Donnerstag, 29. April 2010
So heißt ein schönes Sprichwort. In meiner Situation kann man es etwas abändern. Ich habe es mal probiert, das Studieren - und für mich festgestellt, dass es nicht zu meinem Weg passt.
Trotzdem bereue ich es nicht uns sehe kein einziges Semester als Verschwendung an. Ich habe in der Zeit sehr viel gelernt, z. B. über Unternehmenskennzahlen, Struktogramme, Matrizen, Graphinterpretationen, jede Menge Paragraphen und vieles mehr. Ganz besonders habe ich gelernt, dass dieses nicht zu meinem Lernstil passt und auch nicht zu meiner beruflichen Entwicklungsvorstellung. Das ist eine wichtige Erkenntnis, wie ich finde.
Natürlich gab es darauf ganz unterschiedliche Reaktionen in meinem Umfeld: "Wie? Du hörst auf - Warum denn?", "Kann ich sehr gut verstehen, mir wär das auch zu viel". "Du musst selbst wissen, was für Dich das Beste ist". "Es ist auch gut, zu wissen, was man nicht möchte." All diese Reaktionen kann ich nachvollziehen. Jeder reagiert aus seiner Sichtweise. Für mich steht die Entscheidung fest, egal wieviele unterschiedliche Reaktionen noch kommen. Das ist das Wichtigste. Die Entscheidung hat lange gedauert und ich merke, dass es die richtige ist. Es war mir eine Freude, die ganzen Uni-Unterlagen in den Keller zu bringen. Das ist eine Befreiung für mich, denn es gibt jetzt kein zwanghaftes Lernen mehr, nur weil der nächste Klausurtermin oder Termin der Einsendearbeit vor der Tür steht.
Sicherlich werde ich irgend etwas immer wieder lernen und mich weiterbilden. In welche Richtung es geht, das werde ich mal sehen. Nun mache ich mir ganz in Ruhe Gedanken, wo ich mal hin möchte, was mein Weg und mein Ziel ist. In der Zwischenzeit genieße ich die gewonnene Freizeit und gehe meinen Hobbys nach. Es hilft mir sehr, jetzt eine "Baustelle" weniger zu haben. So kann ich mich noch gelassener auf meinen Job konzentrieren und habe gleichzeitig mehr Zeit für Dinge, die mir Freude machen. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Mir ging es immer so, dass ich bei jeder Freizeitbeschäftigung mein "schlechtes Gewissen" mit mir herum getragen habe - eine kleine Stimme, die sagt: "Eigentlich müsstest Du jetzt lernen". Diese Stimme ist jetzt ganz ruhig geworden und ich kann tatsächlich das machen, was ich möchte - ohne schlechtes Gewissen.
Donnerstag, 22. April 2010
Ich frage mich in der letzten Zeit öfter mal, ob wir dank der neuesten Technik-Standards zu oft auf unpersönliche Art und Weise kommunizieren.
Wie oft schreibt Ihr eine E-Mail, obwohl es schneller gehen würde, mal eben anzurufen oder sogar persönlich vorbeizugehen? Ich meine jetzt nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch privat. Ist es nicht viel schöner, wenn man sich unkompliziert unterhalten kann - persönlich oder am Telefon? Nicht nur, dass man sich oft viel schneller das Neueste erzählen kann sondern es gibt auch bei telefonischen Gesprächen nicht so viele Missverständnisse. Außerdem kann man am Telefon gemeinsam lachen oder auch Mitgefühl äußern, wo hingegen man sich in der E-Mail-Kommunikation nur mit Smilies weiterhelfen kann, die auch nicht besonders aussagekräftig sind.
Und ist nicht jemand von Euch schon mal auf die Idee gekommen, der Kollegin im Nachbar-Büro oder sogar im gleichen Büro kurz eine E-Mail zu schicken? Klar sind wir von Natur aus bequem, aber macht das wirklich einen Sinn? Ich schließe mich davon nicht aus, denn es passiert mir auch schon mal. Ich möchte es mir jedoch bewusster machen und wann immer es möglich ist, darauf verzichten.
Was oft ein Argument für die E-Mail-Kommunikation ist, ist die Dokumentation. Aber ganz ehrlich: wieviele unserer täglich verfassten E-Mails müssen wirklich dokumentiert werden? Ich denke, dass es ein minimaler Anteil ist. Eine weitere beliebte Angewohnheit ist, die Information der E-Mail im CC-Feld an viele andere zu senden. Es ist unglaublich, wieviele E-Mail-Empfänger in dem CC-Feld stehen? Ob sie das wirklich alle wissen müssen und wollen? Und vor allem, ob sie alle wirklich Zeit haben, das zu lesen? Ich finde, es ist eine Überlegung wert, weil immer mehr E-Mails in den Postfächern ankommen. Wir sollten darüber nachdenken, ob wirklich so viele Kopieempfänger nötig sind und ob "an alle antworten" einen Mehrwert liefert.
Ich habe mir angewöhnt, die E-Mails teilweise nur noch zu überfliegen und abzulegen, wenn sie mich nicht direkt betreffen. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Müssen alle E-Mails abgelegt werden und nach welchem Muster? In den letzten Monaten habe ich selten eine E-Mail noch einmal gebraucht. Wenn ich Dokumente verschicken musste, habe ich diese sowieso an einem Speicherort abgelegt. Wofür also die E-Mails auch noch alle ablegen? Man könnte sie ja noch einmal brauchen. Ja, kann sein - aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?
Unter meinem E-Mail-Postfach befinden sich einige Unterordner, die nach Schlagworten sortiert sind. Da werden einige E-Mails abgelegt, aber Vorgänge, die für mich abgeschlossen sind, werden dann auch wieder gelöscht. Sicher könnte ich noch viel mehr löschen, aber irgendwie sind die Gedanken "brauch ich es vielleicht doch nochmal" manchmal zu stark.
