Donnerstag, 22. April 2010
Ich frage mich in der letzten Zeit öfter mal, ob wir dank der neuesten Technik-Standards zu oft auf unpersönliche Art und Weise kommunizieren.
Wie oft schreibt Ihr eine E-Mail, obwohl es schneller gehen würde, mal eben anzurufen oder sogar persönlich vorbeizugehen? Ich meine jetzt nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch privat. Ist es nicht viel schöner, wenn man sich unkompliziert unterhalten kann - persönlich oder am Telefon? Nicht nur, dass man sich oft viel schneller das Neueste erzählen kann sondern es gibt auch bei telefonischen Gesprächen nicht so viele Missverständnisse. Außerdem kann man am Telefon gemeinsam lachen oder auch Mitgefühl äußern, wo hingegen man sich in der E-Mail-Kommunikation nur mit Smilies weiterhelfen kann, die auch nicht besonders aussagekräftig sind.
Und ist nicht jemand von Euch schon mal auf die Idee gekommen, der Kollegin im Nachbar-Büro oder sogar im gleichen Büro kurz eine E-Mail zu schicken? Klar sind wir von Natur aus bequem, aber macht das wirklich einen Sinn? Ich schließe mich davon nicht aus, denn es passiert mir auch schon mal. Ich möchte es mir jedoch bewusster machen und wann immer es möglich ist, darauf verzichten.
Was oft ein Argument für die E-Mail-Kommunikation ist, ist die Dokumentation. Aber ganz ehrlich: wieviele unserer täglich verfassten E-Mails müssen wirklich dokumentiert werden? Ich denke, dass es ein minimaler Anteil ist. Eine weitere beliebte Angewohnheit ist, die Information der E-Mail im CC-Feld an viele andere zu senden. Es ist unglaublich, wieviele E-Mail-Empfänger in dem CC-Feld stehen? Ob sie das wirklich alle wissen müssen und wollen? Und vor allem, ob sie alle wirklich Zeit haben, das zu lesen? Ich finde, es ist eine Überlegung wert, weil immer mehr E-Mails in den Postfächern ankommen. Wir sollten darüber nachdenken, ob wirklich so viele Kopieempfänger nötig sind und ob "an alle antworten" einen Mehrwert liefert.
Ich habe mir angewöhnt, die E-Mails teilweise nur noch zu überfliegen und abzulegen, wenn sie mich nicht direkt betreffen. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Müssen alle E-Mails abgelegt werden und nach welchem Muster? In den letzten Monaten habe ich selten eine E-Mail noch einmal gebraucht. Wenn ich Dokumente verschicken musste, habe ich diese sowieso an einem Speicherort abgelegt. Wofür also die E-Mails auch noch alle ablegen? Man könnte sie ja noch einmal brauchen. Ja, kann sein - aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?
Unter meinem E-Mail-Postfach befinden sich einige Unterordner, die nach Schlagworten sortiert sind. Da werden einige E-Mails abgelegt, aber Vorgänge, die für mich abgeschlossen sind, werden dann auch wieder gelöscht. Sicher könnte ich noch viel mehr löschen, aber irgendwie sind die Gedanken "brauch ich es vielleicht doch nochmal" manchmal zu stark.
Für meinen Privatbereich möchte ich gerne viel lieber mal telefonieren, statt Abende damit zu verbringen, E-Mails zu versenden oder beantworten. Das kann natürlich dazu führen, dass wir nicht mehrmals pro Woche in Kontakt stehen, was manchmal per E-Mail so ist. Jedoch finde ich es am Telefon oder persönlich viel effektiver, dass wir uns austauschen können. Auf Fragen kann sofort geantwortet werden, Termine können leichter abgestimmt werden und auch der Austausch ist angenehmer und persönlicher. Ich denke, dass ein Anruf in 2 Wochen oder einem Monat mehr bringt als 10 E-Mails. Lasst es uns ausprobieren.
Ich freue mich auf Eure Kommentare, welche Erfahrungen Ihr mit der E-Mail-Kommunikation habt und wie Ihr damit umgeht. Und ich freue mich auf Eure Anrufe, die Ihr sonst auf die Idee kommen würdet, mir kurz eine E-Mail zu schicken. 
Freitag, 4. September 2009
Ich habe ein Probeabo des Leverkusener Stadtanzeigers abgeschlossen. In der Bahn lese ich die Zeitung dann morgens auf der Hinfahrt.
Vor einigen Tagen muss ein Artikel in der Zeitung abgedruckt gewesen sein, der "Das Patriarchat lebt" hieß. Er handelte von Berichten aus dem Buch "Herrscharftszeiten", das im DuMont Buchverlag erschienen ist. Den Artikel habe ich leider nicht gelesen, weil ich zu der Zeit die Zeitung noch nicht abonniert hatte. Ein paar Tage später durfte ich aber die Leserbriefe dazu lesen.
Es wurden verschiedene Meinungen dazu geschrieben. Die erste Leserin schrieb, dass "wir Frauen immer noch darauf warten, dass die Männer uns auf den Thron zu ihrer Rechten hieven.....". Was aus ihrer Sicht dann passieren wird, ist, dass wir uns damit zufrieden geben müssten, nur schmückendes Beiwerk zu sein, wenn wir nicht unsere als "mutige Frauen die agressive Seite unserer Persönlichkeit bestens integriert haben". Grund dafür ist auch die klare Rollenverteilung, die bereits in frühen Kinderzeiten durch die Eltern geprägt wird. Mädchen werden erzogen "schöner als die anderen zu sein", so schreibt es die Leserin. So klappt das jedoch nicht mit der feministischen Vorstellung, denn "Prinzessinnen werden keine Chefs".
Die nächste Leserin schreibt, dass die Jungs in ihrer Familie nicht zur Hilfe im Haushalt gezogen wurden. Dafür gab es doch Frauen im Haushalt. Und die Mädchen mussten doch nicht unbedingt eine Ausbildung machen; sie konnten ja im elterlichen Betrieb aushelfen, während der Sohn eine vernünftige Ausbildung machen sollte und sich ansonsten nicht anstrengen sollte. Interessanter wird aber dann noch, dass sich die Leserin für ihre eigene Kindererziehung fest vorgenommen hat, diese Muster nicht fortzuführen. Und dann kommt es doch anders. Wenn der Sohn sich anbietet, Dinge im Haushalt zu erledigen, war sie entsetzt. Sie schreibt als letzten Satz die Feststellung "Mir ist bewusst geworden, was aus meinem Vorsatz mit der Erziehung geworden ist".
