Samstag, 13. März 2010
Heute hatte ich die Gelegenheit, an einem Angebot der KFD St. Andreas Schlebusch teilzunehmen. KFD steht als Abkürzung für die Katholischen Frauen Deutschlands.
Im Angebot standen verschiedene Workshops, wie z. B. Farbberatung, zur Ruhe kommen, Einführung Yoga, Bibelgespräche, usw.
Ich hatte mich für den Workshop "Ich möchte zur Ruhe kommen" angemeldet, um Tipps und Informationen zu Entspannungstechniken zu bekommen. Nicht, dass ich mich jetzt sonderlich gestresst fühle, aber Entspannung ist in aller Munde aufgrund der immer schnelllebigeren Welt. Work-Life-Balance oder auf gut deutsch der Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf sind Stichworte, von denen jeder spricht. Die Einen powern sich aus, um abzuschalten und die Anderen kommen zur Ruhe, meditieren, beten, usw.
Wir haben Tipps bekommen, wie man ganz leicht im Alltag zur Ruhe kommen kann, auch, wenn es rund um uns herum laut ist. Ein ganz interessanter Tipp ist, sich irgendeinen Ort in der Wohnung so einzurichten, wie es einem selbst gefällt. Das muss jetzt nicht ein ganzer Raum sein - es reicht ein kleiner Tisch, oder sogar ein kleines Stück an der Wand. Ein schönes Tuch, ein schönes Bild, eine Blume, eine Kerze oder etwas Anderes, was einem gefällt, kann dort stehen oder hängen. An diesen Ort kann man sich jeden Tag ein paar Minuten zurück ziehen. Es ist medizinisch erwiesen, dass man nach ein paar Tagen schon deutlich ruhiger wird, wenn man an diesen Platz kommt oder nur das Bild anschaut. Reduktion des Blutdrucks, weniger Rücken- oder Verspannungskopfschmerzen und viele weitere körperliche Verbesserungen sind spürbar. Wichtig dabei ist, dass dieser ganz persönliche Rückzugsort immer an der gleichen Stelle ist und nicht an verschiedenen Orten in der Wohnung.
Die Methode "Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen" wurde uns vorgestellt. Eine sehr wertvolle Erfahrung. Die Methode ist ganz einfach: Verschiedene Muskelgruppen werden nacheinander angespannt und dann bewusst gelöst. Begonnen beim Kopf über die Arme, die Schultern, den Rücken, den Bauch und die Beine wird jede Muskelgruppe 10 Sekunden angespannt, bevor die bewusste Lösung der Muskeln erfolgt. Und die Lösung erfolgt viel stärker, wenn vorher die Muskeln angespannt wurden. Das hätte ich auch nicht gedacht, aber ich fühlte mich danach wirklich sehr leicht und entspannt. Was mir jedoch sofort einfiel, ist, dass ich ohne Ansage vermutlich alleine nicht so gut entspannen könnte. Die Leiterin des Workshops hat immer schön angesagt, wann wir anspannen und wann wir entspannen. Aber so alleine macht man das ja dann doch nicht, wenn man selbst die Ansage machen muss. Dafür gibt es jede Menge Cds, die man kaufen kann. Weiterhin ist hier auch eine ganz schnelle Entspannung möglich, indem man z. B. alle Muskeln gleichzeitig für 10 Sekunden anspannt und dann wieder entspannt. Sowas geht dann nämlich auch im Auto an der roten Ampel, an der Bushaltestelle oder an vielen anderen Orten - wo auch immer einem gerade nach Entspannung zumute ist. Das fällt kaum auf und hilft ganz schnell.
