Sonntag, 3. Januar 2010
Auch ein Buchtitel.... Ich finde den Titel sogar ziemlich nichtssagend, und wenn es mir nicht empfohlen worden wäre, hätte ich es vermutlich nicht gelesen.
Mithilfe diesen Buches habe ich meinen Lese-Rekord gebrochen: 3 Tage. Nein - nicht am Stück, sondern immer mal wieder. Es ist sehr leicht zu lesen und wirklich spannend. Ich wollte es gar nicht aus der Hand legen und die Zeit verging beim Lesen wahnsinnig schnell.
Kurzbeschreibung:
Die Moderatorin Kim Lange erlebt einen Tag des Triumphes: Sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt sie, dass sie in ihrem Leben viel zu viel mieses Karma gesammelt hat - und bekommt prompt die Rechnung präsentiert. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, hat zwei Fühler, sechs Beine und einen überproportional großen Hinterleib: Sie ist eine Ameise! Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Doch als Ameise ist sie machtlos. Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!
Lustig und spannend und sehr kurzweilig!
Ich habe vor einiger Zeit das Buch "Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" gelesen. Ich hatte einiges über das Buch gehört, nämlich, dass viele skeptisch sind. Aber warum sollte ich Skeptikern glauben? Dann lese ich es lieber selbst.
Kurzbeschreibung:
Macks jüngste Tochter ist vor Jahren entführt und wahrscheinlich umgebracht worden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden, in deren Nähe die Familie auf einem Ausflug campierte. Jetzt erhält Mack rätselhafte Einladungen, die ihn aus seiner tiefen Depression reißen, in der er mit Gott über den Verlust hadert. Diese Einladungen locken ihn in die Hütte, wo er an einem bemerkenswerten Wochenende Gott, Jesus und den Heiligen Geist persönlich trifft. In furiosen Dialogen mit Gott über das Böse und den Schmerz der Welt kommt Mack zu einem neuen Verständnis von Schöpfung und Christentum. Die Botschaft des Buches? Mack hatte Gottes Rolle in seinem Leben nicht nur unterschätzt, sondern falsch eingeschätzt. Der Verlust seiner Tochter ist eminent, aber das Leben geht nicht nur weiter, sondern es wird durch die Begegnung mit Gott um eine große Erfahrung bereichert. Mack beschreitet einen neuen Weg und hört auf, Gott immer nur zu beurteilen und ihn nur bei Tragödien in seinem Leben nach Gottes Rolle zu fragen. Es ist diese Botschaft, die Mack von Gott mitnimmt: Dass ich in der Lage bin, sogar aus entsetzlichen Tragödien noch unglaublich viel Gutes entstehen zu lassen, bedeutet nicht, dass ich die Tragödien orchestriere. Wenn ich sie für meine Zwecke nutze, heißt das auf keinen Fall, dass ich die Tragödien erschaffe oder sie benötige, um meine Absichten zu verfolgen.... Fur die Gnade ist es nicht erforderlich, dass Leid existiert,aber dort, wo Leiden ist, wirst du immer auch die Gnade finden,in vielen Facetten und Farben.
Ich finde das Buch sehr gut und lesenswert. Ob gläubig oder nicht, es ist auf jeden Fall zu empfehlen und wird wahrscheinlich auch manches verdrehte Bild mal zum Überdenken bringen.
Lest am Besten selbst! Ich möchte nicht zu viel verraten. Viel Spaß.
Freitag, 4. September 2009
Ich habe ein Probeabo des Leverkusener Stadtanzeigers abgeschlossen. In der Bahn lese ich die Zeitung dann morgens auf der Hinfahrt.
Vor einigen Tagen muss ein Artikel in der Zeitung abgedruckt gewesen sein, der "Das Patriarchat lebt" hieß. Er handelte von Berichten aus dem Buch "Herrscharftszeiten", das im DuMont Buchverlag erschienen ist. Den Artikel habe ich leider nicht gelesen, weil ich zu der Zeit die Zeitung noch nicht abonniert hatte. Ein paar Tage später durfte ich aber die Leserbriefe dazu lesen.
Es wurden verschiedene Meinungen dazu geschrieben. Die erste Leserin schrieb, dass "wir Frauen immer noch darauf warten, dass die Männer uns auf den Thron zu ihrer Rechten hieven.....". Was aus ihrer Sicht dann passieren wird, ist, dass wir uns damit zufrieden geben müssten, nur schmückendes Beiwerk zu sein, wenn wir nicht unsere als "mutige Frauen die agressive Seite unserer Persönlichkeit bestens integriert haben". Grund dafür ist auch die klare Rollenverteilung, die bereits in frühen Kinderzeiten durch die Eltern geprägt wird. Mädchen werden erzogen "schöner als die anderen zu sein", so schreibt es die Leserin. So klappt das jedoch nicht mit der feministischen Vorstellung, denn "Prinzessinnen werden keine Chefs".