Die dritte Leserin schreibt über ihre Erfahrung als Angestellte in einem Ganztagsjob, Mutter und Ehefrau und widerlegt somit die scheinbare Vorstellung der Männer, dass Frauen dabei noch schön sein sollen. Weiterhin spricht sie an, dass Frauen weniger als Männer verdienen. Außerdem beschreibt sie die Sparmaßnahmen, die der traditionellen Familie entgegenwirken. Sie sagt, dass es wichtig ist, "dagegen anzukämpfen, Neues auszuprobieren", was das Zusammenleben betrifft. Denn "wenn nan sich auf den Staat verlässt, ist man verlassen", schreibt sie in ihrem Leserbrief als letzten Satz.
Ich finde, dass alle 3 Leserinnen irgendwie Recht haben. Wir Frauen müssen uns besser verkaufen, an uns glauben, weniger harmonieorientiert sein und etwas "mehr Ellebogen und Egoismus" anwenden. Wir meinen immer, dass ein solches Verhalten zu egoistisch ist; dabei kommt es uns oft nur so vor. Ein gesundes Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen würde uns nicht schaden. Nur so können wir unsere Ziele erreichen und weiterhin die feministische Vorstellung leben, irgendwann genauso viel zu verdienen und genauso erfolgreich zu sein wie unsere männlichen Kollegen. Aus meiner Sicht hat es viel mit unserer Einstellung zu tun. Durchsetzungsvermögen und Werbung in eigener Sache kommt uns Frauen oft schon egoistisch und eigennützig vor, was oft gar nicht so ist. Auch müssen wir an unseren Formulierungen arbeiten. "Würde, hätte gerne, möchte, könnten" kommt bei Männern nicht an. Männer wollen einfach hören, was Sache ist und kommen mit Weichmachern nicht so gut klar. Was für uns höflich klingt, hört sich für Männer eher wie ein Wunsch an oder ein Bitten, das sie aber auch ablehnen können. Direkte Aussagen ohne viele Weichmacher mit klaren Inhalten bringen uns sicherlich schon ein paar Schritte weiter.
Also, liebe Kolleginnen, arbeiten wir gemeinsam daran, "ein bisschen weniger Prinzessin und weniger gutmütig (harmoniebedürftig) zu sein und ein bisschen mehr für uns selbst einzustehen und uns in eigener Sache einzusetzen". Es geht auch freundlich, aber bestimmt, statt es lieb, nett und bittend zu formulieren. Und was soll passieren, wenn wir uns mal durchsetzen und kräftige Argumente bringen? Ja, genau; es kann nichts passieren, was uns nicht gefällt. Es wird vermutlich eher dazu führen, dass wir respektiert werden und unsere Ziele erreichen können. Was wollen wir mehr? 
Sonntag, 29. März 2009
Dieses Zitat kam für mich wie gerufen, weil ich mich selbst schon viel damit beschäftigt habe. Ich habe es in einem Newsletter von Nuno Assis bekommen, dessen Motto es ist "Die Qualität unserer Fragen bestimmt die Qualität unseres Lebens". Es wird jede Woche eine Frage per E-Mail geschickt, die dann mit speziellen Erläuterungen und Tipps ausgeschmückt wird. Dieses Zitat kommt aus der E-Mail mit der Frage "Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Welt neu erschaffen?".
Ein Profi ist ein Mensch, der selbst dann in der Lage ist seine beste Leistung zu erbringen, wenn er sich nicht danach fühlt oder es ihm nicht gut geht. (Quelle)
Ich habe schon immer Kolleginnen und Kollegen bewundert, denen man nicht anmerkt, wie sie sich fühlen und trotzdem täglich mit gleichem Ehrgeiz und gleicher Kompetenz die Arbeit erledigen. Mir sagt man so etwas auch nach, dass ich meine Arbeit gut erledige und man mir nicht anmerkt, ob ich heute "einen schlechten Tag" habe. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das direkte Umfeld (die direkten Kolleginnen bzw. Kollegen, der Chef, falls man nah mit ihm zusammen arbeitet, aber natürlich auch die Familie) wissen sollte, wenn es einem nicht so gut geht. Den Grund muss man ja nicht immer nennen, wenn es zu persönlich ist. Sie sollten es aus dem einfachen Grund wissen, dass nicht alle Worte auf die Goldwaage gelegt werden, sondern ein nicht ganz angebrachter Tonfall nicht böse aufgefasst wird. Jeder darf sich meiner Meinung nach einen schlechten Tag erlauben, was aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass man Verständnis für die schlechten Tage Anderer hat. Es darf nur nicht zur Ungewohnheit werden: Ein schlechter Tag pro Woche ist definitiv zu viel. Ich wünsche Euch allen wenig schlechte und viele gute Tage und gleichzeitig das Verständnis für schlechte Tage der Mitmenschen.
Sonntag, 18. Januar 2009
Der erste Eindruck spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Begegnung mit Menschen. In den ersten ein bis acht Sekunden verschafft man sich einen ersten Eindruck von einer Person. Dieser Eindruck kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ob es um die Begegnung in einem Vorstellungsgespräch, einem neuen Kunden oder den neuen Kollegen geht, überall ist der erste Eindruck entscheidend über den weiteren Verlauf. Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an: - Das Erscheinungsbild: Kleidung, Frisur, Farben, Make-Up, Accessoires - all diese Dinge sollten nicht übertrieben sein und man sollte sich damit wohlfühlen. - Das Auftreten: Mimik, Gestik, Haltung, Blicke - Mimik freundlich, Haltung aufrecht und selbstbewusst und am Besten Blickkontakt halten - Die ersten Sätze: Begrüßung, Stimme, Lautstärke und Verständlichkeit - und natürlich nicht zuletzt, was gesagt wird - freundliche Begrüßung, kräftige, aber nicht überlaute Stimme, deutlich und eine ansprechende Formulierung - Der Duft: Parfüm, Seifen, Cremes... in dezentem Maße wirken sie angenehm. Zu viel davon schreckt jedoch ab. - Der Hautkontakt: ist der Händedruck fest oder leicht, ist die Haut trocken oder feucht, kalt oder warm? Ein wichtiger Tipp ist: Immer freundlich sein und zunächst etwas zurückhalten. Beobachten und zuhören wirkt besser als gleich "mit der Tür ins Haus zu fallen". Man sollte Interesse an den Aussagen des Gegenübers zeigen. Über sich selbst kann man später immer noch reden. Wichtig ist auch, dass man sich nicht verstellt, sondern sich so verhält, wie man wirklich ist. Wenn der erste Eindruck einmal daneben gegangen ist, ist es sehr schwer, diesen wieder zu korrigieren. Quelle: Sekretaria-Newsletter
Freitag, 16. Januar 2009
