind schon vor vielen Jahren entstanden. Da spielten scheinbar Freundschaften und Beziehungen eine große Rolle in Hartmut Engler´s Leben. Danach kamen Lieder wie "Ein graues Haar", bei dem es sichtbar wird, dass auch er sich mit dem Alter beschäftigt. Das Album "Mächtig viel Theater" beschäftigt sich dann mit der Familienplanung und besonders auch mit der Sichtweise von Männern bei diesem Thema. Besonders fiel mir das auf bei Liedteilen wie "Du kannst mich nicht sehen, Du kannst mich nur singen hören" oder "Deine Mutter schaukelt Dich schon raus". "Kinder sind tabu" beschreibt dann ein Thema aus dem Leben, das häufig verschwiegen wird. Doch er deckt es auf und singt es heraus. Mit der Cd "20 Jahre eine Band" wurden dann nochmal die schönsten Lieder auf eine Cd gebracht und zeigen den Stolz, dass sie schon 20 Jahre lang auf dem Markt sind und die Fans immer treu dabei sind. Die Cd "Nichts ohne Grund" beschäftigt sich dann mit schwierigen Themen wie z. B. "Mein Freund Rüdi", bei dem es um einen behinderten Freund geht, der Musik liebt. Auch wenn er nicht so ist wie wir, sieht man, dass er Freude hat und sich zur Musik bewegt. Das Lied "Ohne Dich" mit dem Refrain "Ich schaff es ganz und gar nicht ohne Dich" ist ebenfalls etwas mitten aus dem Leben. Hat nicht irgendwie jeder einmal damit zu tun, dass er jemanden an der Seite braucht und etwas zu zweit viel leichter von der Hand geht? Besonders berührt hat mich auch das "Lied für all die Vergessenen". Klar werden am Besten immer diejenigen gesehen, die im Rampenlicht stehen, wie z. B. die Politiker, die Firmenchefs, die Prominenten - aber gibt es nicht auch ganz viele Unbekannte, die eine Riesenleistung bringen und von niemandem gesehen werden? Hartmut Engler vergisst auch sie nicht. Die Cd "Unendlich mehr" zeigt auch Probleme dieser Welt mit "Anonyme Opfer" oder seine Kinderliebe durch "Herz für Kinder". Auf der Cd wie im Film kenne ich nicht viele Lieder. Sie ist irgendwie an mir vorbeigegangen. "Wenn sie diesen Tango hört" beinhaltet die schwierige Zeit, in der viel Aufbauarbeit in der Nachkriegszeit geleistet wurde. Das Wort später hat eine große Rolle gespielt. Dieses später ist jedoch nicht eingetreten, weil der Mann verstorben ist. Und "wenn sie diesen Tango hört" vergisst sie die Zeit, weil sie sich zurück erinnert. Sie hat so gern getanzt mit ihm. . . Das Lied "Fallen" von der Cd "Vorsicht zerbrechlich" handelt von Vertrauen zu jemandem, bei dem man sich einfach fallen lassen kann. Gibt es so etwas überhaupt? Über Gott und den Tod seines Vaters singt er im Album "Was ist passiert?" mit den Liedern "Walzer für Dich" und "Bitte lieber Gott". Ich habe das Lied "Walzer für Dich" live erlebt und es ist wirklich traurig. Weil es alles Situationen aus seinem Leben sind, kann er diese wirklich sehr real und gefühlstreu singen. Das erzeugt Mitgefühl. "Es ist wie es ist" beschäftigt sich mit "Streiten", "Streng Dich an" und beinhaltet, dass sich vieles nur mit Anstrengung ändern lässt und dass Streit dazu gehört. Das Album gibt Motivation und gleichzeitig auch den Hinweis, dass man Dinge so hinnehmen sollte, wie sie sind. So lebt es sich oft viel leichter. Zum guten Schluss kam das Album "Wünsche" aus dem September 2009 nach 3 Jahren. In dieser Zeit war viel passiert. Hartmut Engler singt über schwierige Zeiten mit Krankheiten (Gesund), seine Vergangenheit (Winter 59), Engagement (Frau Schneider), Selbstbewusstsein und Motivation (Stell Dich) und wichtige Dinge, die oft nicht mehr berücksichtigt werden in unserer heutigen Zeit (Menschlichkeit). Diese Lieder sind wirklich genial. Denn auch hier kann ich mich wunderbar in die Hintergründe hineinversetzen. In der heutigen schnelllebigen Zeit sind psychische Krankheiten (Abhängigkeiten, Burnout, Depression) auf dem Vormarsch. So kennt bestimmt