Die nächste Leserin schreibt, dass die Jungs in ihrer Familie nicht zur Hilfe im Haushalt gezogen wurden. Dafür gab es doch Frauen im Haushalt. Und die Mädchen mussten doch nicht unbedingt eine Ausbildung machen; sie konnten ja im elterlichen Betrieb aushelfen, während der Sohn eine vernünftige Ausbildung machen sollte und sich ansonsten nicht anstrengen sollte. Interessanter wird aber dann noch, dass sich die Leserin für ihre eigene Kindererziehung fest vorgenommen hat, diese Muster nicht fortzuführen. Und dann kommt es doch anders. Wenn der Sohn sich anbietet, Dinge im Haushalt zu erledigen, war sie entsetzt. Sie schreibt als letzten Satz die Feststellung "Mir ist bewusst geworden, was aus meinem Vorsatz mit der Erziehung geworden ist".
Die dritte Leserin schreibt über ihre Erfahrung als Angestellte in einem Ganztagsjob, Mutter und Ehefrau und widerlegt somit die scheinbare Vorstellung der Männer, dass Frauen dabei noch schön sein sollen. Weiterhin spricht sie an, dass Frauen weniger als Männer verdienen. Außerdem beschreibt sie die Sparmaßnahmen, die der traditionellen Familie entgegenwirken. Sie sagt, dass es wichtig ist, "dagegen anzukämpfen, Neues auszuprobieren", was das Zusammenleben betrifft. Denn "wenn nan sich auf den Staat verlässt, ist man verlassen", schreibt sie in ihrem Leserbrief als letzten Satz.
Ich finde, dass alle 3 Leserinnen irgendwie Recht haben. Wir Frauen müssen uns besser verkaufen, an uns glauben, weniger harmonieorientiert sein und etwas "mehr Ellebogen und Egoismus" anwenden. Wir meinen immer, dass ein solches Verhalten zu egoistisch ist; dabei kommt es uns oft nur so vor. Ein gesundes Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen würde uns nicht schaden. Nur so können wir unsere Ziele erreichen und weiterhin die feministische Vorstellung leben, irgendwann genauso viel zu verdienen und genauso erfolgreich zu sein wie unsere männlichen Kollegen. Aus meiner Sicht hat es viel mit unserer Einstellung zu tun. Durchsetzungsvermögen und Werbung in eigener Sache kommt uns Frauen oft schon egoistisch und eigennützig vor, was oft gar nicht so ist. Auch müssen wir an unseren Formulierungen arbeiten. "Würde, hätte gerne, möchte, könnten" kommt bei Männern nicht an. Männer wollen einfach hören, was Sache ist und kommen mit Weichmachern nicht so gut klar. Was für uns höflich klingt, hört sich für Männer eher wie ein Wunsch an oder ein Bitten, das sie aber auch ablehnen können. Direkte Aussagen ohne viele Weichmacher mit klaren Inhalten bringen uns sicherlich schon ein paar Schritte weiter.
Also, liebe Kolleginnen, arbeiten wir gemeinsam daran, "ein bisschen weniger Prinzessin und weniger gutmütig (harmoniebedürftig) zu sein und ein bisschen mehr für uns selbst einzustehen und uns in eigener Sache einzusetzen". Es geht auch freundlich, aber bestimmt, statt es lieb, nett und bittend zu formulieren. Und was soll passieren, wenn wir uns mal durchsetzen und kräftige Argumente bringen? Ja, genau; es kann nichts passieren, was uns nicht gefällt. Es wird vermutlich eher dazu führen, dass wir respektiert werden und unsere Ziele erreichen können. Was wollen wir mehr? 
Donnerstag, 23. Juli 2009
Ich habe das Buch "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" empfohlen bekommen, habe aber erst kein Interesse gezeigt, es zu lesen.
Als ich es dann geliehen bekommen habe, hatte ich es innerhalb von einer Woche durchgelesen. Und es hat mir nicht geschadet - im Gegenteil: dass ich kein Interesse gezeigt habe, kann ich jetzt nicht mehr verstehen.
Text vom Buchrücken:
Es war einmal ein ziemlich guter Psychiater, sein Name war Hector, und er verstand es, den Menschen nachdenklich und mit echtem Interesse zuzuhören. Trotzdem war er mit sich nicht zufrieden, weil es ihm nicht gelang, die Leute glücklich zu machen. Also begibt er sich auf eine Reise durch die Welt, um den Geheimnis des Glücks auf die Spur zu kommen.
"Wenn man dieses Buch gelesen hat - ich schwöre es - dann ist man glücklich". Elke Heidenreich
Und ich muss sagen, sie hat Recht. Na ja... ok, man ist nicht von einem Moment auf den Anderen glücklich, aber man weiß viele Dinge zu schätzen, die einem vorher selbstverständlich vorkommen.
Das Buch ist gut zu lesen und man will es nicht aus der Hand legen, weil man wissen will, was als Nächstes passiert. Lest am Besten selbst - Ihr werdet es nicht bereuen.