Für meinen Privatbereich möchte ich gerne viel lieber mal telefonieren, statt Abende damit zu verbringen, E-Mails zu versenden oder beantworten. Das kann natürlich dazu führen, dass wir nicht mehrmals pro Woche in Kontakt stehen, was manchmal per E-Mail so ist. Jedoch finde ich es am Telefon oder persönlich viel effektiver, dass wir uns austauschen können. Auf Fragen kann sofort geantwortet werden, Termine können leichter abgestimmt werden und auch der Austausch ist angenehmer und persönlicher. Ich denke, dass ein Anruf in 2 Wochen oder einem Monat mehr bringt als 10 E-Mails. Lasst es uns ausprobieren.
Ich freue mich auf Eure Kommentare, welche Erfahrungen Ihr mit der E-Mail-Kommunikation habt und wie Ihr damit umgeht. Und ich freue mich auf Eure Anrufe, die Ihr sonst auf die Idee kommen würdet, mir kurz eine E-Mail zu schicken. 
Mittwoch, 3. März 2010
Nein, antwortet jetzt bitte nicht mit "meine Mutter". 
Es geht hier nicht um die beste Köchin, sondern um die beste Sekretärin oder den besten Sekretär Deutschlands. Leitz schreibt wieder - wie in den letzten 5 Jahren auch - einen Wettbewerb aus für die beste Sekretärin Deutschlands.
Hier könnt Ihr Genaueres dazu lesen und auch den Bewerbungsbogen herunterladen.
Allen, die teilnehmen, viel Erfolg!
Mittwoch, 26. August 2009
I am really happy that I got my first comment in English. It is in the article about the parking situation in Leverkusen at the station.
My blogroll was upgraded. There is a new blog, the trainblog. The owner of this blog started to write about his experiences with the trains. Great that it is in English because I like reading and speaking in English. It has the advantage to get used to English more and more. That is important for my job and for my personal interest.
I invite you to write comments in English; aber natürlich gerne auch weiterhin auf Deutsch. Die Artikel werde ich weiterhin auf Deutsch schreiben; es sei denn, ich bekomme mehr internationale Leser, die die englische Sprache bevorzugen. Mal sehen, was die Zeit bringt.
Donnerstag, 21. Mai 2009
Kennt Ihr das auch - Aufschieberitis - oder auf Englisch Procrastination?
Schaut Euch das hier an, echt lustig. Ich habe es mir schon zweimal angesehen und werde es bestimmt auch noch öfter tun. Ihr wisst schon "to get my staff done". 
Danke an den Jobblog. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Sonntag, 29. März 2009
Dieses Zitat kam für mich wie gerufen, weil ich mich selbst schon viel damit beschäftigt habe. Ich habe es in einem Newsletter von Nuno Assis bekommen, dessen Motto es ist "Die Qualität unserer Fragen bestimmt die Qualität unseres Lebens". Es wird jede Woche eine Frage per E-Mail geschickt, die dann mit speziellen Erläuterungen und Tipps ausgeschmückt wird. Dieses Zitat kommt aus der E-Mail mit der Frage "Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Welt neu erschaffen?".
Ein Profi ist ein Mensch, der selbst dann in der Lage ist seine beste Leistung zu erbringen, wenn er sich nicht danach fühlt oder es ihm nicht gut geht. (Quelle)
Ich habe schon immer Kolleginnen und Kollegen bewundert, denen man nicht anmerkt, wie sie sich fühlen und trotzdem täglich mit gleichem Ehrgeiz und gleicher Kompetenz die Arbeit erledigen. Mir sagt man so etwas auch nach, dass ich meine Arbeit gut erledige und man mir nicht anmerkt, ob ich heute "einen schlechten Tag" habe. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das direkte Umfeld (die direkten Kolleginnen bzw. Kollegen, der Chef, falls man nah mit ihm zusammen arbeitet, aber natürlich auch die Familie) wissen sollte, wenn es einem nicht so gut geht. Den Grund muss man ja nicht immer nennen, wenn es zu persönlich ist. Sie sollten es aus dem einfachen Grund wissen, dass nicht alle Worte auf die Goldwaage gelegt werden, sondern ein nicht ganz angebrachter Tonfall nicht böse aufgefasst wird. Jeder darf sich meiner Meinung nach einen schlechten Tag erlauben, was aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass man Verständnis für die schlechten Tage Anderer hat. Es darf nur nicht zur Ungewohnheit werden: Ein schlechter Tag pro Woche ist definitiv zu viel. Ich wünsche Euch allen wenig schlechte und viele gute Tage und gleichzeitig das Verständnis für schlechte Tage der Mitmenschen.
Samstag, 21. März 2009
Ich habe die Zeitschrift working@office abonniert. Ab und zu gibt es dort Gewinnspiele, genau wie vor einigen Wochen. Letzte Woche bekam ich dann eine E-Mail, dass ich eine compactInfo für Windows XP gewonnen habe. Darüber hab ich mich sehr gefreut und war gespannt, was ich bekomme. Gewinnen ist ja immer schön. Es ist eine Karte zum Aufstellen neben dem Rechner, auf dem wichtige Tipps und Tricks für Windows XP aufgedruckt sind. Bestimmt interessant und hilfreich.
Zusätzlich habe ich ein "Handbuch Sekretariat und Office Management" gewonnen. Es lag dabei, ohne dass ich davon vorher wusste. Darüber freue ich mich sehr. Es enthält Beschreibungen zu Büro- und Arbeitsplatzorganisation, Geschäfsbriefe und Protokollführung nach Din 5008, Chefentlastung von Terminmanagement und Entscheidungsvorbereitung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Assistenz im Management, Projektmanagement und Führungswissen, Selbstmanagement, Zeit- und Prioritätenmanagement und Selbstmotivation. Kurzum gesagt alles Wichtige für den Job der Sekretärin/ Assistentin. Wenn ich das Buch gelesen habe, werde ich gerne berichten.