jeder jemanden, der eine dieser Krankheiten hat. Das Lied "Winter 59" gibt zu erkennen, dass die Vergangenheit und die Kindheit einen sehr großen Einfluss auf die heutige Zeit und das eigene Verhalten hat. Wussten wir das nicht alle schon - aber wollen wir es wirklich immer wahrhaben? "Stell Dich" heißt die Devise, denn was bringt es, davor wegzulaufen? Auch in dieser schnelllebigen Zeit spielt "Menschlichkeit" immer weniger eine Rolle. Es beruht alles auf Fakten, muss schnell gehen, da bleibt keine Zeit für Nettigkeiten. Hartmut Engler singt es heraus und wir alle sollten uns fragen, ob das die Zukunft sein soll. Möchten wir wirklich eine Welt aus Fakten und einem nüchternen Umgang miteinander? Sind Grußformeln und Freundlichkeiten egal, wie z. B. ein kurzes "Wie geht´s Dir" bei einem persönlichen Zusammentreffen oder ein netter Gruß am Anfang und am Beginn einer E-Mail. So viel Zeit muss sein, denke ich mir. Häufig wird das in der Geschäftswelt anders gesehen und gelebt. Natürlich ist das auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder sollte sich so verhalten, wie es zu ihm passt - ob rational ohne viele Nettigkeiten oder emotional mit Grußformeln. Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Rationalität die Überhand gewinnt, was ich nicht unbedingt gut finde. Deshalb werde ich auch weiterhin meine Menschlichkeit bewahren und E-Mails mit Nettigkeiten beginnen und abschließen.
Nun zurück zur Musik: Ich denke, dass bei den Texten von Pur jeder einmal in eine besungene Situation kommt und sich dort wiedererkennt. Ich verbinde mit vielen Liedern auch Erinnerungen und weiß oft sehr genau, was ich dabei erlebt habe. Z. B. die erste Fahrt mit dem eigenen Auto bei "Im Wagen vor mir" oder tanzen gehen mit Freunden bei "I wanna dance with somebody", Fahrt im Auto mit Freunden bei "Kedengedeng", quatschen mit meiner Schwester bei "Freunde" und "Brüder", "Girls wanna have fun" ebenfalls beim Tanzen, "Auch wenn es nicht vernünftig ist" bei tiefgreifenden Gesprächen mit Freunden, "With or without you" beim Kennenlernen meines Freundes, "Leaving on a Jetplane" in Erinnerung an meine DRK-Gemeinschaft in Dortmund, bei der ich ehrenamtlich mitgearbeitet habe und in Erinnerung an das Abheben des Flugzeuges in den Urlaub, "Einen Stern, der deinen Namen trägt" als Erinnerung an ein Festival im Westfalenpark mit einem Kollegen aus England, "Wonderful tonight" an einen Karaoke-Abend in Dortmund mit Freunden, usw.
Diese Liste könnte ich endlos fortführen. Ihr seht, "meine" Musik ist nicht nur auf deutsche Musik von Pur beschränkt, sondern beinhaltet alles quer Beet. Es kommt wirklich auf meine Stimmung an. Meistens höre ich die Lokalradios, aber je nach Laune ziehe ich eine Cd heraus und höre sie, denke an alte Zeiten oder freue mich auf etwas, was noch vor mir liegt. Das ist das Pur-Konzert am kommenden Sonntag auf Schalke. Ich freu mich riesig darauf und bin gespannt, welche Lieder Pur dort präsentieren wird. Ich werde nachher berichten.
Und nun möchte ich von Euch erfahren, was Musik für Euch bedeutet und was Ihr bevorzugt - gute Texte oder eine ansprechende Melodie oder ene Kombination daraus. Hört Ihr Musik als Hintergrundberieselung oder bewusst und intensiv? Auf Eure Meinungen und Kommentare freue ich mich.
Sonntag, 22. August 2010
In den letzten Wochen habe ich mir mal Gottesdienste der anderen Art angeschaut und mitgefeiert.
Auf die Idee bin ich schon vor einigen Jahren gekommen, als ich auf einer Hochzeit eingeladen war, die in einer Freien Evangelischen Gemeinde gefeiert wurde. Was mich fasziniert hat, war einerseits die moderne Gestaltung, aber auch die modernen Lieder. Es wurden viele Lieder von Layna gesungen, deren Text mit Hilfe eines Beamers auf einer Leinwand gezeigt wurde. Liederbücher wurden also nicht gebraucht.