Sonntag, 5. Juli 2009
Das Buch "Weil ich dich liebe" von Guillaume Musso und Claudia Puls habe ich dann direkt im Anschluss gelesen. Da ich selbst keinen Lesestoff mehr mit hatte, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich mein eigenes Buch in weniger als einer Woche schaffe, habe ich mir dieses von meiner Schwester ausgeliehen. Und das habe ich dann im zweiten Teil der Woche und auf dem Rückflug zu Ende gelesen.
Text vom Buchrücken:
Die glückliche Ehe von Nicole und Mark zerbricht am rätselhaften Verschwinden ihrer kleinen Tochter Layla. Die verzweifelte 15-jährige Evie überfällt auf offener Straße den Psychologen Connor McCoy. Die exaltierte Milliardärstochter Alyson Harrison wird von derart entsetzlichen Schuldgefühlen gequält, dass sie nicht mehr weiterleben will. All diese prekären Lebens- und Schicksalswege kreuzen sich auf mysteriöse Weise in einem alles entscheidenden Augenblick: Werden die aus der Bahn geratenen Seelen wieder zu sich zurückfinden, bekommen sie noch einmal eine Chance auf ein neues Lebensglück? Ein Roman über Liebe, Freundschaft und Verlust - anrührend und spannend bis zur letzten Seite.
Das Buch ist tatsächlich vom ersten bis zum letzten Abschnitt sehr spannend, auch wenn man zwischendurch nicht immer alle Zusammenhänge versteht. Es gibt zeitlich viele Sprünge. Es ist jedoch packend und fesselnd, sodass man es kaum weglegen möchte. Wenn ich es doch mal weggelegt habe, fiel es mir etwas schwer, zu wissen, was jetzt als letztes geschrieben war, aber dadurch, dass es teilweise sowieso mit Sprüngen und zeitlichen Absätzen versehen ist, ist das relativ unproblematisch. Oft habe ich dann nochmal bewusst auf das Datum geschaut, wann das Geschriebene passiert ist und in welcher Zeit man sich jetzt befindet. Das ist nicht immer ganz leicht nachzuvollziehen. Man sollte sich dadurch keinesfalls beirren lassen, denn erst das Ende gibt eine Antwort auf alle Fragen, die einem zwischendurch in den Kopf kamen. Es lohnt sich also trotz allem, das Buch bis zu Ende zu lesen. Ich kann es empfehlen, dieses Buch zu lesen. Interessant geschrieben und kurzweilig mit überraschendem Ende. Viel Spaß!
Samstag, 4. Juli 2009
Ich habe das Buch "Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier gelesen. Ich habe dafür 3 Tage gebraucht und das heißt etwas, denn normalerweise brauche ich für ein Buch mindestens 6 Wochen.
Text vom Buchrücken:
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Lach-Therapie für alle Schwarzseher - oder wenn das Leben es mal wieder nicht so gut mit einem meint ...
Dieses Buch kann man tatsächlich als "Lach-Therapie" bezeichnen. Es ist super geschrieben, witzig und man erkennt sogar die typischen Alltagssituationen wieder, die sogar in den besten Familien vorkommen. Nein, natürlich nicht in meiner eigenen Familie, sondern ich hörte schon oft von ähnlichen Beispielen. Tja, sie kann einem ja manchmal schon ein bisschen leid tun, die Gerri.... aber es ist vollkommen nachzuvollziehen, was da so vor sich geht, zumindest manches. Also - es hilft nichts, lange drumherum zu schreiben. Ich kann es als die richtige Urlaubslektüre bezeichnen. Leicht zu verstehen, ohne viel nachzudenken. Eine echte Empfehlung - allerdings wahrscheinlich eher für die weiblichen Leser. Obwohl es für Männer auch nicht generell ausschließen würde.
Das Buch werde ich auch sicherlich in ein paar Jahren nochmal lesen. Wenn es jemand von Euch in der Zwischenzeit lesen möchte, meldet Euch gerne bei mir. Es handelt sich dabei auf jeden Fall um ein Buch, das ich nicht aus meinem Regal für immer verbannen würde.
Samstag, 21. März 2009
Ich habe die Zeitschrift working@office abonniert. Ab und zu gibt es dort Gewinnspiele, genau wie vor einigen Wochen. Letzte Woche bekam ich dann eine E-Mail, dass ich eine compactInfo für Windows XP gewonnen habe. Darüber hab ich mich sehr gefreut und war gespannt, was ich bekomme. Gewinnen ist ja immer schön. Es ist eine Karte zum Aufstellen neben dem Rechner, auf dem wichtige Tipps und Tricks für Windows XP aufgedruckt sind. Bestimmt interessant und hilfreich.