Jetzt erscheinen sie wieder in vielen Terminkalendern: Jahresgespräche, Feedbackgespräche, Mitarbeitergespräche oder Zielvereinbarungsgespräche - verschiedene Bezeichnungen und doch inhaltlich ziemlich ähnlich. Es geht um den Rückblick auf das vergangene Jahr und natürlich besonders um die Planung für das neue Jahr. Es wird die Teilnahme an Seminaren vereinbart, die Ziele gesteckt und nicht zuletzt ein Feedback gegeben - am Besten gegenseitig. Das sollte natürlich ehrlich und konstruktiv ablaufen. Eine gute Vorbereitung zu diesem Gespräch ist sehr wichtig. Man sollte das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich Fragen stellen wie: - Was habe ich besonders gut erledigt? Wo war ich erfolgreich? - Was hätte besser laufen können? Wo habe ich Verbesserungspotenzial? - Welche Seminare möchte ich gerne besuchen (bestenfalls sollte es auch mit dem Punkt Verbesserungspotenzial in Verbindung gebracht werden)? - Welchen Nutzen haben die Seminare für die Firma/ den Chef/ für mich und meinen Job? - Welche Ziele könnte ich mir vorstellen? Einige Vorschläge dafür kommen sicherlich gut an. Die Ziele sollten aber nicht zu einfach sein, sondern schon eine gewisse Herausforderung darstellen. Wichtig ist dabei die Messbarkeit und die konkrete Definition. Es ist hilfreich, über die Seminare, die man besuchen möchte, Unterlagen mitzubringen, in denen das Datum, der Titel, die Inhalte, die Ziele und der Preis zu erkennen sind. Die Argumente sollten sachlich sein. Überlegungen zu möglichen Gegenargumenten und ein Kompromissvorschlag sollten ebenfalls vorhanden sein. In diesen Gespräche kann sehr gut ein Fremd- und Selbstabgleich erfolgen. Der Chef kann eine Einschätzung geben, wie die Mitarbeiterin/ der Mitarbeiter wirkt und wie die Aufgaben erledigt werden. Dabei sollte man für jede Aussage des Chefs dankbar sein, auch wenn er manche Dinge hervorhebt, die wir besser machen können. Gerade daraus können wir lernen. Klar hört man Lob lieber als Kritik; die gute Mischung macht´s. Mithilfe von konstruktiver Kritik können wir viel lernen und mit verschiedenen Situationen besser umgehen. Lob motiviert und bestärkt den Mitarbeiter. Wenn es speziell um Zielvereinbarungen geht, habe ich vor einiger Zeit mal einen Artikel über "Zielvereinbarungen für Sekretärinnen" geschrieben. Hier ist er zum Nachlesen. Viel Erfolg bei den Gesprächen, wie auch immer sie genannt werden! Nicht die Bezeichnung, sondern der Inhalt zählt.
Montag, 1. Dezember 2008
Jeden Tag lese ich viele E-Mails und auch einige Briefe mit mehr oder weniger passenden Grußformeln. Da kommt dieser Artikel in der Karrierebibel wie gerufen. Mails mit MFG oder LG nerven mich in der letzten Zeit schon extrem, weil es auch immer mehr wird. Jeder meint, Zeit sparen zu können, durch solche Abkürzungen. Dabei wirkt es aus meiner Sicht eher eilig und wenig wertgeschätzt. Ich bin der Meinung: "So viel Zeit muss sein", sonst sollte ich lieber schnell anrufen oder gar nicht erst schreiben. Die freundliche Begrüßung/Anrede mit Benennung des Namens gehört für mich genauso dazu wie eine kurze Einleitung wie "Hoffentlich hatten Sie ein schönes Wochenende" oder "Ich hoffe, es geht Ihnen gut". Diese beiden Sätze sind allerdings nur angebracht, wenn man sich kennt oder schon mal persönlich begegnet ist. Vorausgesetzt, dass man es ernst meint - sonst sollte man es sich sparen. Was bei mir auch nicht so gut ankommt ist die Anrede "Liebe(r) Frau oder Herr xxx". Das hat aus meiner Sicht im geschäftlichen Schriftverkehr nichts zu suchen. Es hat aus meiner Sicht immer einen leicht unterschwelligen Ton - vor Allem wenn in der E-Mail eine nicht eingehaltene Frist kritisiert wird, die dann mit einer Anrede "Lieber ...." beginnt - passt irgendwie nicht zusammen. Ich denke oft darüber nach, wie die Formulierung auf den Empfänger wirkt - auch wenn es etwas länger dauert. Im Gegenzug dazu bin ich wirklich verwundert, wie schnell und unbedacht manche Leute ihre E-Mails verfassen und ohne sie durchzulesen, den Senden-Knopf betätigen. Wie soll das nur weiter gehen? Zukünftig lassen wir wahrscheinlich auch noch die Satzzeichen weg, nutzen keine Großbuchstaben mehr und kürzen noch mehr Worte ab - in der Hoffnung, dass unser Gegenüber uns versteht.
Sonntag, 19. Oktober 2008
Der Winter naht - die Temperaturen gehen Richtung Null - und es werden wieder Handschuhe getragen. Aber was machen wir mit den Handschuhen bei der Begrüßung? Sollten wir sie lieber ausziehen oder dürfen wir sie anbehalten? Carolin Lüdemann, Expertin für moderne Umgangsformen bei verschiedenen Medien (z.B. N24, SAT1, SWR) und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat hat hier den Knigge-Tipp der Coach-Academy für uns, mit dem wir garantiert nichts falsch machen. In dem Sinne - kommt gut durch den Winter und begrüßt Euch herzlich, ob mit oder ohne Handschuhe. 
Sonntag, 7. September 2008
Gerade ich als Fernstudentin bin auf eine sehr gute Planung und Organisation angewiesen. Aber auch ohne Studium neben dem Job ist es hilfreich, eine gute Planung zu haben, um die Work-Life-Balance hinzubekommen. Genau das habe ich in zahlreichen Seminaren in diesem Semester gelernt. Ob es nun ein Seminar zum Wissenschaftlichen Arbeite, zu "Leichter lernen lernen" oder zum Selbst- und Zeitmanagement war, überall ist das Thema Planung angesprochen worden. Deshalb habe ich mir ein Muster für einen Wochenplan erstellt, mit dem die Organisation leichter fällt. Hier findet Ihr das Muster zum Download. Es handelt sich dabei nicht um einen Plan, der nur für den Job anzuwenden ist, sondern wirklich für den ganzen Tag. Wichtig dabei ist, dass man sich nicht nur Aufgaben in den Wochenplan schreibt, die unangenehm sind und schwer von der Hand gehen, sondern auch Aktivitäten, auf die man sich freut und die einen Ausgleich zu Lernen und Job schaffen. Genauso wichtig sind Pufferzeiten, falls etwas länger dauert als geplant. Ich habe mir auch vorgenommen, am Ende jeden Tages ein Review über den Tag und am Ende der Woche ein Review über die Woche durchzuführen, um mir Gedanken zu machen, was gut und auch nicht so gut geklappt hat. Das hat den Vorteil, dass ich diese Erkenntnisse in die Planung für die Folgewochen mit einbeziehen kann. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Anwendung und freue mich auf Anmerkungen, wenn Ihr Verbesserungsvorschläge habt.
