Dienstag, 7. September 2010
Samstagabend auf Schalke: PUR live - das Abschlusskonzert von einer langen Open-Air-Tour durch verschiedene Städte Deutschlands.
Ich habe mich sehr lange darauf gefreut und hatte die Karten schon seit Anfang 2010. Es gab auf dem Hinweg kaum Stau, nur kurz vor der Autobahnabfahrt ein bisschen. Mit Liedern von Pur haben wir uns eingestimmt. Vorher ist Luxuslärm aufgetreten. Als wir auf unseren Plätzen angekommen waren, stellten wir fest, dass die Arena noch irgendwie leer aussieht. Die oberen Blöcke waren gar nicht besetzt. Unten waren auch noch viele leere Plätze. Der Innenraum war nicht richtig gefüllt. Als das Licht ausging um kurz vor 20 Uhr sah das dann aber schon ganz anders aus. Hände, Lichter, jede Menge Leute und gute Stimmung.
Zuerst ein paar neue Lieder, aber dann wurden auch einige alte Lieder gesungen, die meine Schwester gar nicht kannte, wie z. B. Seiltänzertraum. Ein schönes Lied, das ich sehr lange nicht gehört habe. Gäste waren Opus mit "Live is Life", Aaron McDonald, Rock statt Rente und zum guten Schluss DJ Ötzi. Faszinierend, wie auf einmal tausende Pur-Fans Live is life aus vollem Halse mitsingen oder die ganze Arena "Einen Stern, der Deinen Namen trägt" singt. Es gibt Leute, die das sicherlich nicht so toll fanden, aber mir hat es gefallen. Schön fand ich auch die sprachlich gemischte Version von Prinzessin zusammen mit Aaron McDonald. Und er hat sogar ein paar Zeilen auf Deutsch gesungen. Aber auch das Englische hörte sich schön an und passte super dazu.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte, wie Pur richtig berühmt wurde? Früher hieß die Band Pur Opus 1, was bei einigen zu Verwechslung führte. Als ein Konzert von Opus 1 ausgeschiildert war, glaubten die Fans, dass Opus mit "Live is life" dort auftritt. Dadurch kamen statt den erwarteten 50 Besuchern unglaubliche 800 Besucher. Als die Band-Mitglieder davon erfuhren, dichteten sie kurzum in der Umkleidekabine einen deutschen Text für Live is life. Und so sprach sich herum, dass die Band gut ist. Sie haben sich dann allerdings umbenannt und hießen seitdem "Pur". Der Name passt sehr gut, wie ich finde, denn sie sind einfach echt und wahrheitsgetreu - kein bisschen abgehoben, immer noch menschlich. Das hat Hartmut Engler gezeigt, indem er rund um die Bühne herum vielen Fans die Hände geschüttelt hat, sie persönlich begrüßt hat, usw. Einfach PUR!
Von 20:10 Uhr bis 22:15 Uhr ununterbrochen gesungen, bis dass Pur zum ersten Mal von der Bühne verschwand. Die Fans kennen ihre Band. Kaum jemand hat die Arena verlassen - alle wollten Zugaben. Sie kennen eben die Band, bei denen man jedes Mal mit mehreren Zugaben rechnen darf. Dieses Mal gab es 50 Minuten Zugaben. Genial! Auf dem großen Bildschirmen war vor dem Konzert schon die Ankündigung für 2011: PUR - 30 Jahre eine Band! Ich bin gespannt, wie sie das unglaubliche Ereignis aufbereiten. Hoffentlich mit einer Best-Of-Cd und einer schönen Konzertreihe. Ich bin definitiv wieder dabei. Es ist schon fast zu einem Ritual geworden, dass meine Schwester und ich zusammen zu Pur-Konzerten gehen. Auf Schalke fehlte uns nur das leckere Weingummi, das wir von Dortmund kannten. Auf Schalke gab es nur "Schalke-Bälle" aus Weingummi, die aber lange nicht so lecker waren. Vielleicht lag es auch an den königsblauen Farben?
PUR - Weiter so!
Von meinen Douglas-Gutscheinen zum Geburtstag habe ich mir nun endlich das Hypnotic Poison von Dior gekauft. Darauf aufmerksam geworden bin ich, weil meine Schwester davon geschwärmt hat. Sie hat einen Tag vor mir Geburtstag und dazu habe ich es ihr geschenkt. Und seitdem sie mir davon erzählte, hab ich überlegt, ob ich es mir auch kaufen soll. Da ich aber vorher nicht so sehr von Parfüms geschwärmt habe, war ich noch am Zweifeln. Doch der Gutschein hat mich letzendlich dazu bewegt, es zu kaufen. Und ich bereue es nicht.
Das Parfüm macht dem Namen wirklich alle Ehre. Hypnotisierend......
Sonntag, 29. August 2010
Ich höre sehr gerne Musik. Deshalb möchte ich mal einen Beitrag darüber schreiben. Musik ist für mich etwas ganz Bedeutungsvolles, nicht nur so eine Hintergrundberieselung. Ich scheine damit nicht viele Gleichgesinnte haben. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich jemanden darauf hinweise "Hör mal auf den Text" und diese Person dann nichts damit anfangen kann. Und es scheint so zu sein, dass viele Menschen die Musik toll finden, wenn die Melodie ihnen gefällt und der Text dabei zweitrangig ist. Bei mir ist das anders, denn ich höre viel mehr auf den Text. Natürlich muss die Melodie dazu passen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich höre in verschiedenen Situationen ganz unterschiedliche Musik: Reinhard Mey, Michael Wendler, Nic P., Olaf Henning, Pur, Ich & Ich, Die Ärzte, Die Toten Hosen und sogar auch einige Lieder von Böhse Onkelz. Wie Ihr seht - ziemlich gemischt.