Freitag, 16. Januar 2009
Jetzt erscheinen sie wieder in vielen Terminkalendern: Jahresgespräche, Feedbackgespräche, Mitarbeitergespräche oder Zielvereinbarungsgespräche - verschiedene Bezeichnungen und doch inhaltlich ziemlich ähnlich. Es geht um den Rückblick auf das vergangene Jahr und natürlich besonders um die Planung für das neue Jahr. Es wird die Teilnahme an Seminaren vereinbart, die Ziele gesteckt und nicht zuletzt ein Feedback gegeben - am Besten gegenseitig. Das sollte natürlich ehrlich und konstruktiv ablaufen. Eine gute Vorbereitung zu diesem Gespräch ist sehr wichtig. Man sollte das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich Fragen stellen wie: - Was habe ich besonders gut erledigt? Wo war ich erfolgreich? - Was hätte besser laufen können? Wo habe ich Verbesserungspotenzial? - Welche Seminare möchte ich gerne besuchen (bestenfalls sollte es auch mit dem Punkt Verbesserungspotenzial in Verbindung gebracht werden)? - Welchen Nutzen haben die Seminare für die Firma/ den Chef/ für mich und meinen Job? - Welche Ziele könnte ich mir vorstellen? Einige Vorschläge dafür kommen sicherlich gut an. Die Ziele sollten aber nicht zu einfach sein, sondern schon eine gewisse Herausforderung darstellen. Wichtig ist dabei die Messbarkeit und die konkrete Definition. Es ist hilfreich, über die Seminare, die man besuchen möchte, Unterlagen mitzubringen, in denen das Datum, der Titel, die Inhalte, die Ziele und der Preis zu erkennen sind. Die Argumente sollten sachlich sein. Überlegungen zu möglichen Gegenargumenten und ein Kompromissvorschlag sollten ebenfalls vorhanden sein. In diesen Gespräche kann sehr gut ein Fremd- und Selbstabgleich erfolgen. Der Chef kann eine Einschätzung geben, wie die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter wirkt und wie die Aufgaben erledigt werden. Dabei sollte man für jede Aussage des Chefs dankbar sein, auch wenn er manche Dinge hervorhebt, die wir besser machen können. Gerade daraus können wir lernen. Klar hört man Lob lieber als Kritik; die gute Mischung macht´s. Mithilfe von konstruktiver Kritik können wir viel lernen und mit verschiedenen Situationen besser umgehen. Lob motiviert und bestärkt den Mitarbeiter. Wenn es speziell um Zielvereinbarungen geht, habe ich vor einiger Zeit mal einen Artikel über "Zielvereinbarungen für Sekretärinnen" geschrieben. Hier ist er zum Nachlesen. Viel Erfolg bei den Gesprächen, wie auch immer sie genannt werden! Nicht die Bezeichnung, sondern der Inhalt zählt.
Montag, 1. Dezember 2008
Jeden Tag lese ich viele E-Mails und auch einige Briefe mit mehr oder weniger passenden Grußformeln. Da kommt dieser Artikel in der Karrierebibel wie gerufen. Mails mit MFG oder LG nerven mich in der letzten Zeit schon extrem, weil es auch immer mehr wird. Jeder meint, Zeit sparen zu können, durch solche Abkürzungen. Dabei wirkt es aus meiner Sicht eher eilig und wenig wertgeschätzt. Ich bin der Meinung: "So viel Zeit muss sein", sonst sollte ich lieber schnell anrufen oder gar nicht erst schreiben. Die freundliche Begrüßung/Anrede mit Benennung des Namens gehört für mich genauso dazu wie eine kurze Einleitung wie "Hoffentlich hatten Sie ein schönes Wochenende" oder "Ich hoffe, es geht Ihnen gut". Diese beiden Sätze sind allerdings nur angebracht, wenn man sich kennt oder schon mal persönlich begegnet ist. Vorausgesetzt, dass man es ernst meint - sonst sollte man es sich sparen. Was bei mir auch nicht so gut ankommt ist die Anrede "Liebe(r) Frau oder Herr xxx". Das hat aus meiner Sicht im geschäftlichen Schriftverkehr nichts zu suchen. Es hat aus meiner Sicht immer einen leicht unterschwelligen Ton - vor Allem wenn in der E-Mail eine nicht eingehaltene Frist kritisiert wird, die dann mit einer Anrede "Lieber ...." beginnt - passt irgendwie nicht zusammen. Ich denke oft darüber nach, wie die Formulierung auf den Empfänger wirkt - auch wenn es etwas länger dauert. Im Gegenzug dazu bin ich wirklich verwundert, wie schnell und unbedacht manche Leute ihre E-Mails verfassen und ohne sie durchzulesen, den Senden-Knopf betätigen. Wie soll das nur weiter gehen? Zukünftig lassen wir wahrscheinlich auch noch die Satzzeichen weg, nutzen keine Großbuchstaben mehr und kürzen noch mehr Worte ab - in der Hoffnung, dass unser Gegenüber uns versteht.