Dienstag, 2. September 2008
"In gewissen Momenten, bedeuten Worte nichts; es ist der Ton in dem sie geäußert werden." Paul Charles Joseph Bourget War ein französischer Schriftsteller. geboren 02.09.1852 in Amiens (Somme), Frankreich gestorben 25.12.1935 in Paris (Île-de-France), Frankreich Quelle
Sonntag, 31. August 2008
Was ist eigentlich berufliches Coaching und für wen ist es empfehlenswert, geeignet oder sogar wichtig? Darüber habe ich in der Zeitschrift working@office einen Artikel gelesen. Kurz gesagt geht es um Verhaltensweisen, Problemlösungen oder neue Sichtweisen auf Dinge und Situationen, die durch Erziehung oder persönliche Entwicklung verdrängt wurden. Geeignet ist Coaching für verschiedene Berufsgruppen: Ob Führungskräfte, Assistent(inn)en oder Sachbearbeiter - alle können vom individuellen Coaching profitieren. Beispiele für Fälle, bei denen ein Coaching Wunder wirken kann, sind z. B. Mitarbeiter, denen nach langer Zeit am gleichen Arbeitsplatz energielos geworden sind oder sich nicht ausgelastet fühlen. Burn-Out und Bore-Out sind zwei Fälle, die Coaches in den letzten Jahren immer mehr beschäftigen. Auch Mitarbeiter, die Selbstzweifel aufbauen, weil das Feedback fehlt oder sie nicht genügend Anerkennung bekommen, können durch ein Coaching neue Perspektiven entwickeln. Darüber hinaus kann ein Coach auch in Anspruch genommen werden, wenn es um einen neuen, ganz anderen, Job geht, in dem mehr Verantwortung auf den Mitarbeiter zukommt. Hier können neue Verhaltensweisen antrainiert werden, um die neue Herausforderung professionell zu meistern. Bei jeder Art von Coaching geht es um die Bestärkung und den Ausbau der eigenen Fähigkeiten. Als Erstes sei gesagt, dass jemand, der ein Coaching in Anspruch nimmt, dadurch nicht automatisch zugibt, die Situation nicht meistern zu können. Es in Anspruch zu nehmen, ist keinesfalls negativ, sondern kann sich nur positiv bemerkbar machen. Viel mehr geht es um die Selbstbeleuchtung, die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit und der Auflösung von festgefahrenen Verhaltensweisen. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Coachings ist der Wunsch, etwas zu verändern. Denn ohne dass man selbst etwas erreichen möchte, kann der Coach auch nichts erreichen. Doch wie findet man nun den richtigen Coach? In vielen Firmen hat die Personalabteilung einen Überblick über Coaches, die in der Nähe sind, oder mit dem das Unternehmen bereits zusammen arbeitet. Doch auch im Internet präsentieren sich immer mehr Coaching-Unternehmen mit einem Überblick über Leistungen und auch Referenzen. Am hilfreichsten ist jedoch die Empfehlung einer guten Freundin oder eines guten Freundes, von Kollegen oder vom Chef. Nicht jeder möchte allerdings sofort zum Personalchef gehen, um sich einen Coach vermitteln zu lassen, daher ist das Internet oder das private Umfeld eine alternative Möglichkeit, um fündig zu werden. Zunchst wird zwischen Coach und Kunden vereinbart, was verändert werden soll. Dabei stellt der Coach z. B. Fragen wie: "Was soll nach dem Coaching besser laufen?", "Was darf auf gar keinen Fall passieren?", "Was ist Ihnen innerhalb des Prozesses besonders wichtig?", usw. Anschließend erfolgt die gemeinsame Lösungserarbeitung, das Herausfinden von Blockaden und Gründen für unerwünschte Verhaltensweisen. Dabei bringt der Coach seinem Kunden die Sicht auf eigene Wünsche, Ziele und evtl. auch Probleme wieder näher, die durch Stress, eingefahrene Verhaltensmuster oder auch Erziehung versperrt ist. Eingesetzt werden dabei unterschiedliche Techniken, die von Ausbildung und Methoden sowie vom Thema abhängen. Der Erfolg hängt jedoch nicht von der eingesetzten Technik, sondern viel mehr von der Persönlichkeit und dem Einfühlungsvermögen des Coaches ab. Die Dauer des Coachings ist sehr unterschiedlich. Es kann ein Tag im Unternehmen sein, der durch den Coach begleitet wird. Nach Vereinbarung von verschiedenen Verhaltensänderungen kann nach einer gewissen Zeit dann noch ein Review stattfinden, in dem Schwierigkeiten und Erfolgserlebnisse besprochen werden. Es können aber auch mehrere halbe Tage angesetzt werden, die auf einen bestimmten Zeitraum verteilt werden. Eine andere Möglichkeit ist, wöchentlich Sitzungen von 1 - 2 Stunden durchzuführen. Nach 5 - 10 Wochen sollte sich jedoch auch hier der gewünschte Erfolg einstellen. In dem Artikel wird davon abgeraten, Coaching zu einem Dauerthema werden zu lassen. Es kommt jedoch meiner Meinung nach immer darauf an, welches Ziel man hat - so kann das eine Ziel länger dauern und das andere Ziel schneller erreicht werden. Meistens stellt sich jedoch sehr schnell ein Veränderungsprozess ein. Oft kann es auch passieren, dass man schnell wieder in alte Veraltensmuster zurück fällt, wenn man die neuen noch nicht verinnerlicht hat. So kann der Prozess dann doch etwas länger dauern. Der Erfolg eines Coaches ist schwer messbar. Entweder die Veränderung stellt sich sehr schnell ein oder man braucht erst eine Zeit, bis sich das gewünschte Ziel einstellt. Am Besten sollte man immer auf sein eigenes Gefühl achten: "Wie geht es mir nach dem Coaching?", "Habe ich neuen Mut bekommen, Dinge anzugehen?", "Habe ich spezielle Ideen bekommen, wie ich meine Situation erfolgreich meistern kann?". Oft wirkt das Coaching noch lange nach und einem fallen im Nachhinein noch viele Gedanken dazu ein, die man dann am Besten sofort aufschreibt, um diese wertvollen Ideen nicht sofort wieder zu vergessen. Und nun zu den Kosten: Ein Coaching im Firmenbereich kostet zwischen 100 und 150 Euro pro Stunde. Im privaten Bereich kann die Stunde auch zwischen 60 und 80 Euro liegen. Eine effiziente Arbeitsweise ist jedoch von jedem guten Coach zu erwarten, um nicht die Kosten durch eine lange Dauer in die Höhe zu treiben. Ein Coaching ist sehr individuell und die Themen werden von Fall zu Fall unterschiedlich vereinbart. Ergebnisse bei einem Kunden mit Selbstzweifeln kann neue Motivation und Spaß an der Arbeit