Allerdings war ich zu der Zeit in einer sehr streng katholischen Umgebung und so ist der Wunsch, mir das mal genauer anzusehen, schnell wieder in Vergessenheit geraten. Vor Kurzem habe ich dann einen Freund wiedergetroffen, der mir erzählte, dass er aus der Kirche ausgetreten ist. Ich habe es ihm nicht zugetraut, weil auch er katholisch aufgewachsen ist. Das Geld spendet er für einen guten Zweck - Grund des Austritts war also nicht das Geld. Er hat mir dann erzählt, dass er öfter mal zu Gottesdiensten und Treffen in einer Freien Evangelischen Gemeinde geht. Da ging mir wieder das Licht auf und ich habe mich in Leverkusen umgesehen, um auch hier eine Freie Evangelische Gemeinde zu finden. Ich habe eine E-Mail dorthin geschickt und bekam relativ schnell eine Antwort mit der Beantwortung meiner Fragen. Also bin ich zu dem nächstmöglichen Gottesdienst gegangen, um es mir mal persönlich anzusehen. Sofort wurde ich angesprochen, freundlich aufgenommen, mir wurde viel erklärt, die Räumlichkeiten wurden mir gezeigt und ich habe erste Kontakte geknüpft. Allerdings war der Gottesdienst gar nicht so modern, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Lieder, die gesungen wurden, kannte ich nicht und der Gemeindesaal war ziemlich leer. Es war ein Gottesdienst mit Abendmahl (mit Brot und Wein), was ich so von der katholischen Kirche nicht kannte. Also habe ich nicht teilgenommen. Ich war die einzige, die am Abendmahl nicht teilgenommen hat. Überraschend. Von der Katholischen Kirche kenne ich es so, dass immer welche nicht zur Kommunion gehen. Hier war das nicht so. Das fand ich auffällig gut. Die Woche darauf habe ich wieder am Gottesdienst teilgenommen, es war Israel-Sonntag. Verschiedene Bilder zum Thema Israel - bekannte und weniger bekannte, erschreckende und erfreuliche, schöne und traurige, viele Gegensätze - dazu nachdenkliche Worte und zwischendurch immer wieder Musik. Teilweise wurden Lieder durch die Gemeinde gesungen und teilweise gab es Musik von Crazy Freilach. Wirklich faszinierend, wieviel Stimmung und zeitgleich Nachdenklichkeit man mit 3 Instrumenten hinbekommen kann. Durch ein wechselndes Tempo war es interessant und spannend, was als nächstes kommt. Schon alleine faszinierend, wie sie ihre Instrumente beherrschen und damit die Leute mitreißen. Einen Applaus, der nicht enden wollte, gab es zum Schluss. Zu Hause angekommen, habe ich mir sofort die Internetseite angesehen und mehr Lieder von ihnen angehört. Ich denke, dass auch das Sehen eine Rolle mitgespielt hat, denn zu Hause haben mich die Lieder nicht so angesprochen wie dort in der Gemeinde. Vielleicht werde ich mir mal ein Konzert von ihnen ansehen und anhören.
Aber zurück zur Gemeinde:
Vieles dort gefällt mir, hat mich angesprochen und auch nachdenklich gemacht. Viele Fragen sind aber noch offen, obwohl mir viele Fragen auch schon beantwortet wurden. Ich habe dort im Gemeindebrief nämlich einen Namen gelesen von jemanden, den ich kannte und habe ihn dann angesprochen. Wir haben uns nun schon viel unterhalten über seine Gründe, dort beizutreten und mitzuwirken. Über seine Überzeugung, die ihn zum Beitritt bewegt hat und über seine Zweifel, die er vorher hatte. Das scheint ein glücklicher Zufall gewesen zu sein, dass ich gerade an dem Tag dort war, an dem sein Name im Gemeindebrief stand und ich diesen dann auch gelesen habe. Kann Zufall gewesen sein, aber kann auch ein Zeichen Gottes sein.
Warum soll man nämlich immer in den gleichen Bahnen schwimmen, in denen man immer geschwommen ist? Warum nicht mal ausbrechen aus der Gewohnheit und etwas Neues ausprobieren? Das Wichtigste ist der Glauben - egal, wo er gelebt wird.
Natürlich bleibe ich weiterhin skeptisch und werde nicht beitreten, bevor alle meine Fragen beantwortet sind. Diese Beantwortung wird sich durch häufigere Teilnahme an Gottesdiensten, aber auch durch Gespräche mit anderen Gemeindemitgliedern ergeben. Der Altersdurchschnitt ist aus meiner Sicht in dieser Gemeinde viel niedriger als z. B. in der Katholischen Kirche, was daran liegen kann, dass der Gottesdienst in der Freien Gemeinde viel moderner ist. Und dass man dort aus freier Entscheidung Mitglied wird und nicht weil die Eltern es für das Kind entscheidet. Kinder werden dort nur gesegnet und können dann später selbst entscheiden, ob sie beitreten möchten. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Was mir sehr gefällt, ist, dass ich dort - obwohl ich jetzt schon ein paar mal da war - nicht gedrängt werde zu einem Beitritt. Der Bekannte sagte, dass er dort jahrelang hin ging ohne jemals gefragt worden zu sein, ob er beitreten möchte. Man tritt bei aus freier Entscheidung und nicht aus Zwang oder weil man überredet wird. Das ist vorbildlich.