Samstag, 29. November 2008
Am Freitag hat unser Chef uns eingeladen zum Kochseminar in Essen im Restaurant "La Buvette". Als ich hingefahren bin (nach Routenplaner), dachte ich, dass es ein Scherz ist. Es ging wirklich sehr lange steil bergauf, bis dass wir dann direkt auf dem Parkplatz des Restaurants landeten. Puh... gut, dass es nicht geschneit oder gefroren hat, sonst wären wir da nicht angekommen, glaube ich. Sehr nett gelegen am Waldrand und mit einem schönen Blick über einen Teil der Stadt. Auch im Restaurant sehr gemütlich mit Kamin in der Mitte des Raums und schön dekoriert. Das Kochseminar lief dann so ab, dass ein Teil der Gerichte bereits vorbereitet war, sonst wären wir ja am nächsten Morgen noch nicht fertig gewesen. Das Essen war wirklich exklusiv und etwas Besonderes. Dadurch, dass wir immer wieder Kleinigkeiten selbst zubereiten durften, war es nicht langweilig, obwohl das Ganze insgesamt 5,5 Stunden gedauert hat. Das 4-Gänge-Menü: - Amuse gueule mit Rose von gebeiztem Salm, Lotte Carpaccio in Limonenvinaigrette und Keta Kaviar - Atlantik Hummer ausgelöst und in der Karkasse mit Safranschaum gratiniert - Kalbsfilet in Pancetta mit Trüffelsauce, Shii-take-Pilzen und Gratin dauphinois - gefüllte Crêpe Suzette mit Kumquatragout, Orangenfruchtsauce und Bourbon-Vanilleeis Vor dem Menü gab es als Apperitif Prosecco und Crostini, die wir selbst belegt haben (mit Gänsepastete und Shrimps). Wir haben gesehen, wie der Hummer ausgelöst wurde und durften die Karkasse dann selbst befüllen mit Hummer-Fleisch und Safranschaum. Auch die Teller-Deko wurde uns gezeigt und wir durften nachmachen. Anschließend haben wir das Kalbsfilet mit Pancetta umlegt und mit einem Faden festgebunden. Das Gratin und die Pilze wurden durch die Köche vorbereitet, weil es sonst alles zu lange gedauert hätte. Die Crêpes wurden bereits für uns vorbereitet, wir durften sie aber selbst befüllen mit Mandarinen und Orangenmarmelade. Jeder wollte die Crêpes nach seiner eigenen Art falten. Wir wurden jedoch durch das Personal eines Besseren belehrt. Gefalten wird der Crêpe in Vierteln, alles Andere ist falsch. Da es ein französisches Restaurant ist, haben wir uns nicht nur einmal "Bon Appetit" gewünscht. Da die Kollegen aber international sind, bzw. zumindest internationale Sprachen sprechen, konnten wir uns zusätzlich dazu auch noch auf polnisch und griechisch und natürlich auf deutsch guten Appetit wünschen. Wir hätten also zu jedem Gang eine andere Sprache sprechen können.  Alles in Allem sage ich: Es war wirklich ein Erlebnis und es hat sich gelohnt. So etwas Exklusives hätte ich zu Hause nie gekocht und werde ich wahrscheinlich auch nie. Wenn man also mal etwas Besonderes essen möchte, ist das Restaurant "La Buvette" empfehlenswert. Wie man von exklusivem Essen bereits weiß, sind die Teller oft so groß, dass sich das Essen darauf etwas verloren vorkommt. Trotzdem hat alles sehr lecker geschmeckt, obwohl ich vorher skeptisch war, da ich noch nie vorher Hummer gegessen habe. Und nach den 4 Gängen waren wir trotzdem satt. Ist ja häufig so, dass, wenn man über einen langen Zeitraum Kleinigkeiten isst, wird man trotzdem satt. Und Hummer schmeckt, was ich nie geglaubt hätte, wenn ich ihn nicht an diesem Abend hätte probieren "müssen". Freiwillig bestellt hätte ich ihn wahrscheinlich nie. Das einzige, was ich nicht probiert habe, war die Trüffelsauce, weil sie schon sehr streng gerochen hat. Nicht mein Fall... Wer einmal ein besonderes Event für eine Gruppe organisieren möchte und gerne kocht oder es lernen möchte, ist im Restaurant "La Buvette" in Essen sehr gut aufgehoben. Auch die Weine waren lecker, besonders der Rotwein. Sie haben die Empfehlungen passend zu den Gerichten ausgesprochen, was auch mit meinem Wein-Laien-Verständnis passend schmeckte.
Heute habe ich an der BEC Cambridge-Prüfung "Vantage" teilgenommen, nachdem ich mich ein Jahr mit meinem Kollegen darauf vorbereitet habe. Er hat bereits im August an der Prüfung mit dem Level "Higher" teilgenommen, was bereits muttersprachliches Niveau ist. Auf diesem Wege herzlichen Glückwunsch - er hat bestanden. Mit Muttersprachlern kann ich nicht mithalten, aber ich bin nah dran. Denn die Vantage-Prüfung ist eine Stufe unter Muttersprache. Dafür dass ich noch keinen beruflichen Auslandsaufenthalt hatte, ist das aus meiner Sicht schon mehr als gut. Die Prüfung fand in Köln im Brunosaal der katholischen Kirchengemeinde am Klettenberggürtel statt. Parken war dort unmöglich, deshalb ist Patrick, der eigentlich die ganze Zeit dort bleiben wollte, mit meinem Auto wieder nach Hause gefahren. War anders geplant, aber war so die beste Variante. Hätte ich das gewusst, wäre ich mit der Bahn gefahren. Die Prüfung bestand aus 4 Teilen: - Reading: Der Reading-Teil besteht wieder aus verschiedenen Teilen. Zunächst sind 4 Abschnitte vorgegeben (manchmal auch ein langer Text), denen man dann insgesamt 7 verschiedene Aussagen zuordnen muss. Anschließend findet man einen Lückentext vor, in den ganze Sätze, die als Auswahl vorgegeben sind, sinngemäß eingesetzt werden müssen. Es müssen nicht alle Sätze eingefügt werden, einer bleibt meist übrig, der nicht verwendet wird. Das macht die Sache nicht einfacher. Darauf folgend gibt es einen Text, zu dem dann Fragen beantwortet werden müssen mit jeweils drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Der vierte und aus meiner Sicht schwierigste Teil überprüft die