sein. Wenn sich bei einem Kunden Energielosigkeit und Langeweile einstellt, kann ein Coaching bewirken, dass man durch eine Weiterbildung wieder neue Kraft schöpft und der Wunsch, in ein anderes Aufgabengebiet zu wechseln, bestärkt wird. Zufriedene und engagierte Mitarbeiter sind erfolgreicher und strahlen mehr Selbstbewusstsein aus. Das ist nicht nur für den Mitarbeiter selbst, sondern auch für das Unternehmen, gut. Denn zufriedene Mitarbeiter sind leistungsfähiger. Was sich jeder, der ein Coaching in Anspruch nimmt, bewusst machen muss, ist, dass die Veränderung von Verhaltensweisen nicht mal eben so möglich ist, sondern viel Eigeninitiative erfordert. Oft werden durch das Coaching auch Probleme entdeckt, die in der Kindheit oder der Jugendzeit entstanden sind, durch Erziehung oder familiäre Glaubenssätze. Jeder, der sich coachen lässt, muss bereit sein, sich selbst zu begegnen. Der große Vorteil des Coaches ist, dass er eine objektive Sichtweise auf die Dinge und Verhaltensweisen hat und so unvoreingenommen urteilen kann. Trotzdem ist es besonders wichtig, sich selbst immer dabei zu beobachten und auf das Bauch-Gefühl zu achten. "Ist mir der Coach sympathisch, hat er eine freundliche und herzliche Art und ist darauf bedacht, mich in meinem Ziel zu unterstützen?" Denn der Kunde möchte ja nicht nach dem Coaching um 180 Grad umgedreht werden, sondern immer noch er oder sie selbst sein und so auch auf andere wirken. Obwohl ich oben geschrieben habe, dass es sich nur positiv bemerkbar machen kann, wenn man es in Anspruch nimmt, habe ich auch schon negative Erfahrungen damit gemacht. Es handelte sich dabei um das Coaching eines Menschen in meinem Umfeld. Ich habe dieses Umfeld dann verlassen, weil es für mich unerträglich war, diese starke "Verbiegung" eines Menschen mitzuerleben. Negative Auswirkungen stellen sich immer dann ein, wenn ein Coach nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften seines Kunden stärkt, sondern ihm Verhaltensweisen anerzieht, die überhaupt nicht zu der Persönlichkeit passen. So wirkt nach dem Coaching der Kunde nämlich nicht mehr authentisch, sondern aufgesetzt und gespielt. Der Coachee selbst merkt es dann selbst aber nicht, sondern nur seine Mitmenschen, die direkt mit ihm zusammen sind und die ihn auch vor dem Coaching schon kannten. Ob ein Mensch ehrlich ist und sich seinem Denken und Fühlen entsprechend verhält, fällt ganz schnell auf.
Donnerstag, 21. August 2008
"Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen." Franz von Sales War Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer. geboren 21.08.1567 in Schloss Sales (Annecy), Frankreich gestorben 28.12.1622 in Lyon (Rhône-Alpes), Frankreich Quelle Dazu möchte ich auch selbst noch etwas schreiben, weil ich über diese Tatsache sehr oft nachgedacht habe. Wie Ihr vielleicht wisst, oder jetzt erfahren habt, lese ich gerne Bücher, die Verhaltensweisen und Psychologie betreffen. Und dieses Zitat passt wieder genau in meinen Interessensbereich. Fragen, die dabei zu stellen sind, können folgende sein: Woher will ich wissen, dass das, was ich da an anderen kritisiere (ob ich das ausspreche oder auch nur denke ist dabei egal), für sie auch ein Fehler ist. Für mich sieht es vielleicht falsch aus, aber für sie ist es genau der richtige Weg. Das hängt immer davon ab, welche Ziele ich habe, welche Ansprüche ich mir selber stecke, welche Erwartungen ich an mich habe und ob die Erwartungen der anderen an mich damit übereinstimmen. Genauso ist es ein Unterschied, welche Ansprüche und Ziele meine Mitmenschen an sich selbst haben. Deshalb muss ich mir auch immer die Frage stellen: Gibt es überhaupt falsch oder richtig, oder heißt es vielleicht einfach nur anders? Und wenn es anders ist, habe ich dann überhaupt das Recht, zu urteilen, ob es falsch oder richtig ist? Anders kann für den, der es tut, das Ideale sein, während es für mich völlig schwachsinnig aussieht. So hängt Fehler erkennen auch mit Toleranz zusammen. Dabei stelle ich mir die Frage: ist es denn ok, dass ich mir darüber ein Urteil bilde und jemanden kritisiere für das, was er tut? Oder sollte ich es einfach hinnehmen und akzeptieren, dass mein Gegenüber etwas auf genau diese Weise tut, die ich für falsch empfinde? Darüber muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden und diese Frage für sich klären. Es ist immer eine Frage der Wirkung, wie man auf Sicht- und Handlungsweisen anderer reagiert. Und wie man auf andere wirken möchte, muss man sich auch klar vor Augen führen, bevor man etwas sagt oder tut. Da gibt es die verschiedenen Möglichkeiten. Kritisiere ich ständig überall und jeden, gelte ich schnell als Nörgler und wenn ich dazu noch schlaue Ratschläge gebe, dann bin ich auch schnell der Besserwisser. Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, kann ich diese gerne äußern. Wenn ich mir allerdings das Recht herausnehme, zu jeder Situation einen Kommentar aus meinem Erfahrungsschatz dazu zu tun, kann das auch schnell negativ wirken. Um das herauszufinden hilft oft ein Gespräch mit einem nahe stehenden Menschen, z. B. einem Familienangehörigen oder einem guten Freund oder einer guten Freundin. Denn mit ihnen sind solche Gespräche insofern hilfreich, dass man nicht sofort beleidigt ist, wenn sie einem etwas Negatives sagen. Das sind dann die hilfreichen Gespräche, nach denen man sich vielleicht erst schlecht fühlt, danach aber genau was, woran man arbeiten kann, um eine bessere Außenwirkung zu haben. Selbst- und Fremdbild müssen ja nicht immer übereinstimmen. Ich werde demnächst ein Rhetorik-Seminar an der Uni belegen. Danach kann ich wahrscheinlich darüber noch mehr schreiben. Bis dahin wünsche ich Euch viel Erfolg bei der Umkehrung dieses Zitats. Ist es nicht manchmal hilfreich, die Adleraugen auf sich selbst zu richten und mit Maulwurfsaugen oder besser gar nicht die anderen zu beobachten? Das ist natürlich schwieriger, dafür aber eine größere Selbsterkenntnis und ein größerer Lerneffekt.