Zusätzlich habe ich ein "Handbuch Sekretariat und Office Management" gewonnen. Es lag dabei, ohne dass ich davon vorher wusste. Darüber freue ich mich sehr. Es enthält Beschreibungen zu Büro- und Arbeitsplatzorganisation, Geschäfsbriefe und Protokollführung nach Din 5008, Chefentlastung von Terminmanagement und Entscheidungsvorbereitung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Assistenz im Management, Projektmanagement und Führungswissen, Selbstmanagement, Zeit- und Prioritätenmanagement und Selbstmotivation. Kurzum gesagt alles Wichtige für den Job der Sekretärin/ Assistentin. Wenn ich das Buch gelesen habe, werde ich gerne berichten.
Ich habe das Buch "Ich bin dann mal weg" gelesen und kann es echt nur empfehlen.
Der Text von der Buchrückseite:
"Der wichtigste Weg meines Lebens"
Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, lief zum Grab des heiligen Jakob - fast 800 Kilometer durch Spanien bis Santiago de Compostela - und erlebte die reinigende Kraft der Pilgerreise. Ein außergewöhnlihces Buch voller Witz, Weisheit und Wärme, ein ehrlicher Bericht über die Scuhe nach Gott und sich selbst und den unschätzbaren Wert des Wanderns. "Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Und er baut dich wieder auf. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück."
Der Text vom Buchumschlag:
"Was, umHimmels willen, hat mich eigentlich dazu getrieben, mich auf die Wanderung zu begeben? Ich könnte jetzt zu Hause auf meinem Lieblingssofa liegen. Stattdessen beginnt hier und heute meine persönliche Pilgerreise auf dem Jakobsweg...." Es est ein nebelverhangener Junimorgen, als Hape Kerkeling, bekennende Couch potato, endgültig seinen inneren Schweinehund besiegt und voller Respekt und Unternehmungslust in Saint-Jean-Pied-de-Port aufbricht. Sechs Wochen Fußmarsch auf dem legendären Camino Francés liegen vor ihm, allein mit sich und seinem elf Kilo schweren knallroten Rucksack: über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, quer durch das Baskenland, Navarra und die Rioja, Kastilien-Léon bis nach Galicien zum Grab des Apostels Jakob, seit über 1000 Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt. MIt Humor und Blick für das Besondere erschließt Kerkeling sich die fremden Regionen, lernt er die Einheimischen ebenso wie moderne Pilger und ihre Rituale und Eigenarten kennen. Er schildert den Reiz jeder einzelnen Etappe, erlebt Einsamkeit und Stille, Erschöpfung und Zweifel, aber auch Hilfsbereitschaft, Freundschaften und Momente, die für alle Entbehrungen entlohnen - und eine ganz eigene, überraschende Nähe zu Gott.
Meine eigene Erkenntnis über das Buch:
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich mitbekommen habe, dass mein (ehemaliger) Chef es vielen seiner Mitarbeiter geschenkt hat, die das Unternehmen verlassen haben. Vom Titel her passte es, aber was hatte es mit dem Buch auf sich? Ich wollte es selbst wissen, habe mich im Internet informiert und mir gekauft, weil mich die Beschreibung angesprochen hat. Es ist wirklich lesenswert, denn es wird auf sehr ehrlich und persönliche Weise beschrieben, was der Jakobsweg aus einem Menschen macht. Hape Kerkeling beschreibt die Schwierigkeiten, die die Begegnungen mit anderen Menschen hervorrufen, aber auch vor allem die Schwierigkeiten, die durch die fehlende Begegnung mit Menschen hervorgerufen werden. Er schreibt über die Strapazen auf den steilen Anstiegen, von zu meisternden Problemen, von Begegnungen, die zu Freundschaften werden, aber auch über Begegnungen, die keine Freundschaft wert sind. Vor allem aber die Begegnung mit Gott und sich selbst ist ein wesentlicher Bestandteil der Beschreibung. Was mich das ganze Buch über interessiert hat, war, wie die Ankunft, das Ziel und auch der Abschied vom Jakobsweg ablaufen wird. Das hat mich dazu getrieben, das Buch so schnell wie möglich und in jeder freien Minute zu lesen. Die Antwort auf meine Frage habe ich bekommen, werde sie hier aber nicht verraten. Denn ich empfehle allen, das Buch zu lesen. Eine witzige und zugleich ernste sowie interessante Darstellung, Gott ganz nah zu sein. Lest selbst....
Donnerstag, 29. Januar 2009
Ich habe dieses Buch in einer Woche durchgelesen. Es ist als eine Art Tagebuch geschrieben, in der eine angehende Krankenschwester ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem Krankenhaus als Patientin aufschreibt. Es ist kein normaler Krankenhausaufenthalt, sondern es ist ein Aufenthalt, der ihr Leben verändert. Nicht, weil ihr selbst etwas passiert, sondern weil ihr jemand begegnet, der ihr Leben in besonderer Weise prägt. Sie liegt auf dem Zimmer mit einem sterbenskranken Mädchen. Sie beschreibt die Situation aus ihrer Sicht, wie sie damit umgeht, was ihr dabei durch den Kopf geht und auch nicht zuletzt wie sie sich von Ärzten und Schwester in dem Krankenhaus behandelt fühlt. So manches Mal hilft ihr das bereits in ihrer Ausbildung erlernte Fachwissen, manchmal kann man aber auch nicht sicher sein, ob es wirklich hilfreich ist, mehr zu wissen als ein "normaler" Patient. Die Erlebnisse sind bewegend und regen selbst zum Nachdenken an, ob man immer die richtigen Prioritäten im Leben setzt. Ich kann es empfehlen. Es ist ein dünnes Buch, das man schnell gelesen hat. Es bewirkt eine Menge und wirkt auch noch lange nach, wenn man sich den Fragen, die dadurch auftauchen, ab und zu mal hingibt und den Gedanken freien Lauf lässt.