Vokabeln. Hier muss je Satz in eine Lücke ein Wort eingefügt werden. Es bestehen 4 Auswahlmöglichkeiten, wovon nur ein Wort richtig ist. Im fünften Teil sollen überflüssige Wörter ausgesucht und in Kästchen eingetragen werden. Manche Sätze können auch richtig sein, was bedeutet, dass man in die Kästchen "correct" eintragen muss. Tipps zum Bestehen des Reading-Teils sind: Oft kommen die Wörter des Textes in einem anderen Zusammenhang in den Antwortmöglichkeiten vor. Die richtige Antwort besteht aus anderen Worten, die nicht im Text vorkommen, aber den gleichen Sinn wiedergeben. Bei der Fragenbeantwortung in Teil 3 ist es hilfreich, zunächst den Text schnell zu lesen, um die richtige Textpassage herauszufinden, den man dann ausführlich liest, um die richtige Antwort zu markieren. Um die überflüssigen Wörter zu finden, sollte man sich auf kleine Grammatik-Fehler wie überflüssige Artikel, Fürwörter und Präpositionen konzentrieren. Meine Erfahrung ist, dass dieser Teil der Prüfung der schwierigste ist, weil er wirklich viel Sprachverständnis und vor Allem Vokabeln voraussetzt. Es kommt immer auf das Thema der Texte an. Wenn es ein Thema ist, das meinen Job relativ nah betrifft, konnte ich die Fragen und Texte gut verstehen, während ich bei eher technischem Inhalt nicht viel verstehen konnte. Heute handelten meine Texte u. A. von Investitionen in Geschäftsideen, Beschreibung von 4 Firmen, usw. - Writing: Der Writing-Teil besteht aus 2 Teilen. In Teil 1 muss man eine E-Mail oder eine kurze Notiz schreiben, zu der vorab eine kurze schriftliche Einleitung bzw. Beschreibung der Situation erfolgt. Wichtig ist, dass man die vorgegebene Wörterzahl genau einhält. In unserem Fall sollte eine E-Mail an den Marketing-Leiter geschrieben werden, der ein Produkt zusammen mit einem Kunden getestet hat. Wir als Produktionsleiter sollten ihn bitten, einen Bericht zu erstellen, ihm erklären, warum wir den Bericht haben wollen und ihm mitteilen, bis wann wir ihn brauchen - das Ganze sollte zwischen 40 und 50 Wörter enthalten. Teil 2 ist entweder ein Brief, ein Bericht oder ein Vorschlag, der nicht länger als 120 - 140 Wörter sein soll. Oft ist bereits ein Schriftstück als Grundlage gegeben, z. B. eine Werbeanzeige oder eine Tabelle, an der Notizen vermerkt sind, die in unserem Schreiben vorkommen sollen. In unserem Fall mussten wir auf eine Anzeige reagieren, die ein Training anbietet zur Verbesserung der Präsentationstechniken. Als Punkte waren angegeben, dass wir die Preise erfragen sollen, die Dauer des Trainings entscheiden mit Begründung und sagen, welche Gruppe aus unserem Unternehmen das Training absolvieren soll. Gesamtzeit für den Writing-Test beträgt 45 Minuten. Zu beachten ist, dass der längere Bericht oder Brief doppelt so viele Punkte gibt als die kurze Notiz oder E-Mail. Daher sollte man auch seine Konzentration bei Zeitmangel auf den längeren Teil setzen. Hier wird besonders auf die Vielfältigkeit der Sprache und die richtige und formale Schreibweise geachtet. Der Inhalt ist dabei nebensächlich, vorausgesetzt, die notierten Punkte werden berücksichtigt. Es sollten auch Aufzählungen wie then, furthermore, finally, usw. genutzt werden und nicht immer das gleiche. Zu beachten ist, dass in Geschäftsbriefen niemals die Abkürzung verwendet wird wie z. B. We´re, sondern es wird immer ausgeschrieben: We are.... - Listening: Der Listening-Teil besteht aus 3 Teilen. Zuerst werden 3 verschiedene Unterhaltungen oder Telefongespräche vorgespielt, zu denen man in vorgegebene Formulare, z. B. Telefonnotizen, 1 oder 2 Wörter oder eine Zahl eintragen muss. Jeder Text wird einmal wiederholt. Anschließend folgt Teil 2, in dem 5 Monologe vorgetragen werden, zu denen jeweils ein kurzer Satz, ein Ort oder eine Funktion zugeordnet werden muss. Auch hier folgt eine Wiederholung, bei der man die Antworten noch prüfen und ggf. korrigieren kann. Last but not least wird eine lange Unterhaltung vorgetragen, zu der Verständnisfragen beantwortet werden müssen. In unserem Fall wurde die Gruppe geteilt, da wir (ca. 80 Prüflinge) in einem sehr großen Raum geprüft wurden, in dem es sehr hallte. Es war schon schwierig, von der Cd zu verstehen, auch wenn man wie ich vorne saß. Darüber war ich auch ganz froh. 2 Wörter habe ich nicht richtig verstanden, sonst bin ich mir bei diesem Teil relativ sicher. In den kurzen Notizen, in denen wir Lücken füllen mussten, ging es u. A. um die Vorbereitung einer Präsentation, um eine Personalentwicklungsmaßnahme und eine Anfrage an eine Zeitarbeitsfirma, in der kurzfristig 6 Zeitarbeitskräfte angefragt wurden. Die lange Unterhaltung handelte von einem Manager, der die Firma gewechselt hat und über seine Erfolge sprach. Nach dem Listening-Test hatte ich eine Pause von 1,5 Stunden, bevor ich dann im Englischen Institut in Köln den Speaking-Test absolvierte. Glücklicherweise hatte ich meine Prüfungspartnerin bereits morgens vor der Prüfung kennen gelernt, weil ich sie angesprochen habe. Schöner Zufall. Wir haben uns dann vor der mündlichen Prüfung noch etwas unterhalten, bevor wir in den Prüfungsraum gerufen wurden. Es ist hilfreich, vorher schon ein paar Worte auf Englisch gewechselt zu haben, um drin zu sein. War aus unserer Sicht sehr hilfreich. - Speaking: Die mündliche Prüfung besteht aus 3 Teilen. Zunächst fragt der Prüfer belanglose alltägliche Dinge, z. B. wo wir arbeiten, wo wir wohnen, ob wir es mögen, dort zu wohnen, wo wir