Ich kann mich ziemlich gut in die Situation reinfühlen, in der dieser Song möglicherweise gerade geschrieben wurde. Bei Pur kann man die Entwicklung z. B. sehr gut erkennen. Lieder wie "Freunde", "Brüder", "Ich lieb Dich" und "Prinzessin" sind schon vor vielen Jahren entstanden. Da spielten scheinbar Freundschaften und Beziehungen eine große Rolle in Hartmut Engler´s Leben. Danach kamen Lieder wie "Ein graues Haar", bei dem es sichtbar wird, dass auch er sich mit dem Alter beschäftigt. Das Album "Mächtig viel Theater" beschäftigt sich dann mit der Familienplanung und besonders auch mit der Sichtweise von Männern bei diesem Thema. Besonders fiel mir das auf bei Liedteilen wie "Du kannst mich nicht sehen, Du kannst mich nur singen hören" oder "Deine Mutter schaukelt Dich schon raus". "Kinder sind tabu" beschreibt dann ein Thema aus dem Leben, das häufig verschwiegen wird. Doch er deckt es auf und singt es heraus. Mit der Cd "20 Jahre eine Band" wurden dann nochmal die schönsten Lieder auf eine Cd gebracht und zeigen den Stolz, dass sie schon 20 Jahre lang auf dem Markt sind und die Fans immer treu dabei sind. Die Cd "Nichts ohne Grund" beschäftigt sich dann mit schwierigen Themen wie z. B. "Mein Freund Rüdi", bei dem es um einen behinderten Freund geht, der Musik liebt. Auch wenn er nicht so ist wie wir, sieht man, dass er Freude hat und sich zur Musik bewegt. Das Lied "Ohne Dich" mit dem Refrain "Ich schaff es ganz und gar nicht ohne Dich" ist ebenfalls etwas mitten aus dem Leben. Hat nicht irgendwie jeder einmal damit zu tun, dass er jemanden an der Seite braucht und etwas zu zweit viel leichter von der Hand geht? Besonders berührt hat mich auch das "Lied für all die Vergessenen". Klar werden am Besten immer diejenigen gesehen, die im Rampenlicht stehen, wie z. B. die Politiker, die Firmenchefs, die Prominenten - aber gibt es nicht auch ganz viele Unbekannte, die eine Riesenleistung bringen und von niemandem gesehen werden? Hartmut Engler vergisst auch sie nicht. Die Cd "Unendlich mehr" zeigt auch Probleme dieser Welt mit "Anonyme Opfer" oder seine Kinderliebe durch "Herz für Kinder". Auf der Cd wie im Film kenne ich nicht viele Lieder. Sie ist irgendwie an mir vorbeigegangen. "Wenn sie diesen Tango hört" beinhaltet die schwierige Zeit, in der viel Aufbauarbeit in der Nachkriegszeit geleistet wurde. Das Wort später hat eine große Rolle gespielt. Dieses später ist jedoch nicht eingetreten, weil der Mann verstorben ist. Und "wenn sie diesen Tango hört" vergisst sie die Zeit, weil sie sich zurück erinnert. Sie hat so gern getanzt mit ihm. . . Das Lied "Fallen" von der Cd "Vorsicht zerbrechlich" handelt von Vertrauen zu jemandem, bei dem man sich einfach fallen lassen kann. Gibt es so etwas überhaupt? Über Gott und den Tod seines Vaters singt er im Album "Was ist passiert?" mit den Liedern "Walzer für Dich" und "Bitte lieber Gott". Ich habe das Lied "Walzer für Dich" live erlebt und es ist wirklich traurig. Weil es alles Situationen aus seinem Leben sind, kann er diese wirklich sehr real und gefühlstreu singen. Das erzeugt Mitgefühl. "Es ist wie es ist" beschäftigt sich mit "Streiten", "Streng Dich an" und beinhaltet, dass sich vieles nur mit Anstrengung ändern lässt und dass Streit dazu gehört. Das Album gibt Motivation und gleichzeitig auch den Hinweis, dass man Dinge so hinnehmen sollte, wie sie sind. So lebt es sich oft viel leichter. Zum guten Schluss kam das Album "Wünsche" aus dem September 2009 nach 3 Jahren. In dieser Zeit war viel passiert. Hartmut Engler singt über schwierige Zeiten mit Krankheiten (Gesund), seine Vergangenheit (Winter 59), Engagement (Frau Schneider), Selbstbewusstsein und Motivation (Stell Dich) und wichtige Dinge, die oft nicht mehr berücksichtigt werden in unserer heutigen Zeit (Menschlichkeit). Diese Lieder sind wirklich genial. Denn auch hier kann ich mich wunderbar in die Hintergründe hineinversetzen. In der heutigen schnelllebigen Zeit sind psychische Krankheiten (Abhängigkeiten, Burnout, Depression) auf dem Vormarsch. So kennt bestimmt jeder jemanden, der eine dieser Krankheiten hat. Das Lied "Winter 59" gibt zu erkennen, dass die Vergangenheit und die Kindheit einen sehr großen Einfluss auf die heutige Zeit und das eigene Verhalten hat. Wussten wir das nicht alle schon - aber wollen wir es wirklich immer wahrhaben? "Stell Dich" heißt die Devise, denn was bringt es, davor wegzulaufen? Auch in dieser schnelllebigen Zeit spielt "Menschlichkeit" immer weniger eine Rolle. Es beruht alles auf Fakten, muss schnell gehen, da bleibt keine Zeit für Nettigkeiten. Hartmut Engler singt es heraus und wir alle sollten uns fragen, ob das die Zukunft sein soll. Möchten wir wirklich eine Welt aus Fakten und einem nüchternen Umgang miteinander? Sind Grußformeln und Freundlichkeiten egal, wie z. B. ein kurzes "Wie geht´s Dir" bei einem persönlichen Zusammentreffen oder ein netter Gruß am Anfang und am Beginn einer E-Mail. So viel Zeit muss sein, denke ich mir. Häufig wird das in der Geschäftswelt anders gesehen und gelebt. Natürlich ist das auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder sollte sich so verhalten, wie es zu ihm passt - ob rational ohne viele Nettigkeiten oder emotional mit Grußformeln. Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Rationalität die Überhand gewinnt, was ich nicht unbedingt gut finde. Deshalb werde ich auch weiterhin meine Menschlichkeit bewahren und E-Mails mit Nettigkeiten beginnen und abschließen.