Dienstag, 9. Dezember 2008
Ich habe vor Kurzem davon berichtet, dass ich mir den Kalender "Der andere Advent" in der Kirche gekauft habe. Für heute stand ein sehr schöner Text darin, den ich nicht vorenthalten möchte. Gezeiten der Liebe Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die leichte Weise. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten von uns fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, die Flut würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab - in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen Bewegung sind. Anne Morrow Lindbergh Quelle: Kalender "Initiativen zum Kirchenjahr" von Andere Zeiten e. V.
Samstag, 19. Juli 2008
Heute habe ich das Buch von Corinne Hofmann - Wiedersehen in Barsaloi als 3. Teil von "Die weiße Massai" zu Ende gelesen. Text von der Buchrückseite: Fast vierzehn Jahre sind seit der Flucht mit meiner damals eineinhalbjährigen Tochter Napirai vergangen, und ich kann es kaum glauben, dass ich jetzt im Flugzeug sitze, das mich erstmals wieder nach Kenia bringen wird. Bange Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie werde ich mein einstiges Zuhause vorfinden? Was ist geblieben? Was hat sich verändert? Werde ich die Menschen und das Dörfchen Barsaloi im Norden Kenias wiedererkennen? Wie wird Lketinga, mein ehemaliger Mann und Samburu-Krieger, reagieren? Und Mama? Werden sie mich wieder in ihrer Mitte aufnehmen? Das Buch ist wie die übrigen 2 Bände sehr interessant geschrieben. Man liest nicht nur eine Beschreibung der Landschaft, sondern auch die Gefühle und Gedanken, die in ihr vorgehen, wenn sie nach 14 Jahren ihrer "Familie" wieder begegnet. Und auch die übrigen Orte, wo sie viel Zeit verbracht hat. Natürlich hat sich viel verändert, aber es ist auch vieles noch zu sehen, was sie damals sehen und erleben durfte. Das Highlight ist, wie sie das nachgebaute Dorf sieht, in dem die Dreharbeiten für den Film stattfinden, in dem ihr eigenes Leben nachgespielt wird. Sie begegnet Schauspielern, die sie selbst und ihre Bekannten und Verwandten spielen. Interessante Begegnungen. Diese letzte Geschichte von der weißen Massai rundet die Erlebnisse ab. Ich bin gespannt, ob es ein weiteres Buch geben wird, in dem Napirai beschreibt, wie sie die erste Begegnung mit ihrer Familie in Kenia erlebt. Denn als sie mit ihrer Mutter mit 1,5 Jahren Kenia verlassen hat, hat sie bewusst nichts wahrgenommen. Und jetzt kennt sie alles nur aus den Erzählungen ihrer Mutter. Interessant wäre, wie sie selbst darüber denkt und das alles erlebt, wie sie zum ersten Mal ihren Vater, ihre Oma sieht und mit dem Lebensabschnitt ihrer Mutter konfrontiert wird.