mal wohnen möchten, usw. Einfacher Smalltalk. Anschließend bekommt dann jeder der beiden (oder 3) Prüflinge einen Zettel mit 3 Themen, zu denen dann ein kurzer Monolog geführt werden muss. Für die Vorbereitung hat jeder eine Minute Zeit. Anschließend muss dann eine Minute über das gewählte Thema gesprochen werden. Einige Punkte sind vorgegeben, gut ist, wenn man noch 2 weitere Punkte hinzufügen kann. Mein Thema war, wie man ein Teamevent organisiert. Gegebene Punkte waren: Art der Aktivität und Kosten. Hinzugefügt habe ich die Punkte Zusammenstellung des Teams und Ort. Die Minute habe ich gut voll bekommen und sie ging schneller rum, als ich dachte. Im Anschluss an die Rede des Prüfungspartners wird man aufgefordert, eine Frage zu stellen. Das hat bei uns beiden gut funktioniert. Der dritte und letzte Teil beinhaltet eine Diskussion zusammen. Unser Thema war, Lösungen zu finden, um Kosten für Dienstreisen einzusparen. Wie gut, dass wir uns genau dieses Thema vorher noch angesehen haben. Es hat super funktioniert und wir hätten noch länger reden können, als der Prüfer sagte, dass die 3 Minuten vorbei sind. Punkte, die wir diskutiert haben, war die Verhandlung von günstigen Hotelraten, Billigflieger nutzen, Videokonferenzen statt persönlichen Meetings und, wenn sich die Gesprächspartner gut kennen, auch Telefonkonferenzen. Es war ausgeglichen und jeder von uns hat in gleichem Maße gesprochen. Es ist hilfreich, wenn die Chemie zwischen den Prüflingen, die sich unterhalten, stimmt. Wichtig bei der mündlichen Prüfung ist, dass man auf Fragen des Prüfers nicht nur mit Yes oder No antwortet sondern immer in ganzen Sätzen. Bei der kurzen Rede sollte eine Struktur erkennbar sein, was mit Wörtern wie "First", "Than", "The most important thing is" und "Finally" möglich ist. Während der Diskussion wird besonders darauf geachtet, dass man zustimmen kann, aber auch eine andere Meinung äußern kann und man sollte den Gesprächspartner zum Reden animieren mit Fragen wie "What do you think about it" oder "Would you add something". Alles in allem habe ich ein ganz gutes Gefühl und hoffe, dass es mich nicht täuscht. Meine Ergebnisse bekomme ich Ende Januar 2009. Natürlich werde ich dann auch hier schreiben, welches Ergebnis dabei heraus gekommen ist. Der Vorbereitungskurs war wirklich klasse. Gebucht habe ich den Kurs über die RWE Academy und durchgeführt wurde er von Stevens English Training aus Dortmund. Natürlich werde ich weiterhin einen Englischkurs zu belegen. Das ist wichtig, um das Sprachniveau zu halten. Danke an alle, die daran beteiligt waren, mich auf diese Prüfung vorzubereiten. Ich hoffe, dass ich durch diesen langen Bericht viele Informationen zur BEC Prüfung geben kann. Wenn noch Fragen offen sind, können Sie sich gerne an mich wenden.
Ich nehme es mir jeden Tag vor, mache es aber eher selten: die Mittagspause im Freien zu verbringen. Daher kam dieser Artikel in der Karrierebibel wie für mich gemacht. Vielleicht um mich daran zu erinnern, die regelmäßige Mittagspause einzuplanen und einzuhalten. Nach einem Arbeitstag, an dem ich gar nicht das Gebäude verlassen habe und manchmal sogar fast nicht das Büro, fühle ich mich viel ausgepowerter als wenn ich eine Pause fern des Schreibtischs gemacht habe. Bis jetzt habe ich aber immer wieder Phasen, an denen ich die Mittagspause im Büro verbringe und mir dann mal schnell ein Brötchen esse, während ich E-Mails lese oder andere Dinge nebenbei erledige. Wie man sieht, passe ich also sehr gut in die benannte Statistik. Auch die Tipps, die im Artikel zur Ernährung stehen, sind ja eigentlich allseits bekannt und auch gut. Bei mir scheitert es jedoch immer an der Konsequenz, diese dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Viele "Ausreden" sprechen dagegen: Brötchen kaufen geht schneller als Obst oder Gemüse zu schneiden, die warmen Gerichte in der Kantine schmecken besser als Salat und wenn schon Salat dann muss es das bereits fertige Dressing sein.... Das Dressing hat dann so viele Kalorien wie ein ganzes normales Gericht. Man bildet sich danach dann noch ein, gesund gegessen zu haben und belohnt sich mit einem Schoko-Riegel oder Cappuccino. Wer kennt das nicht? Und wer dabei noch mitspielt, ist der berühmte innere Schweinehund, den es auch gilt zu besiegen. Was wir uns dabei immer vor Augen halten müssen, ist die Gesundheit, die man gut pflegen muss. Und um lange gesund und fit zu sein, geht kein Weg daran vorbei, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Abschalten und nicht nur Arbeiten spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Ich werde den Artikel zum Anlass nehmen, die Mittagspause fest in meinen Tagesplan zu integrieren und die erwähnte gesunde Ernährung mit einzubauen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - am Besten an die frische Luft. 
Sonntag, 19. Oktober 2008
Der Winter naht - die Temperaturen gehen Richtung Null - und es werden wieder Handschuhe getragen. Aber was machen wir mit den Handschuhen bei der Begrüßung? Sollten wir sie lieber ausziehen oder dürfen wir sie anbehalten? Carolin Lüdemann, Expertin für moderne Umgangsformen bei verschiedenen Medien (z.B. N24, SAT1, SWR) und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat hat hier den Knigge-Tipp der Coach-Academy für uns, mit dem wir garantiert nichts falsch machen. In dem Sinne - kommt gut durch den Winter und begrüßt Euch herzlich, ob mit oder ohne Handschuhe. 