Nun zurück zur Musik: Ich denke, dass bei den Texten von Pur jeder einmal in eine besungene Situation kommt und sich dort wiedererkennt. Ich verbinde mit vielen Liedern auch Erinnerungen und weiß oft sehr genau, was ich dabei erlebt habe. Z. B. die erste Fahrt mit dem eigenen Auto bei "Im Wagen vor mir" oder tanzen gehen mit Freunden bei "I wanna dance with somebody", Fahrt im Auto mit Freunden bei "Kedengedeng", quatschen mit meiner Schwester bei "Freunde" und "Brüder", "Girls wanna have fun" ebenfalls beim Tanzen, "Auch wenn es nicht vernünftig ist" bei tiefgreifenden Gesprächen mit Freunden, "With or without you" beim Kennenlernen meines Freundes, "Leaving on a Jetplane" in Erinnerung an meine DRK-Gemeinschaft in Dortmund, bei der ich ehrenamtlich mitgearbeitet habe und in Erinnerung an das Abheben des Flugzeuges in den Urlaub, "Einen Stern, der deinen Namen trägt" als Erinnerung an ein Festival im Westfalenpark mit einem Kollegen aus England, "Wonderful tonight" an einen Karaoke-Abend in Dortmund mit Freunden, usw.
Diese Liste könnte ich endlos fortführen. Ihr seht, "meine" Musik ist nicht nur auf deutsche Musik von Pur beschränkt, sondern beinhaltet alles quer Beet. Es kommt wirklich auf meine Stimmung an. Meistens höre ich die Lokalradios, aber je nach Laune ziehe ich eine Cd heraus und höre sie, denke an alte Zeiten oder freue mich auf etwas, was noch vor mir liegt. Das ist das Pur-Konzert am kommenden Sonntag auf Schalke. Ich freu mich riesig darauf und bin gespannt, welche Lieder Pur dort präsentieren wird. Ich werde nachher berichten.
Und nun möchte ich von Euch erfahren, was Musik für Euch bedeutet und was Ihr bevorzugt - gute Texte oder eine ansprechende Melodie oder ene Kombination daraus. Hört Ihr Musik als Hintergrundberieselung oder bewusst und intensiv? Auf Eure Meinungen und Kommentare freue ich mich.
Sonntag, 22. August 2010
In den letzten Wochen habe ich mir mal Gottesdienste der anderen Art angeschaut und mitgefeiert.
Auf die Idee bin ich schon vor einigen Jahren gekommen, als ich auf einer Hochzeit eingeladen war, die in einer Freien Evangelischen Gemeinde gefeiert wurde. Was mich fasziniert hat, war einerseits die moderne Gestaltung, aber auch die modernen Lieder. Es wurden viele Lieder von Layna gesungen, deren Text mit Hilfe eines Beamers auf einer Leinwand gezeigt wurde. Liederbücher wurden also nicht gebraucht.
Allerdings war ich zu der Zeit in einer sehr streng katholischen Umgebung und so ist der Wunsch, mir das mal genauer anzusehen, schnell wieder in Vergessenheit geraten. Vor Kurzem habe ich dann einen Freund wiedergetroffen, der mir erzählte, dass er aus der Kirche ausgetreten ist. Ich habe es ihm nicht zugetraut, weil auch er katholisch aufgewachsen ist. Das Geld spendet er für einen guten Zweck - Grund des Austritts war also nicht das Geld. Er hat mir dann erzählt, dass er öfter mal zu Gottesdiensten und Treffen in einer Freien Evangelischen Gemeinde geht. Da ging mir wieder das Licht auf und ich habe mich in Leverkusen umgesehen, um auch hier eine Freie Evangelische Gemeinde zu finden. Ich habe eine E-Mail dorthin geschickt und bekam relativ schnell eine Antwort mit der Beantwortung meiner Fragen. Also bin ich zu dem nächstmöglichen Gottesdienst gegangen, um es mir mal persönlich anzusehen. Sofort wurde ich angesprochen, freundlich aufgenommen, mir wurde viel erklärt, die Räumlichkeiten wurden mir gezeigt und ich habe erste Kontakte geknüpft. Allerdings war der Gottesdienst gar nicht so modern, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Lieder, die gesungen wurden, kannte ich nicht und der Gemeindesaal war ziemlich leer. Es war ein Gottesdienst mit Abendmahl (mit Brot und Wein), was ich so von der katholischen Kirche nicht kannte. Also habe ich nicht teilgenommen. Ich war die einzige, die am Abendmahl nicht teilgenommen hat. Überraschend. Von der Katholischen Kirche kenne ich es so, dass immer welche nicht zur Kommunion gehen. Hier war das nicht so. Das fand ich auffällig gut. Die Woche darauf habe ich wieder am Gottesdienst teilgenommen, es war Israel-Sonntag. Verschiedene Bilder zum Thema Israel - bekannte und weniger bekannte, erschreckende und erfreuliche, schöne und traurige, viele Gegensätze - dazu nachdenkliche Worte und zwischendurch immer wieder Musik. Teilweise wurden Lieder durch die Gemeinde gesungen und teilweise gab es Musik von Crazy Freilach. Wirklich faszinierend, wieviel Stimmung und zeitgleich Nachdenklichkeit man mit 3 Instrumenten hinbekommen kann. Durch ein wechselndes Tempo war es interessant und spannend, was als nächstes kommt. Schon alleine faszinierend, wie sie ihre Instrumente beherrschen und damit die Leute mitreißen. Einen Applaus, der nicht enden wollte, gab es zum Schluss. Zu Hause angekommen, habe ich mir sofort die Internetseite angesehen und mehr Lieder von ihnen angehört. Ich denke, dass auch das Sehen eine Rolle mitgespielt hat, denn zu Hause haben mich die Lieder nicht so angesprochen wie dort in der Gemeinde. Vielleicht werde ich mir mal ein Konzert von ihnen ansehen und anhören.