Mittwoch, 16. Juli 2008
Annika, eine 28 Jahre alte Frau, lebt in einem kleinen Dorf mit höchstens 500 Einwohnen. Sehr nah an der Natur, ein kleiner Wald nicht weit entfernt, lebt sie dort in ihrer 3-Zimmer-Wohnung. Es ist noch gar nicht lange her, seit ihre Eltern gestorben sind – viel zu früh. Beide sind vor 6 Monaten, im Oktober 2002, von einer gemeinsamen Wanderung nicht zurück gekehrt. Es war der 10. Oktober 2002. Annika erinnert sich noch genau, als sie vergeblich versuchte, ihre Eltern zu erreichen. Sie hatten eine sehr gute Beziehung zueinander und jeden Abend vor der Tagesschau riefen sie an. Annika wunderte sich sehr, dass ihr Telefon noch keinen Laut von sich gab. Doch sie wusste ja, dass ihre Eltern in den Wald wollten zum Pilze sammeln. Vielleicht waren sie noch nicht zurück… vielleicht haben sie ja die Zeit vergessen… vielleicht haben sie ihre besten Freunde getroffen. Sie gehen ja auch immer im Oktober Pilze sammeln. Annika versuchte, sich zu beruhigen, doch es ließ ihr keine Ruhe. Immer und immer wieder versuchte sie, ihre Eltern zu erreichen. 500 Meter wohnten sie entfernt von Annika´s Wohnung. Um 23 Uhr – als Annika es nicht mehr aushielt – zog sie sich ihre Schuhe an und lief los, in zögerlichen Schritten…. aus Angst, dass die Wohnung wirklich leer war. Für den Notfall haben die Eltern ihr einen Schlüssel für die Wohnung gegeben. Als sie angekommen war, steckte sie den Schlüssel ins Schloss, drehte ihn herum und rief: „Mama? Papa?“: keine Antwort. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Küche, sogar im Keller – niemand zu sehen. Traurig ging sie zurück in ihre Wohnung… Schlafen konnte sie jetzt nicht…. Was sollte sie jetzt tun? In den Wald gehen… ihre Eltern suchen? Nein, sie ganz alleine?... Besser, wenn sie zu Hause wartet, falls sie doch noch anrufen. Jetzt hatte sie schon 5 Stunden auf den Anruf gewartet, als sie sich entschied, nun doch ins Bett zu gehen. So einen Tag gab es seit 6 Jahren nicht mehr… kein Anruf am Abend von ihnen – pünktlich vor der Tagesschau. Plötzlich in der Nacht – es war 4 Uhr – schellte jemand an der Tür: vorsichtig und ängstlich öffnete sie…: Nein, die Polizei! Annika bekam einen Schrecken. Das heißt nichts Gutes, dachte sie still und leise bei sich. Und richtig: Die Polizei sagte ihr, dass ihre Eltern gefunden wurden, von den besten Freunden… beide verhüllt in ein Netz, wie man es vom Fische fangen kennt – und beide tot. Egal nach welchen Untersuchungen, Forschungen und Hinweisen: Es wurde bis heute nichts heraus gefunden. Nicht, wer es war und nicht, warum es passierte. Heute, genau 6 Monate später, denkt sie wieder daran: An die Sorgen…die Angst… die Fassungslosigkeit. Sie waren doch viel zu jung zum Sterben. Ihr Vater war erst 55 und ihre Mutter 53. Immer nur gearbeitet, Rücksicht genommen, nie an sich selbst gedacht. Ändern konnte sie es nicht – leider. Trotzdem wollte sie nicht aus diesem Dorf weg. Die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit halten sie hier: die Kindheit, die Schulzeit, die Jugend – ihre Eltern waren immer für sie da. Heute, am 10. April 2003, ist es genau 6 Monate her… aber eins hat sie sich vorgenommen. Ihre Eltern sind ihr größtes Vorbild und sie wird vieles genauso machen wie sie. Ihre Kinder werden es auch gut haben – so wie sie selbst mit ihren Eltern. Mit diesem Gedanken geht sie ins Bett, traurig, aber auch ein bisschen froh, dass sie solche guten Eltern hatte. 4 Uhr – es hat geklingelt. Nein..bitte nicht… wer kann das sein? Sie öffnet vorsichtig die Tür – schon hat sie ein Fischernetz rund um ihren Körper. Sie versucht, jemanden zu erkennen, ist aber viel zu beschäftigt, um sich zu befreien. Sie sucht den Anfang.. ein Loch, wo sie herausschlüpfen kann. Es geht nicht, sie droht zu ersticken… Panik und Angst machen sich breit… Piep – piep – piep, Schweißgebadet wacht sie auf, fühlt rechts und links, bewegt Arme und Beine… kein Netz, keine unbekannte Person, nichts… alles ist wie am Abend, als sie einschlief. Sie atmet durch – ein Glück, es war nur ein Traum. Ein bisschen fröhlicher als am Abend zuvor sieht sie auf das Foto der Eltern und flüstert: „Danke, dass Ihr für mich da ward“, packt ihre Tasche und fährt zur Arbeit.