Samstag, 9. August 2008
Im "Magazin" des Leverkusener Anzeigers habe ich einen Artikel zu Konflikten gefunden, in dem Antje Kamphausen als selbstständige Beraterin Tipps und Informationen zur Konfliktlösung gibt. Hier die Zusammenfassung: Ruhig bleiben Wenn man wütend ist, besser erstmal tief durchatmen, sonst könnte man schnell Dinge sagen, die man nachher bereut. Gut zuhören Die Sicht des Gegenübers verstehen und dies auch bekunden. Der Satz "Ich kann verstehen, dass das für Sie/ Dich wichtig ist" zeigt nur Verständnis und gibt dem Anderen trotzdem nicht Recht. Konflikt klar benennen Es ist besonders wichtig, einen einzelnen Fall anzusprechen. Das Allgemeine kann später im Gespräch geregelt werden. Ein Beispielsatz, den Frau Kamphausen benennt, ist: "Ich habe mich in der Besprechung geärgert, weil meine Meinung nicht gehört wurde." Acuh wenn sich das Problem wiederholt, hilft es für das erste Ansprechen des Konflikts nur diesen Einzelfall zu benennen. Ich-Formulierungen Sätze, die auf die eigene Sichtweise bezogen werden, sind für den Konfliktpartner leichter anzunehmen. Zum Beispiel: "Ich habe mich geärgert, weil....". Bei Anschuldigungen wie "Sie haben....", "Warum haben Sie...." kann es leicht zur Eskalation kommen. Fragen stellen Es sit wichtig, herauszufinden, worauf es dem Anderen ankommt, denn nur so kann man sich einigen. "Worum geht es Dir genau?", "Was ist Ihnen wichtig?" sind Fragen, die helfen können, das heraus zu finden. Außerdem fühlt der Andere sich verstanden und lässt sich deshalb auch lieber auf ein Gespräch ein. "Immer", "Nie" und "jedes Mal" vermeiden. Diese Worte führen oft zu Vorwürfen und der Konfliktpartner, meint sich rechtfertigen zu müssen. Das ist keine gute Basis für eine Konfliktlösung. Lösungen suchen Es kommt nicht darauf an, etwas zu besprechen, was bisher nicht geklappt hat, sondern nach vorne zu schauen und zu klären, wie es ab jetzt klappen kann. Das Gegenteil von dem tun, was erwartet wird. Wenn der Konfliktpartner schreit, ist es besser, ruhig und gelassen zu bleiben. Wird er zynisch, bleibt man selbst sachlich und freundlich. So können eingefahrene Situationen gelöst werden und beide kommen gut aus dem Konflikt heraus. Quelle: Artikel aus dem Magazin des Leverkusener Anzeigers
Dienstag, 29. Juli 2008
Immer und überall ist es zu hören: Frauen leisten gute Arbeiten, machen einen guten Job. Das ist bekannt - aus Studien und Ergebnissen aus Umfragen. Dass Frauen in die Chefetage kommen, ist trotzdem, auch in Zeiten von Gleichbehandlungsgesetzen und Gleichstellungsprogrammen, selten. Und der Verdienst ist auch niedriger als der ihrer männlichen Kollegen. Sie sind weniger erfolgreich trotz ihrer guten Fähigkeiten wie Qualifikationen, Sach- und Zielorientierung und Teamfähigkeit. Erfolg wird oft an dem Erreichen von ranghohen Positionen oder an der Höhe der Gehaltsabrechnung festgemacht. Aber woran genau liegt das, dass Männer die "besseren" oder "höheren" Positionen bekommen werden oder auf gleichen Positionen besser bezahlt werden? In der Zeitschrift Working@office sind in einem Artikel verschiedene Möglichkeiten unter die Lupe genommen worden: In erster Linie hängt es mit dem unterschiedlichen Verständnis von "besser" oder "gut sein" zusammen. Frauen verstehen die gute inhaltliche Leistung während Männer eher das bessere Durchsetzungsvermögen darunter verstehen. Frauen müssen sich klar machen, dass gute inhaltliche Arbeit nicht automatisch anerkannt und belohnt wird. Nicht umsonst heißt ein Sprichwort: "Tue Gutes und sprich darüber". Wir Frauen müssen umdenken und unsere eigenen guten Konzepte an geeigneter Stelle anbringen. "Präsenz zeigen" heißt die Devise. Was nützt es uns, dass wir eine gute Idee haben, über die wir mit dem Kollegen sprechen und uns dann an die Umsetzung begeben in unserem Büro? Im gleichen Moment hat der Kollege, mit dem wir gerade noch darüber gesprochen haben, zufällig einen Termin beim Chef und bringt unsere gute Idee an? Und glaubt Ihr im Ernst, dass er dabei mit einem Wort erwähnt, dass diese tolle Idee von der netten Kollegin stammt, die gerade schon die ersten Erarbeitungen vornimmt? Nein - er will doch selbst gut dastehen. Und die Fähigkeit, sich durchzusetzen und darzustellen, beherrschen Männer sehr gut. Also wer wird wohl bei der nächsten Beförderung berücksichtigt? Die ruhige und zurückhaltende, aber fleißige Kollegin, oder der Kollege, der weiß, wie man sich an geeigneter Stelle verkauft? "Nicht ärgern, ändern!" - diesen Satz müssen wir Frauen uns immer wieder sagen. In Zeiten von Emanzipation und Gleichberechtigung dürfen auch wir gute Leistungen unbescheiden hervorheben - und müssen uns dazu nicht egoistisch vorkommen. Da liegt ja oft das Problem: Frauen denken, sie wirken angeberisch oder egoistisch, wenn sie erwähnen, dass sie durch die eigene Mühe und Idee der Firma Geld gespart oder an einem besseren Image mitgewirkt haben. Dazu kommt, dass wir ein Lob, wenn wir es denn mal bekommen, dann auch noch abschwächen mit Aussagen wie "Das war ja gar nicht so viel Arbeit" oder "Das gehört doch eigentlich zu meinem Job". Schluss damit! Wie wäre es denn mal mit einer Reaktion wie "Ja, durch meine Leistung in den letzten Wochen ist die Firma im Projekt xxx ein gewaltigen Schritt nach vorne gekommen". Klingt doch gleich ganz anders, oder? Hätte von einem Kollegen stammen können, oder? In der Öffentlichkeit herrschen die männlichen Spielregeln, wo Zuvorkommen, Freundlichkeit und Harmonie nicht an erster Stelle stehen. Und es ist ja auch richtig, dass ich nicht von allen Menschen um mich herum gemocht werden muss, für freundliche empfunden werden muss und dadurch auch noch meinem eigenen Ziel im Weg stehe. Möchte ich denn wirklich, dass alle über mich sagen: Sie ist immer nett und hilfsbereit und vernachlässigt sogar eigene Wünsche, um für andere da zu sein? Klar schafft das eine Art Harmonie. Aber wenn ich