Aber zurück zur Gemeinde:
Vieles dort gefällt mir, hat mich angesprochen und auch nachdenklich gemacht. Viele Fragen sind aber noch offen, obwohl mir viele Fragen auch schon beantwortet wurden. Ich habe dort im Gemeindebrief nämlich einen Namen gelesen von jemanden, den ich kannte und habe ihn dann angesprochen. Wir haben uns nun schon viel unterhalten über seine Gründe, dort beizutreten und mitzuwirken. Über seine Überzeugung, die ihn zum Beitritt bewegt hat und über seine Zweifel, die er vorher hatte. Das scheint ein glücklicher Zufall gewesen zu sein, dass ich gerade an dem Tag dort war, an dem sein Name im Gemeindebrief stand und ich diesen dann auch gelesen habe. Kann Zufall gewesen sein, aber kann auch ein Zeichen Gottes sein.
Warum soll man nämlich immer in den gleichen Bahnen schwimmen, in denen man immer geschwommen ist? Warum nicht mal ausbrechen aus der Gewohnheit und etwas Neues ausprobieren? Das Wichtigste ist der Glauben - egal, wo er gelebt wird.
Natürlich bleibe ich weiterhin skeptisch und werde nicht beitreten, bevor alle meine Fragen beantwortet sind. Diese Beantwortung wird sich durch häufigere Teilnahme an Gottesdiensten, aber auch durch Gespräche mit anderen Gemeindemitgliedern ergeben. Der Altersdurchschnitt ist aus meiner Sicht in dieser Gemeinde viel niedriger als z. B. in der Katholischen Kirche, was daran liegen kann, dass der Gottesdienst in der Freien Gemeinde viel moderner ist. Und dass man dort aus freier Entscheidung Mitglied wird und nicht weil die Eltern es für das Kind entscheidet. Kinder werden dort nur gesegnet und können dann später selbst entscheiden, ob sie beitreten möchten. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Was mir sehr gefällt, ist, dass ich dort - obwohl ich jetzt schon ein paar mal da war - nicht gedrängt werde zu einem Beitritt. Der Bekannte sagte, dass er dort jahrelang hin ging ohne jemals gefragt worden zu sein, ob er beitreten möchte. Man tritt bei aus freier Entscheidung und nicht aus Zwang oder weil man überredet wird. Das ist vorbildlich.
Ich werde es mir weiterhin anschauen und dann über weitere Erfahrungen, Erlebnisse und Unterschiede berichten.
Speziell auf Quincys Wunsch stelle ich hier noch ein Foto der Sohle von den Nike Free 3.0 ein.

Samstag, 10. Juli 2010
...wir stehen an deiner Seite!
Schade, dass Paul Recht hatte und Pech, dass unsere Jungs auf Spanien getroffen sind.
Für mich sind sie trotzdem die Besten. Wenn man an den Sieg gegen England denkt oder gegen Argentinien, dann kann man echt nur jubeln!
Und heute werden Jogi´s Jungs den dritten Platz erreichen. Lasst die Fanmeilen beben und feiert Deutschland trotzdem. Sie haben es verdient. Ich werde morgen beim Finale trotzdem mein Deutschland-T-Shirt anziehen und meine Fahnen bleiben auch noch am Auto.
Ohne Deutschland ist alles doof!

Sonntag, 4. Juli 2010
Es ist vollbracht: Ich bin 30 geworden. Dazu bin sehr reich beschenkt worden. Ist jetzt die Frage, ob das aus Mitleid oder aus geteilter Freude ist 
Nein, so schlimm ist das jetzt auch nicht. Es ist natürlich schon komisch, wenn jetzt eine 3 vorne steht. Aber das Beste ist doch, dass ich jetzt auf Ü30-Partys gehen darf. Da wollte ich am Liebsten schon vor 10 Jahren hin, weil da genau meine Musik gespielt wird.
Aber nun zurück zu den Geschenken: Anti-Falten-Creme, "ein bisschen Ewigkeit" (das Geheimnis lüfte ich vielleicht später mal), einer Schatzkiste mit schönen Schätzen dekoriert mit Muscheln, Sand auf einem Tablett, Geschenk-Band-Kette in einem Karton mit 30 verpackten Geschenken, selbstgemachte Marmelade, Likör, Champagner, 2 Karten für Nokia Night of the Proms, zwei Blumensträuße, verschiedene Produkte für die Körperpflege, WM-Kerzen, verschiedenen Bücher wie "Zum Geburtstag Glück und Segen", "Was ich Dir wünsche", "Was ich Dir zum Geburtstag wünsche", "Was Frau mit 30 nicht mehr tun muss", "Überdie Kunst, nicht mehr ganz so jung zu sein und doch nie alt zu werden", Hörbücher "Shakespeare über Nacht" und "Jesus liebt mich", Gutscheinen von Esprit, der Rathausgalerie in Leverkusen, Street One, Thalia, Douglas, Draculadinner, Buchhandlung Hagena in Kamen, Ikea und Bares.