Ich werde es mir weiterhin anschauen und dann über weitere Erfahrungen, Erlebnisse und Unterschiede berichten.
Speziell auf Quincys Wunsch stelle ich hier noch ein Foto der Sohle von den Nike Free 3.0 ein.

Montag, 9. August 2010
Nein, nicht von Reno - sondern von Nike.
Ich habe mir heute die "Nike Free 3.0" bei Bunert in Essen gekauft, die eine Sohle haben, die ähnlich dem Barfußlaufen ist. Sie ist sehr flexibel und die Fußmuskulatur, die sonst sehr verkümmert, muss arbeiten.

Heute bin ich damit eine Stunde gelaufen und bin mal gespannt, wie es morgen aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass ich dann Muskelkater habe. Bequem sind die Schuhe jedenfalls und ich hätte auch noch eine Stunde weiterlaufen können. Genutzt werden kann der Schuh wie ein normaler Freizeit-Turnschuh, also nicht zum Sport. Es gibt auch noch zwei weitere Stufen, die Nike Free 5.0 und 7.0, die dem Barfußlaufen noch ähnlicher sind. Jedoch sollte man mit 3.0 anfangen und sich dann langsam steigern.
Also nach heutigem Stand kann ich die Schuhe empfehlen. Ich werde weiter berichten.
Mittwoch, 4. August 2010
Ich habe einige Gutscheine zum Geburtstag bekommen.
Einen Douglas-Gutschein habe ich schon eingelöst für Sachen, die man im "Alter" braucht. Meine Kosmetikerin hat mir vor der Party ein paar Tipps geben, was ich mir an Farben und Zubehör holen sollte. Das habe ich dann von einem Gutschein gemacht.
Auch den Gutschein der Rathaus-Galerie in Leverkusen habe ich schon eingelöst - in Klamotten. Und das Bargeld habe ich als Anzahlung für einen Urlaub auf Mallorca genutzt. Davon werde ich dann später mehr berichten, wenn ich wieder hier bin.
Auf diesem Wege danke an alle.
Samstag, 31. Juli 2010
"Ein bisschen Ewigkeit" hat mir Patrick zum Geburtstag geschenkt. Um diesen Gutschein einzulösen hatte ich vor 3 Wochen einen Termin bei "The Raising Hope" in Leverkusen. Ein bisschen nervös war ich schon, als ich das Studio betrat. Die Nervosität wurde mir ganz schnell genommen, als mir dann das Muster vorgezeichnet wurde und alles sehr ordentlich und steril vorbereitet wurde.
Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es los. Ein dauerhaftes Surren und ein leichtes Kratzen über die Haut, also gar nicht so schlimm wie ich mir es vorgestellt habe.
Da das Ganze seine Zeit dauert, haben wir uns dabei noch sehr nett unterhalten, über verschiedene Dinge. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Thema, über das ich seitdem sehr oft nachdenke. Und zwar das Thema, "seine eigene Meinung zu sagen und zwar auch dann, wenn sie nicht angenehm ankommt". Er erzählte mir dann von einer Situation, in der er mal ganz direkt jemandem ins Gesicht gesagt hat, was er über ihn denkt, und war ungefähr so: "Glaubst Du eigentlich, dass alle zu Dir nett sind und Dich anlächeln, weil sie Dich nett finden oder weil sie mit Dir zusammenarbeiten?". Ohne jetzt ein bestimmtes Klischee ansprechen zu wollen, ging es da um einen Anzug- und Krawattenträger, der als Verkäufer arbeitete. Man kann sagen, dass er sehr überzeugt von sich war und meinte, jeder muss ihn toll finden. Nach diesem Satz war er erstmal sprachlos - ich denke, es hat ihn zum Nachdenken gebracht.