Sonntag, 28. September 2008
Von Mittwoch, 24. September bis Freitag, 26.September 2008 habe ich an einem Seminar zum Thema "Schneller lesen und mehr behalten" von der Firma Centered Learning Deutschland teilgenommen. Gebucht habe ich das Seminar über die RWE Academy, wo viele Kurse angeboten werden, nicht nur für RWE-Mitarbeiter. Also einfach mal vorbeischauen. Die Organisation, die Informationen und der Ablauf der Seminare der RWE Academy sind sehr gut und die Veranstaltungsorte werden sorgfältig ausgewählt. Ich dann die Buchung über die RWE Academy auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Vorstellungsrunde passte zum gesamten Seminar. Der Geschäftsführer von Centered Learning Deutschland Tom Freudenthal hat uns begrüßt mit den Worten "Wir werden hier viele ungewöhnliche Dinge tun". Grund für ungewöhnliche Dinge ist, dass wir unser Verhalten (nämlich unser Lernverhalten) ändern möchten. Wenn man immer alles macht, wie bisher, dann ist es nicht möglich, ein anderes Ergebnis zu erzielen. Und alles, was nicht so ist, wie wir es immer machen, klingt erstmal verrückt. Seine Worte: "Auch, wenn es Euch verrückt vorkommt, macht es trotzdem." Und das war auch so. Die Vorstellungsrunde begann damit, dass jeder sich einen Gegenstand auswählte, die Tom mitgebracht hat. Nach kurzer Zeit zum Nachdenken sollte dann jeder sagen, warum er den Gegenstand ausgewählt hat und was dieser Gegenstand mit dem Grund zu tun haben könnte. Die Gegenstände waren z. B. Schlüsselanhänger, Kristall, Reporterschlumpf, Glaskugel, usw. Und die Zusammenhänge zum Seminar waren interessant. Der Schlüsselanhänger sollte zum Beispiel bei einem Teilnehmer dafür stehen, dass man nicht mehr so schnell vergisst und die Glaskugel, die geschliffen und ohne Ecken und Kanten war, ist als Symbol für den Wunsch, die eigenen Fähigkeiten zu schleifen, um schneller zu lesen und Informationen besser aufzunehmen. Der Reporterschlumpf stand für einen Teilnehmer, dem oft von seinen Kollegen vorgeworfen wurde, viel zu reden. Der schönste Zusammenhang war meiner Meinung nach der Kristall, der ihn viele verschiedene Richtungen gewachsen ist. Das stand für die Gedanken einer Teilnehmerin, die beim Lesen immer abschweifen in alle Richtungen. Der zweite Teil der Vorstellungsrunde war ähnlich wie "Ich packe meinen Koffer". Tom hat sich vorgestellt, in dem er ein Tier genannt hat, das mit dem gleichen Anfangsbuchstabe wie sein Name anfängt. Dann war es die Aufgabe, die Bewegung des Tiers sowie den Laut dazu nachzumachen. Der Tiger stürzt sich brüllend auf seine Beute. Der nächste musste dann den Namen, das Tier und die Bewegung des Vorgängers nachmachen, und seinen Namen, Tier, Bewegung und Laut dazuzunennen. Das ging dann weiter, bis dass der letzte (in dem Fall war ich das) in der Runde alle Namen, Tiere, Laute und Bewegungen nachmachen konnte. Ja - kurzum gesagt: die Namen konnten wir nicht mehr vergessen. Es kamen ganz interessante Tiere heraus: Marder, Panda, Hund, Regenwurm, Goldfisch, usw. Danach haben wir kurz mit Hilfe eines Mindmaps erläutert, warum es so schnell möglich war, die Namen zu behalten. Die Sinne "Hören, sehen" spielten dabei eine große Rolle sowie das eigene Wiederholen. Ja, zugegeben, ziemlich verrückt, aber effektiv! Zu Beginn haben wir eine Leseübung gemacht, um herauszufinden, wie viele Worte pro Minute wir lesen. Darauf folgten täglich zwei Schnellleseübungen, die wir auch nach dem Seminar mit dem SpeedReadingTrainer von Centered Learning am Bildschirm weiterhin durchführen können. Im Seminar waren die Schnellleseübungen jedoch ganz normal im Buch. Begonnen mit einer kurzen Entspannungsphase und einem Augentraining ging es dann zum Lesen. Das war jedoch nicht lesen im eigentlichen Sinne, denn es war bewusst so ausgelegt, dass man mit den Augen in einer bestimmten Weise über die Zeilen ging, jedoch ohne Verständnis. Einige Wörter kamen dabei in den Blick, allerdings ohne bewusste Wahrnehmung der Bedeutung. Ziel der ganzen Übung ist, dass man dem Gehirn die Information gibt, dass man nicht mitspricht und sich die Wörter in Gedanken leise vorliest. Da man in ca. 600 Worten pro Minute denkt, ist das Mitsprechen nicht mehr möglich, wenn man schneller lesen möchte. In meiner Leseübung kam heraus, dass ich 208 Worte pro Minute lese. Am Ende des Seminars haben wir diese Übung wiederholt und ich habe mich um genau 104 Worte auf 312 Wörter pro Minute gesteigert. Wie Ihr seht, die Technik hat also funktioniert. Wir haben in dem Seminar weitere Tipps bekommen, wie man sich Dinge besser merken kann. Die werde ich jedoch hier nicht verraten, denn es hat auch viel mit Kreativität und Phantasie zu tun, die man im Erwachsenenalter erst wieder aufdecken muss. Bei vielen ist es so, dass sie als Kinder eine große Phantasie haben, die dann im Laufe der Schulzeit durch Fakten und feste Strukturen verschüttet wird. Dieses Seminar hat mir geholfen, die Phantasie ein Stück weit wieder ans Tageslicht zu holen. Und aufgrund dieser Techniken hatte ich z. B. in 3 Minuten die Möglichkeit, die letzten 10 Präsidenten der USA auswendig zu können. Auch 3 Tage nach dem Seminar kann ich sie noch aufzählen.des Gehirns, die verschiedenen Arten von Wissen und Wissensaufnahme