Das ist echt Wahnsinn - ich bin überwältigt und freue mich über jedes Geschenk gleichermaßen. Es hat etwas länger gedauert, bis ich alle Geschenke ausgepackt hatte (heute habe ich mir das letzte Geschenk ausführlich angesehen) und mich damit beschäftigen konnte. Ich freue mich riesig, dass Ihr Euch alle so viel Mühe gegeben habt, um ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. Ihr habt es alle geschafft. Vielen Dank dafür. Wenn Ihr die nächsten Wochen nichts von mir hört, dann wundert Euch bitte nicht. Ich bin damit beschäftigt, die Bücher zu lesen, die Gutscheine einzulösen, die Hörbücher zu hören und auch immer wieder in den Büchern zu blättern und zu lesen, wenn ich nicht gerade am Essen (die ganzen Süßigkeiten) oder am Trinken (die leckeren Köstlichkeiten) bin. Ist jetzt nur die Frage, ob ich erst shoppen gehen soll oder erst die Süßigkeiten und Getränke verzehren. Vielleicht hängt davon die Größe der Kleidung ab, die ich mir kaufen sollte. 
Herzlichen Dank an alle, die an mich gedacht haben, mir gratuliert haben, mir mit Glückwünschen und Geschenken Freude gemacht haben und die bei meiner Party dabei waren. Ich bedaure, dass nicht alle dabei sein konnten - ich habe an Euch gedacht und hoffe, dass wir uns bald sehen und dann vielleicht noch in kleinem Rahmen nachfeiern können.
Nachtrag: ein weiterer Douglas-Gutschein, ein interessantes Buch über Achtsamkeit mit Tipps und Informationen für den Alltag und eine Karte mit einem wunderschönen Text, der mein Leben Revue passieren lässt, wurde mir geschenkt, weil wir uns früher nicht gesehen haben. Ich freue mich sehr darüber. Danke!
Patrick und ich wollten gestern die Weltmeister nicht alleine zu Hause ansehen, wie sie die Argentinier nach Hause schicken. Deshalb sind wir zur Gaststätte Beckmann gelaufen. Und das war eine sehr gute Entscheidung! Ich habe gestern eine der besten Pizzen gegessen, die ich jemals gegessen habe. Patrick hat sich für die Pizza Diavolo entschieden (wie der Name schon sagt sehr scharf) und ich habe die Calzone genommen - mit allem gefüllt, was ich auf einer Pizza am Liebsten mag: Champignons, Thunfisch, Zwiebeln, gekochten Schinken und Käse natürlich. Der Teig war super weich und etwas dicker - so wie ich es am Liebsten mag. Und die Füllung - genial. Die Calzone war prall gefüllt - aber nicht von Luft, wie man das sonst in manchen Pizzerien kennt, sondern tatsächlich mit Füllung. Einfach nur lecker!
Und dann hat ja ganz nebenbei noch Deutschland gegen Argentinien gewonnen. 4:0 - so spielen nur Weltmeister!
Als wir dann nach Hause kamen, haben wir im Fernsehen gesehen, wie manche Fans befragt wurden. Einer sagte "Ich bestelle jetzt Pizza Maradonna - die hat nichts drauf". 
Wir haben uns gestern schon dort angekündigt für die nächsten Spiele. Wie gut, dass Italien schon rausgeflogen ist, dann muss man das mit den Inhabern der Gaststätten wo wir die Spiele sehen nicht mehr diskutieren: Deutschland wird Weltmeister.
Montag, 31. Mai 2010
Ob im Centro in Oberhausen, in Leverkusen in der Rathaus-Galerie, im Allee-Center in Hamm, in der Europapassage in Hamburg oder im Einkaufszentrum am Limbecker Platz in Essen - ich fühle mich überall wohl.
Für mich hat sich die Fußgängerzone in Leverkusen extrem gesteigert durch die neue Rathaus-Galerie. Nicht nur dass die Fußgängerzone generell belebter geworden ist, auch ich fühle mich da richtig gut aufgehoben. Alle wichtigen Geschäfte (C&A, Esprit, Parfümerien, Yves Rocher, usw.) sind dort vorhanden und können ganz schnell mal dafür sorgen, dass ich einen ganzen Tag lang beschäftigt bin. 
Früher bin ich sehr gerne durch die Fußgängerzonen gezogen, mal hier stehen bleiben, mal in das Geschäft reingehen, dann hier hinsetzen und etwas trinken. Heute bevorzuge ich die Einkaufscenter, in denen ich alles auf einem Fleck finde, bei jedem Wetter shoppen kann ohne nass zu werden und noch nicht einmal weit laufen muss. Meistens kann man in diesem Center auch parken, sodass man die Tüten dann auch zwischendurch schnell zum Auto bringen kann.
Schon bemerkenswert, wie sich die Interessen verschieben. Merkt man daran, dass ich "alt" und bequem werde wird oder liegen Shopping-Center einfach gerade voll im Trend und es ist "in", dort shoppen zu gehen? Wie ist bei Euch diese Entwicklung - ähnlich oder bevorzugt Ihr lieber Fußgängerzonen?
Auf Eure Meinung freue ich mich.
Sonntag, 30. Mai 2010
Chris Monroe hat uns gestern einen zauberhaften Abend bereitet. Eine Mischung aus Kulinarischem und Magie - nein, nicht Maggi - hat uns für einen unvergessenen Abend gesorgt.
Einlass war ab 19 Uhr. Da wir aber von unserer letzten Magic Dinner Show im Hotel Dresel in Hagen gelernt hatten, dass die Parkplätze begrenzt sind, waren wir etwas früher da. Wir waren die Ersten und haben mit Leichtigkeit einen Parkplatz bekommen. Wir waren insgesamt zu sechst: meine Mama mit ihrem Freund, meine Schwester mit ihrem Freund, Patrick und ich. Zu meiner Freude saßen wir ganz vorne in der Mitte mit perfektem Blick auf die Bühne. Was mir sehr gut gefallen hat, dass die Mitarbeiter vom Haus Gerbens auf unsere Wünsche eingegangen sind. Ich habe bei der Bestellung gesagt, dass wir gerne mit unserer Familie an einem Tisch alleine sitzen möchte - ohne fremde Leute. Ich finde, dann kann man sich besser unterhalten. Das wurde berücksichtigt. Vielen Dank dafür. Es war ein gelungener und schöner Abend.