Ich finde es sehr gut, dass dieser Satz ausgesprochen wurde. Es gibt scheinbar viele Vorurteile in der Welt, z. B. dass ständig lächelnde Anzugträger sympathisch und freundlich sind und dass z. B. Menschen mit einer Tätowierung nicht besonders angesehen sind. Aber was sagt eine Tätowierung über das Innere und die Vernunft eines Menschen aus? Nichts.... Klar habe ich auch mich manchmal dabei erwischt, zu denken, dass jemand vielleicht etwas verrückt ist, wenn er den ganzen Körper tätowiert hat. Seit diesem Tag denke ich jedoch ganz anders darüber. Man kann aufgrund eines tätowierten Körpers auf gar nichst schließen. Diese Unterhaltung hat mich verändert, hat mich toleranter gemacht und respektvoller. Und sie hat mir gezeigt, dass es etwas bringen kann und sogar wichtig ist, die eigene Meinung zu sagen.
Nach 1,5 Stunden war dann auch meine Tätowierung fertig, eine Rose auf dem linken Oberarm. Hier ist ein Foto davon.

Direkt am gleichen Tag musste ich noch eine Klarsichtfolie um die Tätowierung ztragen und vorher dick Bepanthen auftragen. In der ersten Nacht habe ich die Klarsichtfolie nochmal erneuert und dann auch die ganze Nacht um den Arm getragen. Seitdem habe ich dann 3 x pro Tag die Tätowierung mit Bepanthen eingecremt und nur abgetupft nach dem Duschen. Jetzt ist alles verheilt und alles lief wirklich ohne Schwierigkeiten. Es sollte sich eine Kruste bilden, aber diese war während der ganzen Zeit nicht sichtbar. Das spricht dafür, dass sehr sauber gearbeitet wurde und ich auch gut eingecremt und gepflegt habe. Was ich noch beachten musste, dass die ersten drei Wochen keine direkte Sonneneinstrahlung auf die Tätowierung kommen durfte und dass ich nicht schwimmen gehen konnte, weil sie dann einweichen würde. Aber das ist jetzt alles vorbei und jetzt darf ich schwimmen, baden und in die Sonne.
Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit des Tattoo-Studios und würde jederzeit wieder hingehen. Im Herbst lasse ich mir die Rose noch schattieren, was bedeutet, dass dann an einigen Stellen schwarze Schatten neben und unter der Rose zu sehen sind.
Samstag, 17. Juli 2010
Nachdem ich nun knapp 3 Wochen Pause gemacht habe mit dem Joggen, war ich heute mal wieder laufen. Gründe für die Pause waren die WM und die Hitze. Die Hitze ist zwar immernoch da, aber es ist deutlich kühler geworden. Deshalb habe ich es mal wieder gewagt - heute um 9:30 Uhr. Es war ok, aber nach 3 Wochen natürlich auch anstrengend. Das gibt mir die Motivation, jetzt nicht wieder so lange zu warten. Morgens laufen ist generell gut. Ich denke, meine Zeit ist wieder morgens vor der Arbeit, wenn die Welt noch in Ordnung ist. Als Frühaufsteherin mach tmir das auch (fast) nichts aus. Und der innere Schweinehund schläft dann noch - er hat also um die Uhrzeit noch nichts zu melden. 
Sonntag, 4. Juli 2010
Es ist vollbracht: Ich bin 30 geworden. Dazu bin sehr reich beschenkt worden. Ist jetzt die Frage, ob das aus Mitleid oder aus geteilter Freude ist 
Nein, so schlimm ist das jetzt auch nicht. Es ist natürlich schon komisch, wenn jetzt eine 3 vorne steht. Aber das Beste ist doch, dass ich jetzt auf Ü30-Partys gehen darf. Da wollte ich am Liebsten schon vor 10 Jahren hin, weil da genau meine Musik gespielt wird.
Aber nun zurück zu den Geschenken: Anti-Falten-Creme, "ein bisschen Ewigkeit" (das Geheimnis lüfte ich vielleicht später mal), einer Schatzkiste mit schönen Schätzen dekoriert mit Muscheln, Sand auf einem Tablett, Geschenk-Band-Kette in einem Karton mit 30 verpackten Geschenken, selbstgemachte Marmelade, Likör, Champagner, 2 Karten für Nokia Night of the Proms, zwei Blumensträuße, verschiedene Produkte für die Körperpflege, WM-Kerzen, verschiedenen Bücher wie "Zum Geburtstag Glück und Segen", "Was ich Dir wünsche", "Was ich Dir zum Geburtstag wünsche", "Was Frau mit 30 nicht mehr tun muss", "Überdie Kunst, nicht mehr ganz so jung zu sein und doch nie alt zu werden", Hörbücher "Shakespeare über Nacht" und "Jesus liebt mich", Gutscheinen von Esprit, der Rathausgalerie in Leverkusen, Street One, Thalia, Douglas, Draculadinner, Buchhandlung Hagena in Kamen, Ikea und Bares.