erfahren. Der wichtigste Punkt für mich war jedoch zu erkennen, wie ich ein Fachbuch oder einen fachlichen Text so aufteile, dass ich sogar Spaß und Interesse am Lernen habe. Das ist nicht so daher geschrieben sondern wirklich war. Es hat mir geholfen, dass ich mit Freude an meine Unterlagen gehe, auch wenn das Thema mal nicht so interessant ist. Was beim Lernen hilft, ist der SpeedLerningService von Centered Learning. Dieses Programm hilft dabei, um Fakten zu lernen. Zuerst muss die Erfassung der Fakten erfolgen, was schon eine erste Wiederholung ist. Anschließend erstellt das Programm aus den Fakten Multiple-Choice-Fragen, die beantwortet werden müssen. Im dritten Schritt werden dann nur die einzelnen Fakten aufgeführt und der Nutzer muss selbst die Antwort geben. So haben einige Teilnehmer in 16 Stunden 1000 Fakten gelernt. Super nutzbar für Detailwissen, das zunächst außerhalb eines Zusammenhanges steht. Ich kann mir vorstellen, dass es geeignet ist, um Jahreszahlen, Prozentzahlen, Vokabeln, usw. zu lernen. Wenn man sich dort anmeldet, hat man auch Zugriff auf die Lektionen, die andere Nutzer für sich angelegt haben. Ich werde das Programm in der nächsten Zeit nutzen und Euch gerne auch darüber berichten, wie es funktioniert und was ich gelernt habe. Diese SpeedLearningMachine gibt es auch speziell für englische Vokabeln. Hier findet Ihr mehr dazu. In weiteren Abschnitten des Seminars haben wir viel über die Funktionsweise von Mindmaps und auch den Sinn dahinter gesprochen. Ich habe nun endlich verstanden, wozu sie hilfreich sind und werde sie auch in meinem Alltagsleben und vor allem beim Lernen einsetzen. Etwas Besseres als Notizmöglichkeit gibt es nicht, da das Mindmap auf gehirngerechtes Arbeiten zielt. Gerade für Leute, die vor einer Prüfung stehen, hat die Firma Centered Learning noch ein Tool entwickelt, das sich "Der Lernplaner" nennt. Es ist so aufgebaut, dass man pro Fach die Seitenanzahl eingibt, die man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. B. bis zur Prüfung) durcharbeiten muss. Der Lernplaner rechnet dann auf 6 Tage pro Woche herunter (ein Tag dient für Hobbys, Freunde treffen oder andere Dinge - alles außer lernen), wieviel man pro Tag lesen und lernen sollte. Dann gibt man die Istzahl ein und der Lernplaner errechnet dann die Soll-Zahlen für die Folgetage. Beispiel: ich soll 30 Seiten pro Tag lesen, schaffe aber an einem Tag nur 20 Seiten, dann werden die restlichen 10 Seiten auf die übrigen Tage verteilt. Schaffe ich an einem Tag mehr als 30 Seiten, werden diese dann an den Folgetagen abgezogen. Man kann hier eine Vorbereitungszeit von bis zu 12 Wochen eintragen. Wenn man längere Zeit hat bis zur Prüfung ist es sinnvoll, den Stoff in kleinere Unterkapitel zu teilen und diese dann über den Lernplaner zu organisieren. Hier gibt es den Lernplaner als kostenlosen Download. Für mich als Fernstudentin sehr hilfreich. Ich wollte mir nämlich so ein Tool selbst basteln - dadurch, dass die Firma Centered Learning es anbietet, habe ich viel Zeit gespart. Es gibt noch ein kostenloses Produkt, das Lesemanifest. Dazu habe ich bis jetzt keine Erfahrungen. Vielleicht demnächst mal. Die Neuro-Cd hat Tom Freudenthal im Angebot, die sich um Meditation und Entspannung dreht. Ich habe mir die Cd gekauft. Sie versetzt die Gehirnwellen in einen Zustand, in dem man ruhig, entspannt und gelassen ist. Auch diese Entspannung gehört zum Lernen dazu, denn Stress ist eine Lernblockade. Es ist eine Art Hypnose, in der man durch das Unterbewusstsein Impulse bekommt, um schneller zu lesen und mehr zu behalten, also kurz gesagt, um das Gehirn auf eine höhere Informationsaufnahme vorzubereiten. Hier gibt es mehr Informationen dazu. Zum Abschluss haben wir noch ein Heft bekommen, das sich das "60-Tage-Integrationsprogramm" nennt. Da nun schon 2 Tage nach dem Seminar vergangen sind, kann ich sagen, dass dieses Heft die Inhalte des Seminars wirklich in den Alltag integrieren kann. Jeden Tag 15 Minuten Zeit nehmen, sich das Heft zur Hand nehmen und die Inhalte des Seminars aktiv durchführen. Jeden Tag wird eine andere Übung aus dem Seminar wiederholt - und die Schnellleseübung durchgeführt. Und ich kann bestätigen, dass es nicht länger als 15 Minuten dauert. Über meine weiteren Erfolge mithilfe dieser Techniken halte ich Euch auf dem Laufenden. Den Selbstlernkurs gibt es hier. Fazit: Das Seminar war wirklich sehr hilfreich und interessant. Es war immer abwechslungsreich, so dass es auch in 3 Tagen nie langweilig wurde. Der rote Faden war trotzdem stets erkennbar. Ich kann das Seminar jedem weiterempfehlen, der mehr Informationen in kürzer Zeit aufnehmen möchte. Mehr zu den Seminaren von Tom Freudenthal findet ihr hier. Nachtrag vom 29. September: Tom Freudenthal von Centered Learning hat mein Feedback in seiner Seite eingebunden. Hier geht´s zum Feedback.
Dienstag, 16. September 2008
"Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.“Dieter Hildebrandt (*1927), dt. Kabarettist Gefunden auf der Internetseite der Fernuni Hagen Na ja, dann hab ich ja alles richtig gemacht - Bildschirmarbeitsplatz und zu Hause lernen am Bildschirm für das Fernstudium. 
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