Es begann mit einer kurzen Einführung von Chris, in der er für seine Assistentin Nina zunächst ein Stück Papier schweben ließ und anschließend daraus eine echte Rose zauberte, die auch schweben konnte. Danach verband Nina ihm die Hände und sperrte ihn in eine Holzkiste ein, die sie mit Vorhängeschlössern verschlossen hatte. Dann stellte sie sich darauf, zog ein Tuch hoch und innerhalb von wenigen Sekunden tauchte Chris auf und Nina war verschwunden. Chris holte aus der Tasche einen Schlüssel, schloss die Vorhängeschlösser auf und drin war Nina mit verbundenen Armen. Natürlich muss sie irgendwie darein gekommen sein, aber es ging verdammt schnell.
Nach der Spargelcremsuppe mit orientalischen Gewürzen, die sehr lecker schmeckte, ging es dan weiter mit einem kleinen Trick, den er mit einer Dame aus dem Publikum gemeinsam vorführte. Er hatte eine Karte, auf der hinten zwei Figuren zu sehen waren, die sich gegenüber standen. Nach ein paar Handgriffen standen sich die Figuren auf den Karten nicht mehr gegenüber, sondern waren nebeneinander zu sehen. Die Karte durfte sie als Andenken behalten. Die hätte ich auch gerne mal gesehen, denn ich habe keine richtige Idee, wie er das gemacht hat.
Nach dem ersten Gang (Zanderfilet auf der Haut gebraten auf einem warmen Salat von Belugalinsen mit altem Balsamico) ging es weiter mit einer weiteren Vorführung mit Kathrin aus dem Publikum. Sie hatte einen Ring um, den sie nach 2 Monaten von ihrem Freund geschenkt bekommen hat, mit dem sie mittlerweile 8 Jahre zusammen war. Mit ein bisschen Maggi (dieses Mal mit einer richtigen Flasche Maggi) ließ er eine Gravur zum Vorschein kommen, die er vorlas: B- L- E- C- H. Man hatte das Gefühl, dass Kathrin das nicht so recht verstanden hatte, ihr Freund schon. Chris sagte: es soll auch einen Goldschmied geben, der Blech heißt. Diesen Ring ließ er anschließend verschwinden. Obwohl ich die ganze Zeit auf seine Hände geachtet habe, weiß ich nicht, wie dieser Ring in sein Schlüsselbund, das die ganze Zeit in seiner Hosentasche war, gelangt ist. Unglaublich. Witzig war am Menü, dass Patrick´s Stück Zanderfilet viel kleiner war als die Stücke auf unserem Teller. War das Zufall oder hat sich das Küchenteam vielleicht verkalkuliert und für ihn war nicht mehr genüg über?
Danach gab es den Hauptgang: gebratene Maispoulardenbrust mit Thymianjus, Chilimöhrchen und Kartoffelgulasch. Sehr lecker! Anschließend führte Chris dann noch die schwebende Dame aus dem Publikum vor, sie lag auf einer Holzplatte und schwebte offensichtlich tatsächlich in der Luft. Spektakulär. Die Assistentin Nina wurde von Schwertern "durchbohrt" in einer sehr kleinen Kiste. Wenn sie die nicht abbekommen wollte, musste sie sich schon verdammt klein machen. Außerdem hat er den 50-Euro-Schein einer Zuschauerin in einen 10-Euro-Schein verzaubert. Das Gleiche ging dann auch nachher wieder rückwärts. Der 50-Euro-Schein war unbeschädigt, trotz dass Chris offensichtlich einen Bleistift durch den Schein gestochen hat.
Nach dem Dessert (Creme Brulée mit Erdbeersalat, Aprikosencoulis und Brombeersorbet) wurde Chris dann noch von Nina "zerquetscht", weil sie sich durch eine sehr schmale Halterung quetschte, in der er stand. Ab und zu verdrehte er die Augen. Muss wohl echt ganz schön eng gewesen sein. Zum Abschluss erzählte Chris dann noch von seinem Traum als 4-jähriger, als er einen Schlitten bekam und es nicht schneite. Er lief durch die Wohnung und warf Papierschnipsel in die Luft, aber es schneite nicht. Irgendwann bastelte er eine Schneeflocke, als er in der Schule lernte, dass Schnee aus Wasser besteht und stopfte diese Schneeflocke in ein Wasserglas. Und es flogen zunächst Papierschnipsel und anschließend weiße Flocken durch die Luft. Chris stand im Schneewirbel. Es sah durch die Beleuchtung wunderschön aus. Seine Schlussworte: "Träumen Sie nicht Ihr Leben, sondern leben Sie Ihren Traum".
Da ich Chris mittlerweile schon persönlich kenne, da wir auch mal den gemeinsamen Arbeitgeber hatten, wollte er eigentlich noch kurz zu uns zum Tisch kommen. Er musste aber schon den nächsten Auftrag annehmen, was mich sehr für ihrn freut. Was mich auch freut, ist, dass er auf meinen letzten Beitrag auf der Homepage verwies. Er hatte es gelesen und aufgrunddessen etwas umorganisiert. Beim Hotel Dresel stand nämlich direkt vor unserer Nase die Kamera, wodurch wir Chris nur über die Leinwand sehen konnten. Ich finde super, dass er auf solche Verbesserungsmöglichkeiten eingeht und sein Programm dahin gehend überarbeitet. Die Atmosphäre im Haus Gerbens hat mir aufgrund der geringeren Zuschauerzahl besser gefallen - das Essen vom Hotel Dresel fand ich besser. Der Hauptgang war im Hotel Dresel so vorgesehen, dass sich jeder selbst bedienen konnte. Es standen die Schalen mit Beilagen (Kartoffelgratin und Gemüse) auf dem Tisch. Das Fleisch wurde verteilt und es gab auch noch die Möglichkeit des Nachschubs, was aber nicht nötig war. Ich fühlte mich an beiden Abenden gut unterhalten und das Essen war lecker. Mein Fazit: die Show aus dem Haus Gerbens in Verbindung mit dem Essen aus Hotel Dresel - das wäre optimal.