Das ist echt Wahnsinn - ich bin überwältigt und freue mich über jedes Geschenk gleichermaßen. Es hat etwas länger gedauert, bis ich alle Geschenke ausgepackt hatte (heute habe ich mir das letzte Geschenk ausführlich angesehen) und mich damit beschäftigen konnte. Ich freue mich riesig, dass Ihr Euch alle so viel Mühe gegeben habt, um ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. Ihr habt es alle geschafft. Vielen Dank dafür. Wenn Ihr die nächsten Wochen nichts von mir hört, dann wundert Euch bitte nicht. Ich bin damit beschäftigt, die Bücher zu lesen, die Gutscheine einzulösen, die Hörbücher zu hören und auch immer wieder in den Büchern zu blättern und zu lesen, wenn ich nicht gerade am Essen (die ganzen Süßigkeiten) oder am Trinken (die leckeren Köstlichkeiten) bin. Ist jetzt nur die Frage, ob ich erst shoppen gehen soll oder erst die Süßigkeiten und Getränke verzehren. Vielleicht hängt davon die Größe der Kleidung ab, die ich mir kaufen sollte. 
Herzlichen Dank an alle, die an mich gedacht haben, mir gratuliert haben, mir mit Glückwünschen und Geschenken Freude gemacht haben und die bei meiner Party dabei waren. Ich bedaure, dass nicht alle dabei sein konnten - ich habe an Euch gedacht und hoffe, dass wir uns bald sehen und dann vielleicht noch in kleinem Rahmen nachfeiern können.
Nachtrag: ein weiterer Douglas-Gutschein, ein interessantes Buch über Achtsamkeit mit Tipps und Informationen für den Alltag und eine Karte mit einem wunderschönen Text, der mein Leben Revue passieren lässt, wurde mir geschenkt, weil wir uns früher nicht gesehen haben. Ich freue mich sehr darüber. Danke!
Anlässlich meiner Party am 26. Juni im K1 habe ich den Gästen, die eine Übernachtungsmöglichkeit haben wollten, ein Hotel benannt. In der Nähe des K1 ist das Hotel Arkade. Zunächst bin ich dort persönlich hingegangen, als ich die Party geplant habe, und habe Bescheid gesagt, dass ich ein paar Zimmer brauche für den 26. Juni. Anschließend habe ich die Zimmer als Kontingent gebucht bis zu einem bestimmten Termin. Die Gäste konnten sich dann entweder bei mir oder auch direkt im Hotel melden. Die Abwicklung mit den Mitarbeitern des Hotels lief sehr unkompliziert. Auch als der Termin schon verstrichen war, konnte ich noch Zimmer nachbuchen bzw. kostenlos stornieren. Sogar einen Tag vorher hat noch jemand abgesagt und dieses konnte noch kostenlos storniert werden.
Am Morgen nach der Party haben Patrick und ich mit den Übernachtungsgästen im Hotel gefrühstückt. Das Angebot war gut und es war alles da, was das Herz begehrte. Brötchen, Brot, Butter, Margarine, Kaffee, Tee, kalte Getränke, Brotbelag wie Wurst, Käse, Nutella, Marmelade, usw. Die Gäste sagen, die Zimmer waren in Ordnung und sie haben sich dort wohlgefühlt. Da ich selbst dort nicht übernachtet habe, kann ich nicht sagen, wie die Zimmer waren, aber es hat sich niemand beschwert. Also denke ich, es war alles in Ordnung.
Aufgrund des gebuchten Kontingentes haben wir noch einen Nachlass bekommen, weil wir mehr als 5 Zimmer gebucht haben. Das Hotel Arkade ist optimal für Leute, die im K1 oder in anderen Lokalen in der City in Leverkusen feiern wollen. Es ist sehr zentral gelegen und das Personl ist wirklich zuvorkommend und hilfsbereit.
Das Hotel kann ich ungesehen weiter empfehlen. Direkt neben dem Hotel gibt es auch noch ein Restaurant Arkade, in dem griechische Spezialitäten angeboten werden. Da werden wir sicherlich auch einmal hingehen und das Essen probieren.