Es ist Donnerstag, der 26. Juni 2003, ein Tag wie jeder andere. Oder? Ich denke nach, sehe in den Himmel, die Sonne lacht mich an…. Ich lächle in mich hinein. Ein schöner Tag. Doch etwas macht diesen Tag nicht zu einem wunderschönen Tag. Ich sehe auf die Uhr und wundere mich: „Oh, es ist schon 11:30 Uhr.“ Seit zwei Stunden laufe ich schon durch den Park – ganz alleine – ohne Hast und ohne Ziel. Langsam schlendere ich weiter, ohne zu wissen, wohin. Wer weiß es schon? Wohin gehe ich? Ich bleibe stehen, denke kurz nach und entscheide mich, noch einmal kurz an den Blumenbeeten mit blühenden Rosen und dem Ententeich vorbei zu gehen, bevor ich in meine kleine, aber gemütliche 2-Zimmer-Wohnung mitten in der Innenstadt zurück gehe. Ich freue mich über die Vogelgesänge, die mich schon den ganzen Tag begleiten. Nun erreiche ich die Blumenbeete, sehe mir die wunderschön blühenden roten und gelben Rosen an, höre das Wasser plätschern und doch ist der Tag nicht wunderschön. Mein Gefühl: es sagt etwas Anderes. Aber was? Ich möchte es herausfinden. Die Bank direkt vor dem Teich gefällt mir, sie läd mich ein und ich setze mich hin. Ich lasse meine Augen schweifen über die Wiesen, Wege und schließlich in den Himmel. Wenige Wolken….viel Sonne…Insekten…. Vögel…..langsam schlafe ich ein. Als ich aufwache, ist es 14 Uhr – aber wo bin ich? Ich sehe mich um, sehe den Teich, die blühenden Rosen, die Wiesen und Wege und erinnere mich an den nicht ganz wunderschönen Tag – an mein Gefühl. Zielgerichtet stehe ich auf, um auf direktem Weg nach Hause zu gehen. Schon nach wenigen Metern höre ich ein leises Fiepsen… was ist es? Ich laufe schneller und schneller…immer näher zu dem Fiepsen. Ich sehe einen kleinen Vogel, fast reglos auf dem Boden liegen. Was ist nur passiert? Noch vor 2,5 Stunden haben viele Vögel für mich gesungen. Ich pflücke Gras und lege den kleinen Vogel vorsichtig auf den weichen Untergrund, als ein zweiter Vogel angeflogen kommt. Er gibt ihm von Schnabel zu Schnabel Futter und nach kurzer Zeit ist der kleine Vogel stark genug, um wieder zu fliegen. Als ich weiter gehen möchte, sehe ich einen Zettel auf dem Boden mit den Worten „Ich möchte Dich wiedersehen. Bitte komm zu dem Wasserteich.“ Ich bin irritiert: Von wem ist der Zettel? Wer möchte mich wiedersehen? Es war doch niemand hier. Ich kann es nicht verstehen, aber – neugierig wie ich bin – gehe ich zurück. Wieder sehe ich schon von Weitem die Bank, aber sie ist nicht leer. Jemand sitzt darauf… er wartet. Je näher ich komme, umso aufgeregter werde ich. Meine Gedanken irren durcheinander…. Mein Opa, mein Bruder, mein Nachbar…? Meine Schritte werden kürzer, hastiger, eiliger, aber auch ängstlicher. Ich renne los… es ist schon 8 Jahre her: meine große Liebe… ich habe ihn immer vermisst, die ganzen Jahre. Jetzt sitzt er dort… vor mir, zum Greifen nah. Tränen und Lächeln steigen gleichzeitig in mein Gesicht. Womit habe ich verdient, dass er hier sitzt und auf mich wartet? Ich kann es nicht glauben. Ist es ein Traum? Nein, ich sehe ihn, er steht auf und geht auf mich zu. Er sagt kein Wort, nimmt mich in den Arm. Er weint. Nach etwa 10 Minuten spricht er: „Jedes Jahr am 26. Juni habe ich hier gesessen und habe gewusst, dass ich Dich einmal hier wiedertreffe. Mein Gefühl hat es mir gesagt…. Ich habe Dich nie vergessen.“ Ich denke: Warum gehe ich jetzt zum ersten Mal hier hin? Aber ich denke nicht mehr nach, es ist mir jetzt egal. Er ist ja da. Ich bin überglücklich und es ist ein wunderschöner Tag. Wir geben uns die Hand und ich flüstere ihm ins Ohr: „Du bist ein unerwartetes, aber das schönste Geburtstagsgeschenk.
Samstag, 28. Juni 2008
In knapp 2,5 Wochen habe ich den 2. Teil von "Die weiße Massai" durchgelesen. Das Buch heißt "Zurück aus Afrika". Beschreibung vom Buchrücken: Nach dem Leben in einer fast archaischen Welt muss Corinne Hofmann so manche Fähigkeit neu erlenrn, die das Leben in der "Welt der Weißen" erfordert. Doch mit der gleichen Stärke, dem Mut un ddem Optimismus, mit denen sie die Herausforderungen in Kenia bewältigte, baut sie für sich und ihre kleine Tochter eine neue Existenz auf. Während dieser Zeit hält sie durch viele Briefe den Kontakt zu ihrer "afrikanischen Familie". Eines Tages kehrt sie zurück und blickt vom Dach Afrikas, dem Kilimandscharo, in die Weiten des kenianischen Hochlandes.... Es ist wirklich spannend geschrieben, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Der Anfang ist eher traurig und man entwickelt ein starkes Mitgefühl, wenn man liest, dass sie mit Nichts zurück kommt aus Kenia und sich erstmal wieder an das Leben der Weißen gewöhnen muss. Jahrelang hat sie keinen Elektroherd gesehen, gegessen wurde das, was da ist und wenn nichts da war, gab es auch