Am 31. Oktober 2010 ist Chris nochmal mit seiner Show im Haus Gerbens in Wickede. Karten könnt Ihr hier bestellen.
Gestern war ich zum 4. Mal bei einer seiner Shows (zuerst im Kulturzentrum Neheim, dann im Schloss Herdringen, Anfang des Jahres im Hotel Dresel und gestern im Haus Gerbens). Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Schade, dass ich zu den Shows immer so weit fahren muss. Ich bin gespannt, wann er sein Programm auf das Rheinland ausweitet. Hier gibt es auch sehr viele schöne Locations, wo ich mir die Show sehr gut vorstellen könnte.
Donnerstag, 29. April 2010
So heißt ein schönes Sprichwort. In meiner Situation kann man es etwas abändern. Ich habe es mal probiert, das Studieren - und für mich festgestellt, dass es nicht zu meinem Weg passt.
Trotzdem bereue ich es nicht uns sehe kein einziges Semester als Verschwendung an. Ich habe in der Zeit sehr viel gelernt, z. B. über Unternehmenskennzahlen, Struktogramme, Matrizen, Graphinterpretationen, jede Menge Paragraphen und vieles mehr. Ganz besonders habe ich gelernt, dass dieses nicht zu meinem Lernstil passt und auch nicht zu meiner beruflichen Entwicklungsvorstellung. Das ist eine wichtige Erkenntnis, wie ich finde.
Natürlich gab es darauf ganz unterschiedliche Reaktionen in meinem Umfeld: "Wie? Du hörst auf - Warum denn?", "Kann ich sehr gut verstehen, mir wär das auch zu viel". "Du musst selbst wissen, was für Dich das Beste ist". "Es ist auch gut, zu wissen, was man nicht möchte." All diese Reaktionen kann ich nachvollziehen. Jeder reagiert aus seiner Sichtweise. Für mich steht die Entscheidung fest, egal wieviele unterschiedliche Reaktionen noch kommen. Das ist das Wichtigste. Die Entscheidung hat lange gedauert und ich merke, dass es die richtige ist. Es war mir eine Freude, die ganzen Uni-Unterlagen in den Keller zu bringen. Das ist eine Befreiung für mich, denn es gibt jetzt kein zwanghaftes Lernen mehr, nur weil der nächste Klausurtermin oder Termin der Einsendearbeit vor der Tür steht.
Sicherlich werde ich irgend etwas immer wieder lernen und mich weiterbilden. In welche Richtung es geht, das werde ich mal sehen. Nun mache ich mir ganz in Ruhe Gedanken, wo ich mal hin möchte, was mein Weg und mein Ziel ist. In der Zwischenzeit genieße ich die gewonnene Freizeit und gehe meinen Hobbys nach. Es hilft mir sehr, jetzt eine "Baustelle" weniger zu haben. So kann ich mich noch gelassener auf meinen Job konzentrieren und habe gleichzeitig mehr Zeit für Dinge, die mir Freude machen. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Mir ging es immer so, dass ich bei jeder Freizeitbeschäftigung mein "schlechtes Gewissen" mit mir herum getragen habe - eine kleine Stimme, die sagt: "Eigentlich müsstest Du jetzt lernen". Diese Stimme ist jetzt ganz ruhig geworden und ich kann tatsächlich das machen, was ich möchte - ohne schlechtes Gewissen.
Samstag, 6. März 2010
Wir bekommen unseren kleinen Kater, Ludger. Ich freu mich schon.
Wenn Ihr auch eine kleine Katze sucht, dann schaut doch mal bei der Katzenfreiheit Köln. Hier ist der Link zum Flyer.
Freitag, 5. März 2010
In den ersten Wochen habe ich relativ regelmäßig für den Halbmarathon trainiert und bin bei Wind und Wetter (Schnee, Eis, Regen) joggen gegangen.
Es kam mir vor, als ob ich es gerne tue (zumindest habe ich es mir eingeredet). Klar hab ich mich nach dem Joggen gut gefühlt, aber so richtig begeistert hat es mich nicht. Ich mag es nicht, alleine Sport zu machen (das wusste ich im Übrigen auch vorher schon - aber ich dachte, ich gewöhne mich noch dran). Mit Patrick kann ich nicht zusammen gelaufen, weil ich dafür noch nicht schnell genug bin und die Laufgruppe von Radio Leverkusen war zeitlich für mich nicht zu schaffen. Deshalb bin ich alleine gegangen: ab und zu vor der Arbeit morgens um 5 Uhr, ansonsten abends danach. Es ist nicht meine Art, aufzugeben. Trotzdem habe ich mich entschieden, erstmal nicht mehr weiter zu trainieren für den Halbmarathon. Der findet sicher auch ohne mich statt. 
Ich habe gesehen, dass mein Fitnessstudio das Kursprogramm erweitert hat und nun mehr Kurse im Abendbereich anbietet. Sport bei guter Musik in der Gruppe - das macht mir Spaß. Vorher hab ich es zeitlich kaum geschafft, dort Kurse mitzumachen, weil sie am frühen Abend stattgefunden haben.