Patrick und ich wollten gestern die Weltmeister nicht alleine zu Hause ansehen, wie sie die Argentinier nach Hause schicken. Deshalb sind wir zur Gaststätte Beckmann gelaufen. Und das war eine sehr gute Entscheidung! Ich habe gestern eine der besten Pizzen gegessen, die ich jemals gegessen habe. Patrick hat sich für die Pizza Diavolo entschieden (wie der Name schon sagt sehr scharf) und ich habe die Calzone genommen - mit allem gefüllt, was ich auf einer Pizza am Liebsten mag: Champignons, Thunfisch, Zwiebeln, gekochten Schinken und Käse natürlich. Der Teig war super weich und etwas dicker - so wie ich es am Liebsten mag. Und die Füllung - genial. Die Calzone war prall gefüllt - aber nicht von Luft, wie man das sonst in manchen Pizzerien kennt, sondern tatsächlich mit Füllung. Einfach nur lecker!
Und dann hat ja ganz nebenbei noch Deutschland gegen Argentinien gewonnen. 4:0 - so spielen nur Weltmeister!
Als wir dann nach Hause kamen, haben wir im Fernsehen gesehen, wie manche Fans befragt wurden. Einer sagte "Ich bestelle jetzt Pizza Maradonna - die hat nichts drauf". 
Wir haben uns gestern schon dort angekündigt für die nächsten Spiele. Wie gut, dass Italien schon rausgeflogen ist, dann muss man das mit den Inhabern der Gaststätten wo wir die Spiele sehen nicht mehr diskutieren: Deutschland wird Weltmeister.
Patrick und ich waren am Montag "Kamine gucken" bei Engel in Leverkusen-Hitdorf. Da gibt es schon schöne Kamine, aber im Moment ist es doch viel zu warm, um daran zu denken, den Kamin anzuzünden, oder?
Ich wusste ja gar nicht, dass Leverkusen so schöne Ecken hat. Dass Leverkusen schön ist, wusste ich, aber dass es so schön ist, wusste ich nun wieder nicht. Direkt am Rhein mit Blick auf den Rhein gibt es die Schnitzel-Lounge, wo wir dann spontan essen gegangen sind. Wahnsinn! Schnitzel in verschiedenen Variationen von Wiener über Champignon-Schnitzel bis Hawaii-Schnitzel alles dabei, mit einem Salat, Pommes, Bratkartoffeln oder Potato-Wedges - alles zu haben.
Patrick hat sich für das Paprika-Schnitzel entschieden und ich für das Schnitzel Bombay mit Früchten und Currysauce. Die ganze Portion haben wir beide nicht geschafft - es gab nämlich pro Portion nicht ein Schnitzel, sondern zwei. Bei mir war dann noch eine frittierte Ananas-Scheibe dabei. Superlecker und sehr empfehlenswert. Der Kellner war auch sehr gut gelaunt und scheinbar auch überrascht, dass wir nicht alles aufgegessen haben.
Also - wer von Euch großen Hunger hat und leckere Schnitzel essen möchte, kann den Versuch gerne wagen, alles zu schaffen. Und wer es letztendlich wirklich geschafft hat, darf sich gerne outen mit einem Kommentar. 
Letzte Woche Samstag habe ich eine Party gefeiert im K1 in Leverkusen.
Geplant habe ich das schon Anfang Januar und eine Anfrage bei Partymat eingestellt. Ziemlich schnell meldete sich der Inhaber Herr van den Born bei mir und machte mir ein Angebot. Er bot mir an, entweder nur sein Lokal, nur seine Speisen oder alles komplett bei ihm zu buchen. Zeitgleich habe ich mir das Rodeo angesehen und mir auch dort ein Angebot geholt. Schnell hatte ich mich jedoch dann für das K1 entschieden. Die Vorteile des K1 sind: Wir sind dort unter uns, zentrale Lage, Anreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, mehr Parkplätze, Hotel 200 Meter entfernt, ....
Daher fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Herr van den Born hat sich um alles gekümmert. Ich musste ihm nur sagen, wie die Tische gestellt werden sollen, wo das Essen aufgestellt werden soll, wieviele Gäste kommen, usw. Das Menü war schnell klar. Es gab Salatbuffet, Baguette mit Butter, Gegrilltes vom Grill und als Nachtisch Rote Grütze mit Vanillesauce. Bei den Getränken konnte ich mir die Biersorte aussuchen, durfte Wein und Schnaps selbst mitbringen, wofür dann nur eine Verzehrpauschale fällig wurde, durfte mir aussuchen, ob es Sektempfang geben soll oder nicht, usw. Auch für die Zahlung der Getränke habe ich verschiedene Angebote bekommen, z. B. alle Getränke nach Verzehr zahlen, Pauschale für Bier und Softgetränke und Wein nach Verzehr zahlen oder all-inklusiv. Letztendlich habe ich mich für All-inklusiv entschieden, weil sich das am Leichtesten planen lässt. Das ist immer eine Mischkalkulation - sowohl für den Inhaber als auch für den Gastgeber. Die Bedienungen hat Herr van den Born ebenfalls gestellt - sie wurden dann nach Stundenzahl abgerechnet. Sie waren sehr aufmerksam und haben ihren Job wirklich gut gemacht. Es standen nirgendwo leere Gläser herum; sie wurden sofort abgeräumt. Und auf dem Trockenen saß auch niemand.