nichts. Zusammen mit Männern essen war tabu in Kenia und Sex gabe es nur zur Befriedigung des Mannes - ohne Küsse. Mitgefühl entwickelt sich auch, wenn ihre kenianische Familie sie immer wieder nach Geld fragt, obwohl sie selber nichts hat und damit beschäftigt ist, ihr Leben aufzubauen. Diese Frau, die gelernt hat, mit den geringsten Mitteln zu überleben, kommt zurück in eine zivilisierte Welt, trifft immer wieder auf Menschen, die an ihrem Schicksal interessiert sind und entwickelt auch langsam wieder Kraft und Stärke, um ihr Leben in die Hand zu nehmen. Doch natürlich gibt es auch Menschen, die ihr Steine in den Weg legen wollen und versuchen sie einzuschüchtern. Briefe aus ihrer alten Heimat erinnern sie immer wieder an ihre Familie in Kenia - schließlich hat sie dort ja einen Ehemann, von dem sie nicht weiß, ob er ohne sie klar kommt, wie es ihm geht und was er mit dem von ihr aufgebauten Leben noch aufrecht erhält. Das Aufwachsen der Tochter Napirai gibt ihr immer wieder Kraft und lässt sie nicht verzweifeln. Das ist schließlich die einzige Erinnerung an ihre große Liebe in Kenia. Napirai dagegen muss auch erstmal lernen, sich in der weißen Welt zurechtzufinden. Eine interessante Szene ist, wie Napirai als kleines Mädchen einem Schwarzen begegnet und ihn "Papa" nennt. Daran kann man sehr schön erkennen, wie neu alles für die beiden ist. Was sie sonst noch alles erleben, will ich Euch nicht vorwegnehmen. Dieses Buch ist genauso spannend, wenn nicht noch spannender, als der erste Teil "Die weiße Massai". Als nächstes lese ich den 3. Teil, der schon in unserem Bücherregal auf mich wartet. Ich bin gespannt, was nun weiter passiert beim "Wiedersehen in Barsaloi". Wie ich mich kenne, wird es nicht lange dauern und ich werde auch darüber hier wieder berichten.
Sonntag, 8. Juni 2008
Gestern habe ich das Buch "Solange Du da bist" von Marc Levy zu Ende gelesen. Ein sehr packender Roman, in den man sich super hinein versetzen kann. Ich kam mir vor, als würde ich in diesem Roman mitspielen. Und ich habe echt jede freie Minute genutzt, um darin weiter zu lesen. Beschreibung von dem Buchrücken: "Was tut man, wenn man in seinem Badezimmerschrank eine junge, hübsche Frau findet, die behauptet, der Geist einer Koma-Patientin zusein? Arthur hält die Geschichte für einen Scherz seines Kompagnons, er ist erst schrecklich genervt, dann erschüttert und schließlich hoffnungslos verliebt. Und als er eines Tages begreift, dass Lauren nur ihn hat, um vielleicht ins Leben zurückzukehren, fasst er einen tollkühnen Entschluss. Marc Levys wundervolle Lovestory, für die sich Steven Spielberg die Filmrechte sichert, wurde in 28 Sprachen übersetzt und verkaufte sich in Deutschland allein 600.000 Mal." Mein Fazit: Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an und ist gleichzeitig eine schöne und lustige Geschichte. Es ist kein typischer Liebesroman, sondern setzt sich auch mit den Gedanken eines Mannes, der oft genug als verrückt erklärt wird, auseinander. Somit ist es für Mann und Frau empfehlenswert. Marc Levy hat das Buch für seinen Sohn geschrieben, der es 20 Jahre später lesen sollte. Er sollte lernen, sich in den Inhalt eines Menschen zu verlieben und nicht in seine Verpackung. Eine Szene des Buches finde ich besonders toll und schreibe sie deshalb hier auf: Wir haben alle eine magische Bank; es ist die Zeit. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag, und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt der Zauber von neuem, aber die Bank kann unser Konto ohne Vorwarnung auflösen: Das Leben kann jeden Moment zu Ende sein. Was machen wir also aus unseren 86.400 täglichen Sekunden? Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge Dollars? Du möchtest begreifen, was ein Jahr Leben bedeutet: Frag einen Studenten, der gerade durch sein Examen gefallen ist. Was ein Monat Leben bedeutet: Frag eine Mutter, die eine Frühgeburt hatte und darauf wartete, ihr Kind heil und gesund in die Arme schließen zu können. Eine Woche: Befrage einen Mann, der in einer Fabrik oder in einem Bergwerk arbeitet, um seine Familie zu ernähren. Ein Tag: Frag zwei Verliebte, die das nächste Wiedersehen nicht erwarten können. Eine Sekunde: Sieh Dir den Gesichtsausdruck eines Menschen an, der eben um ein Haar einem Autounfall entronnen ist. Und der Bruchteil einer Sekunde: Frag einen Sportler, der bei den Olympischen Spielen Silber und nicht Gold gewonnen hat, wofür er jahrelang trainiert hat. .... Ich denke, das gibt einen guten Eindruck von dem Buch. Es gibt sowohl nachdenkliche als auch spannende und lustige Szenen. Wer nun Interesse hat, das Buch zu lesen, dem wünsche ich viel Spaß. Lohnt sich wirklich.
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