Sich selbst motivieren und den "inneren Schweinehund" zu überwinden, ist die eine Sache, aber wenn man Spaß an dem Training hat, braucht man sich nicht zwingen, sondern dann geht es von selbst. Mir machen die Kurse echt Freude und ich musste gar keine Ausreden finden, warum ich jetzt nicht hingehe. Die Sporttasche hab ich schon sofort am gleichen Abend nach dem Training neu gepackt. Dann ist sie schon fertig, wenn ich das nächste Mal Lust auf Training habe. So muss das sein - ich hoffe, es bleibt so.
Montag, 15. Februar 2010
Wie Ihr schon gelesen habt, war ich Samstag beim Karnevalszug in Leverkusen-Schlebusch. Ich mag es nicht so groß und unpersönlich. Lieber familiär und klein. Daher war Schlebusch genau richtig.
Worüber ich mit Patrick oft gesprochen habe und auch mit anderen, die Karneval überhaupt nicht mögen, ob Karneval feiern peinlich ist. Ich finde nicht, aber das mögen Andere anders sehen.
Ich finde, dass man ohne Kostüm viel mehr auffällt, als wenn man sich verkleidet - egal wie das Kostüm aussieht. Kostüme gibt es viele und da ist für jeden was Passendes dabei. Unverkleidet fällt man sofort auf, weil man sofort zu erkennen ist und so normal aussieht. Na gut, nächste Frage: was ist schon normal? Ist normal das, was die Allgemeinheit tut? Wenn ja, dann ist es auch normal, wenn man durch die Straßen läuft mit einem Bier in der Hand. Manche mögen das peinlich finden. Ich finde, es muss einem nicht peinlich sein, denn das gehört zu Karneval dazu. Solange man sich noch benehmen kann, die leeren Flaschen in den Mülleimern entsorgt und nicht auf der Straße zertrümmert und noch einen geraden Satz herausbekommt, ist doch alles in Ordnung. Meine Devise dabei ist "Erlaubt ist, was gefällt, solange es den anderen nicht beeinträchtigt". Und wer zum Lachen gerne in den Keller gehen möchte, weil ihm das zu doof ist, kann das gerne tun, aber soll dann den Karnevalisten auch ihren Spaß lassen.
Eine weitere Überlegung ist, ob die Karnevalsmusik peinlich ist. Nein - auf gar keinen Fall. Ich habe seit Karnevalsdonnerstag bei jeder Gelegenheit das Radio an und höre liebend gerne die Karnevalsmusik. "Das rote Pferd", "Da simmer dabei", "Ich hab ne Zwiebel auf´m Kopf, ich bin ein Döner", usw.: Was ist daran peinlich? Das ist total lustig - der Text ist einfach und kann áuch nach ein paar Bierchen noch mitgesungen werden. Das ist einfach Gute-Laune-Musik, die zum Feiern dazu gehört. Ich höre die Musik gerne auch so mal, ohne dass eine Party stattfindet. Meine Lieblingsmusik besteht aus Schlagern, wie z. B. Matthias Carras, Michael Wendler, Matthias Reim, Olaf Henning, und viele mehr. Aber auch diese richtige Party-Musik gehört dazu und ich kann sie jederzeit hören, nicht nur auf Partys. Viele aus meinem Bekanntenkreis finden das unnormal und sagen, dass ich für die Art von Musik doch viel zu jung bin (äh...war, denn als sie das sagten, war ich 10 Jahre jünger). Das sind aber dann die Gleichen, die auf Partys mitgrölen "Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer". Ach - da ist das dann auf einmal in Ordnung? Die Texte kann doch jeder auswendig, egal, wie sie sonst darüber schimpfen, weil es einfach zu jeder Party dazugehört. Oder was meint Ihr?
Sonntag, 14. Februar 2010
Gestern war ich mit Patrick beim Karnevalszug in Schlebusch und es war total genial, auch wenn es etwas kalt war. Bisschen zur Musik bewegen, damit die Füße nicht einfrieren, dann klappt das schon.
Die ganzen netten Leute mit lustigen Kostümen und nicht zuletzt die Karnevalsmusik hat mich in Feier-Laune versetzt. Als dann Kamelle geworfen wurden, hatte auch Patrick seinen Spaß und er ging mit voll gestopften Taschen nach Hause.
Dieses Mal warte ich nicht ein Jahr, bis ich das nächste Mal feiern gehe. Ist zwar nicht das Gleiche, wenn man in die Disco geht, aber feiern und tanzen kann man da auch. Und da finde ich sicher auch Leute, die mitgehen - im Gegensatz zu Karneval. Die, die ich dieses Mal gefragt habe, waren nicht so für Karneval zu begeistern. Kein Wunder, die meisten sind zugezogen und daher nicht mit Karneval aufgewachsen. Nicht schlimm - denn bei solchen Feierlichkeiten ist es nicht schwer, neue Leute kennen zu lernen.
Ich bin zwar auch nicht mit Karneval aufgewachsen, aber ich würde es "reingewachsen" nennen. Die Zeit in Arnsberg war echt schön. Der Zug dort ist zwar nicht besonders lang, aber dafür umso besser. Klein - aber oho! Und das Schöne dort ist, dass man immer Leute trifft, die man kennt. So stell ich mir das in Schlebusch auch vor, wenn man sich da mal ein bisschen öfter sehen lässt. Das ist sicherlich ein familiärer Stadtteil von Leverkusen. Einige haben mir gestern gesagt, dass man Schlebusch "den Staddteil mit Herz" nennt. So einen ersten Eindruck hatte ich ehrlich gesagt auch, will mir das aber demnächst nochmal bestätigen lassen, indem ich mich dort mal ein bisschen intensiver umsehe in den nächsten Wochen. Schaden kann´s nicht.
Ein paar Eindrücke könnt Ihr hier auf den Fotos sehen. Na, erkennt Ihr uns? Es war echt lustig und nächstes Jahr simmer wieder dabei, dat is prima!!!
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