Das K1 hat auch einen schönen Biergarten, den ich eigentlich nicht nutzen wollte. Die Tische standen zwar dort, aber die Bänke waren auf die Tische gestellt, sodass es draußen relativ ungemütlich wirkte. Meine Gäste haben das aber selbstständig entschieden, denn sie wollten ihn doch nutzen. Es war sehr warm draußen und daher wollten sie das schöne Wetter genießen. Sie haben die Bänke einfach von den Tischen heruntergestellt. Mein Wunsch war, dass die Party drin stattfindet, damit gute Stimmung aufkommt durch den DJ. Da aber anfangs die meisten Leute draußen saßen, wollte nicht so richtig Stimmung aufkommen. Als es dann aber dunkel und kühler wurde, sind doch alle reingekommen. Gut so....
Die Party ging dann auch ziemlich lange - bis 4:30 Uhr. Ein harter Kern von ca. 10 Personen hat so lange ausgehalten. Es war wunderschön....
Ein bisschen traurig fand ich, dass selbst am gleichen Tag - eine halbe Stunde vorher - noch welche abgesagt haben. Manche mit einer guten Begründung, die ich verstehen kann und manche ohne Begründung. Darüber möchte ich mich nicht ärgern, denn die Feier war so wie sie war, sehr gelungen und schön.
Danke an die Organisatoren, besonders Herrn van den Born und die Bedienungen, den DJ, den Fotographen und natürlich die Gäste! Danke auch an die Reinigungsfirma, die nachher alles geputzt und aufgeräumt haben. Ich musste mich wirklich um nichts kümmern, das hat für mich den Tag stressfrei gemacht. Ihr alle habt die Party zu einem schönen Abend und für mich zu einer bleibenden Erinnerung gemacht.
Sonntag, 13. Juni 2010
Heute fand bzw. findet in Leverkusen der Halbmarathon statt. Bis 12 Uhr haben die letzten Läufer noch Zeit, ins Ziel einzulaufen. Ich stand "nur" am Streckenrand kurz vor dem Ziel, um die Läufer - besonders Patrick - anzufeuern. Um 7:30 Uhr waren wir dort und haben uns nochmal kurz umgesehen, bevor die Läufer dann langsam aufgerufen wurden, sich im Startbereich aufzustellen nach der Schnelligkeit. Wie der Moderator es bezeichnete: die Bleistifte vorne und die Radiergummis hinten. Es war schon spektakulär zu sehen, wie sich so viele Läufer im Startbereich aufstellten und wie lange es dauerte bis sich die Masse in Gang gesetzt hat und alle am Laufen waren.
Zwischenzeitlich fand dann der Kinderlauf der Frösche und Tiger statt, der nur ca. 3 Minuten pro Gruppe dauerte. Schön zu sehen, wie die Kleinen so motiviert und ehrgeizig sprinten was das Zeug hält. Manche Eltern standen an der Strecke und haben ihre Kinder regelrecht angeschrien statt angefeuert.
Dann kamen schon die ersten Läufer ins Ziel vom 10-km-Lauf, der auf der Hälfte der Halbmarathon-Strecke seinen Start hatte. Unglaublich: 10 km in 35 Minuten. Und der beste Halbmarathon-Läufer kam nach knapp über einer Stunde ins Ziel. Wahnsinn!
Herzlichen Glückwunsch, Patrick! Du hast es super hinter Dich gebracht!
Und nachdem ich dieses Mal entschieden habe, nicht weiter zu trainieren, habe ich jetzt Wettkampf-Luft geschnuppert und mache einen neuen Start mit dem Training. Es ist Sommer - das Wetter ist gut - es regnet nicht: also keine Ausreden. Ich fange an. Meinen Trainingsplan habe ich noch, den ich damals von Sport Bunert bekommen habe. Ich werde es jedoch nicht mehr so akribisch angehen. Ich versuche mein Lauftempo zu finden ohne großartig auf die Pulsuhr achten. Ich nehme einfach die Zeiten und notiere sie, ohne sie sonderlich auszuwerten oder den Zielpuls vorzugeben. Dieses Mal beginne ich ohne Druck.
Ein Beginn und das erste Trainingsziel könnte der Silvesterlauf sein. 10 km sollte ich im Dezember schaffen - vielleicht auch schon früher.
|
 |
 |
 |
|