mich in einer Männerwelt durchsetzen und verkaufen muss, dann ist Harmonie nicht alles. Die eigenen Ziele freundlich oder bestimmt anbringen, das ist das Geheimnis des Erfolgs. Marion Knath, Buchautorin und Unternehmensberaterin, hat ein Buch verfasst zu dem Thema "Spiele mit der Macht - wie Frauen sich durchsetzen. Es ist eine Art Spielanleitung, wie die Regeln der Männerwelt funktionieren und wie Frauen sie für sich nutzen können. Sie geht darauf ein, dass Frauen das "Imponiergehabe" von Männern in Sitzungen oft abstoßend finden. Aber ist es nicht so, dass genau diese Männer, die sich so darstellen, als selbstbewusst empfunden werden? Die Rangordnung spielt eine wichtige Rolle dabei. Wer viel mit dem Ranghöchsten zu tun hat, wird selber von den anderen als Ranghöherer wahrgenommen und hat bessere Aufstiegschancen. Frauen ziehen sich aus solchen "Spielen" oft heraus und nehmen sich so von Anfang an die Chance auf den Aufstieg. Das heißt nicht, dass die Frauen die Rolle als Frau ablegen sollen, sondern ihre Haltung zu verändern. Ein Angriff gegen die Arbeitsleistung muss nicht sofort persönlich genommen werden: es handelt sich oft "nur" um einen Angriff gegen die Position in der Rangordnung. Wer als Frau auf eine Chefposition möchte und dort die Kommunikationsregeln zugungsten der Frauen ändern möchte, muss durch diese Durchsetzungsstrategie (oder wie Frau Knath es nennt die "Hackordnung" durch). Und nun ein weiterer, nicht zu unterschätzender Punkt: Frauen verdienen in den gleichen Positionen im Durchschnitt bis zu 22 % schlechter. Als Grund dafür wird angegeben, dass Männern oft eine höhere Kompetenz zugeschrieben wird. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit als Männer, auch in Führungspositionen, was als weiterer Grund für eine schlechtere Bezahlung angegeben wird. Frauen setzen häufig andere Prioritäten, die sich auf Haushalt und Familie konzentrieren. Während Männer in einer gewissen Position immer höher hinaus wollen, sind Frauen, angekommen bei einer gewissen Ebene, zufrieden und lehnen einen weiteren Aufstieg ab. Studien sagen allerdings auch, dass der Anteil an Frauen, die aufsteigen möchten, ansteigt, wenn damit entsprechende Einkommensvorteile verbunden sind. In Firmen, in denen vorwiegend Männer die Führungspositionen besetzen, haben Frauen bessere Chancen, aufzusteigen und gleichwertig entlohnt zu werden, zumindest statistisch gesehen. Denn in Firmen, in denen viele Führungspositionen durch Frauen besetzt sind, ist der Verdienst generell geringer. Bei den Unternehmen, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen, sind Chefinnen noch seltener. Auch bei kleineren Betrieben in der oberen Hierarchieebene gibt es selten Chefinnen. Der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene liegt bei 4 %. Aber wer sonst, wenn nicht wir Frauen, hat die Möglichkeit, das zu ändern. In Feedback- oder Mitarbeitergesprächen, muss offen über Potenziale, Entwicklungen und auch Wünsche klar gesprochen werden. Am Besten ist, einen Entwicklungsplan schriftlich festzulegen. Denn ein gesprochenes Wort wird auch schnell wieder vergessen oder vernachlässigt. Und die Frauen können am eigenen Auftreten und an den Durchsetzungsstrategien arbeiten. Unterschiedliche Kommunikationsregeln sind erlernbar. Durchsetzungsvermögen ist dabei an erster Stelle. Denn nur so können Frauen es schaffen, in Führungspositionen zu gelangen. Der Artikel in der Working@office wird mit folgendem Satz beendet: "Denn Geld ist auch Macht, wenn auch dies wieder ein Satz ist, den viele Frauen nicht gerne hören…." Jeder ist also seine eigenen Glückes Schmied. Ich wünsche allen Frauen das gewisse Maß an Durchsetzungsvermögen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Viel Erfolg!
Samstag, 26. Juli 2008
Ja, wie ist man denn erfolgreich und was muss man tun, um erfolgreich zu sein? Hier sind ein paar einfache Tipps, die den Weg zum Erfolg ausmachen - auf Englisch. In dem Sinne viel Spaß auf dem Weg zum Erfolg!
Freitag, 25. Juli 2008
In der Zeitschrift "Working@office" bekam ich vor Kurzem eine Anregung für ein weiteres Thema: der Umgang mit Konflikten. Kein Büro ohne Reibereien - das ist eine Tatsache. Was letztendlich daraus wird, können wir mit beeinflussen, indem wir die Ursache betrachten und nach Lösungen suchen. Es kann um belanglose Dinge gehen, wie z. B. die Urlaubsüberschneidung von zwei Kollegen oder die Erledigung einer Aufgabe, obwohl ich heute pünktlich gehen möchte. Doch aus diesen Belanglosigkeiten kann sich schnell ein Konflikt entwickeln. Das Wort stammt aus dem Lateinischen von `confligere` und bedeutet übersetzt zusammenstoßen. Unterschiedliche Werte und Normen, aber auch unterschiedliche Interessen sind Hintergründe von Konflikten. Ein Zusammenstoß beinhaltet Energie, wenn man es sich mal bildlich vorstellt. Viele Menschen vermeiden Konflikte und gehen solchen "Auseinandersetzungen" aus dem Weg. Wenn man aber das Wort "Auseinandersetzungen" auseinander pflückt, dann heißt es doch nur, dass man sich einer Sache annimmt und sich mit einem Thema auseinander setzt. Dieses aus dem Weg gehen, führt jedoch oft zu eienem schwerwiegenden Konflikt. Die Konflikterkennung ist ein erster Schritt zur Lösung. Es gibt folgende Konfliktformen: Offene Konflikte Dieser Konflikt ist für alle Beteiligten klar erkennbar. Die Ausführung erfolgt entweder leise und sachlich, oder auch mit Beschimpfungen. Für die Betroffenen ist klar, dass ein Konflikt vorliegt, wobei sie nicht zwingend erkennen, welche unterschiedlichen Interessen und Positionen einander gegenüberstehen. Verdeckte Konflikte Die Betroffenen wissen nicht, dass sie einen Konflikt haben. Spannungen zwischen den Parteien fallen zwar auf, werden jedoch nicht mit einem Konflikt in Verbindung gebracht. Man spürt Unzufriedenheit, Genervt-Sein und Erschöpfung. Das kann an einem Konflikt liegen der im Team oder zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten besteht. Verschobene Konflikte Diese Konflikte treten an einer anderen Stelle auf, als sie tatsächlich entstanden sind. Die Beteiligten verstehen diese Verschiebung nicht und wissen nicht, was plötzlich los ist. Beispiel: Der Vertriebsleiter wird vom Geschäftsführer für die sinkenden Verkaufszahlen kritisiert und kritisiert anschließend seine Sekretärin in einem unangepassten Ton für die vergessene Büromaterialbestellung. Symptome für Konflikte sind: - Kränkung von Bemerkungen - Ich habe das Gefühl, nicht verstanden zu werden von meinem Gegenüber. - Ärgern über Andere - ständiges Denken an die angespannte Situation - auch in der Freizeit Diese Signale sollten dazu führen, dass wir etwas unternehmen. Wenn ein bestehender Konflikt nicht gelöst wird, gefährdet er das gesamte Betriebsklima und kann die Beteiligten krank machen. Die Ebene, auf der der Konflikt sich abspielt, ist dabei nicht nur von geringer Bedeutung, auf der Sach- oder Beziehungsebene. Sachkonflikte sind sehr schnell und leicht zu klären. Die persönliche Betroffenheit ist niedrig. Die Beziehungskonflikte dagegen sind schwieriger zu lösen. Ein Sachkonflikt ist zwar auch immer enthalten, aber hier spielt sich der Hauptkonflikt auf der Beziehungsebene ab. Männer ordnen Konflikte von Natur aus eher in der Sachebene ein, während Frauen davon ausgehen, dass die Beziehungsebene gestört ist, auch wenn die Konflikte eine sachliche Basis haben. Sachkonflikte werden in 3 verschiedene Arten aufgeteilt: - Die Beurteilungs- oder Wegkonflikte, bei denen das Ziel feststeht, nur der Weg dahin von unterschiedlichen Erfahrungen geprägt ist und somit unterschiedliche Sichtweisen entstehen. Z. B. stehen 3 Möglichkeiten zur Auswahl, um den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern. Aufgrund unterschiedlichen Erfahrungen, Informationsständen und unklarer Kommunikation, aber auch aufgrund von Machtstreben und Dominanz entstehen solche Konflikte. Bei den beiden letzgenannten Verhaltensweisen kommt jedoch schnell die Beziehungsebene ins Spiel, und es ist schwer, den Konflikt auf Sachebene zu klären. - Die Bewertungs- oder Zielkonflikte entstehen, weil allen Beteiligten das Ziel nicht klar ist. Ein Beispiel dafür ist, wenn die Redaktion eines Fernsehsenders mit einer gewaltbeinhaltenden Show hohe Zuschauerzahlen erreichen möchten. Die Vermakrtungsagentur des Senders kann die Werbung nicht vermarkten, da die Kunden das schlechte Image der Show sheen. Verteilungskonflikte gehören zu der Art von Konflkikten, die leicht zu erkennen ist. Ein Beispiel dafür ist die Urlaubsplanung in den Ferien. Die Verteilung muss gerecht erfolgen, z. B. dürfen Kollegen mit Kindern in den Sommerferien nehmen, während die anderen dann z. B. auf die Osterferien ausweichen, wenn gewünscht. Wichtig ist, dass es im nächsten Jahr dann umgekehrt läuft. Beziehungskonflikte Hier ist zu beachten, dass es in jeder Art von Kommunikation einen Sach- und einen Beziehungsaspekt gibt. Nur auf sachlicher Ebene kann ein Konflikt nie gelöst werden, denn alle Beteiligten sind meistens schon so tief involviert, dass Wut, Ärger und Subjektivität auftauchen. Die Lösung eines Beziehungskonflikts kann gut mit dem sogenannten "Drama-Dreieck" erfolgen. Es geht davon aus, dass auch unter Erwachsenen bestimmte Spiele gespielt werden. So gibt es beim Drama-Dreieck verschiedene Rollen wie Verfolger/in, Retter/in und Opfer. Der Verfolger verfolgt das Opfer, während das Opfer Hilfe vom Retter erwarten kann. Auch ein Rollen-Wechsel ist nicht selten, oder dass die Beteiligten in verschiedenen Rollen spielen. Wenn das Opfer z. B. die Ideen des Verfolgers mit Bemerkungen wie "hilft doch eh nichts" abweist. Damit wird der Retter zum Opfer, weil er mit seinen Rettungsversuchen nicht ankommt, und das Opfer zum Verfolger. Als Involvierter hat man die Chance, zu entscheiden, ob man mitspielen oder aussteigen möchte. Aussteigen: Die Rolle als Opfer zurückweisen. Die Lösung ist erst möglich, wenn einer der Beteiligten erkennt, welche Rolle er spielt. Der Chef kritisiert eine Mitarbeiterin wegen einer nicht ordnungsgemäß erledigten Aufgabe. Die Mitarbeiterin (das Opfer) glaubt, dass der Chef sie nicht leiden kann. Eine zweite Kollegin übernimmt die Aufgabe und spielt die Retterin. Aussteigen ist in beiden Fällen möglich. Der Chef kann sich Gedanken machen, wie die Mitarbeiter/innen mehr Know-How bekommen können oder die Aufgaben anders verteilen. Die Mitarbeiterin erwirbt weitere Kenntnisse, indem sie ein Seminar belegt. Sollte der Konflikt noch am Anfang stehen, ist es wichtig, früh mit der Lösung zu beginnen. Das ist nicht leicht, weil man sich mit etwas beschäftigen muss, was sowieso nicht gut läuft und mit gewissen Ängsten verbunden ist. Zum Anderen sind die Zeichen nicht leicht erkennbar, weil sie nicht eindeutig sind. Denn wer sagt schon jemandem ins Gesicht, dass er ein Problem mit ihm hat. Jeder muss für sich selbst aktiv werden, z. B. die anderen Beteiligten ansprechen. Das hat den Vorteil, dass das Gespräch entweder dazu führt, dass festgestellt wird: Es gibt keinen Konflikt, oder eine Lösung kann gemeinsam erarbeitet werden. Ein Bild der eigenen Position kann hilfreich sein. Wo stehe ich und in welchen Verbindungen stehe ich zu den Anderen? Stehe ich im Mittelpunkt? Wer steht im Abseits? Habe ich einen festen Standpunkt oder stehe ich in der Luft? Gerade Pfeile bedeuten positive Beziehungen und gezackte Pfeile negative Beziehungen. Wer ist wichtig (groß) oder unwichtig (klein). Auch die Basis der Kolleginnen und Kollegen ist dabei wichtig. Ist sie fest oder unbeständig? Das Bild muss betrachtet und ständig ausgebaut werden. Auf diese bildliche Art und Weise können Konflikte aufgespürt werden. Ich wünsche Euch allen, dass Konflikte schnell erkannt und gelöst werden können. Viel Erfolg dabei.
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