Nach einer kurzen Pause kamen wir dann noch in den Genuss einer Phantasiereise. Zunächst konzentriert man sich auf den eigenen Atem - langsam und ruhig im eigenen Rhythmus. Einatmen = Kraft, ausatmen = Ruhe. Nach einer kurzen Zeit werden wir mitgenommen auf eine Phantasiereise, nämlich z. B. auf einen Weg, einen Berg, einen Ort am Meer, oder irgendwo anders hin. Heute waren wir auf einem Weg - jeder auf seinem ganz persönlichen. Diese Wege sahen alle unterschiedlich aus, einer steinig bei Sturm und Regen, andere an Wiesen und Feldern entlang bei Sonnenschein. Jemand kam uns entgegen und wir gingen ein Stück gemeinsam und setzten uns auf eine Bank. Wir bekamen ein Geschenk - jeder das Geschenk, das er jetzt am Besten gebrauchen konnte. Nach diesem kurzen Gespräch und der Annahme des Geschenks trennten sich die Wege wieder und jeder kam zurück in den Raum, in dem wir saßen. Natürlich dauerte das etwas länger, als ich es jetzt hier beschrieben habe. Ca. eine halbe Stunde befanden wir uns insgesamt auf der Phantasiereise. Was ganz erstaunlich ist, dass manche, die normalerweise sehr geräuschempfindlich sind, keine Stimmen und andere Geräusche wahrgenommen haben. Das zeigt die Stufe der Entspannung.
Den letzten Tipp, den wir noch bekamen, ist, dass wir uns einen schönen Ort, an dem wir schon mal waren, immer wieder ins Gedächtnis rufen. Das kann ein Platz am Meer, in den schneebedeckten Bergen oder auch auf Wiesen und Feldern sein - irgendwo, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben. Diesen Ort behalten wir dann in uns und rufen ihn uns in die Gegenwart, wenn wir uns gerade nicht so wohl fühlen oder wir gestresst sind. Mit dem Bild von dem traumhaften Ort kommt dann auch das Gefühl wieder, das wir an dem Ort hatten. So können wir es hinbekommen, etwas aus einem anderen Blickwinkel zu sehen oder gelassener an eine Sache heranzugehen.
Viele denken leider erst an Entspannung, wenn sie total verspannt und/ oder gestresst sind. Diese Übungen sind aber auch empfehlenswert zur Vorbeugung, um erst gar nicht soweit zu kommen, dass man unter Stress leidet. Ein paar Minuten am Tag oder alle paar Tage reichen schon.
Generell kann es auch in einer anstrengenden, schwierigen und aufregenden Situation helfen, sich kurz auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Das merkt keiner und geht so schnell und einfach.
Ich bin auch eher der Typ, der sich gerne auspowert nach einem langen Arbeitstag, z. B. beim Sport im Fitnessstudio. Aber ab und zu tut auch die Ruhe ganz gut und für solche Phasen kommen für mich die beiden o. g. Möglichkeiten schon mal ganz gut in Frage. Für mich kam der Tag heute genau richtig - jetzt kann ich die restlichen 1,5 Wochen nutzen, um mich auf die Klausur vorzubereiten und gehe völlig locker daran. Natürlich immer noch mit dem nötigen Ernst, ganz locker gehts dann doch nicht. Aber die Tipps helfen eine Menge.
Am Nachmittag habe ich dann an dem Workshop "Erbsen auf halb sechs" teilgenommen, in dem wir den Film "Erbsen auf halb sechs" angesehen haben. Hier könnt Ihr lesen, worum es in dem Film geht. Der Fim ist sehr zu empfehlen. Er ist nicht traurig, auch wenn erst etwas so anhört. Er regt zum Nachdenken an und lässt einen auch für das dankbar sein, was man hat. Schaut ihn Euch einfach mal an - er ist wunderschön und lässt einen auch manches mit anderen Augen sehen.
Ich lasse die ganzen Erfahrungen jetzt erstmal auf mich wirken. Demnächst werde ich dann mal berichten, wie es so läuft bei mir und ob ich mich noch mehr damit beschäftigt habe.
Ein rundum gelungener Tag - herzlichen Dank an alle, die den Tag organisiert haben.
Montag, 26. Januar 2009
Ich habe die Ergebnisse meiner BEC-Prüfung "Vantage" bekommen. Ich hab bestanden! Die Zeit der Vorbereitung auf die Prüfung war also gut investiert. Ich bin froh, dass ich bestanden habe - wieder ein Meilenstein erreicht. Nun habe ich den Nachweis über meine Englischkenntnisse. Die BEC (Business English Certificates) prüfen die Kommunikationsfähigkeit im Geschäftsleben. Hier gibt es mehr Informationen dazu. Ich kann das Ablegen einer solchen Prüfung in Verbindung mit der Vorbereitung auf die Prüfung auf jeden Fall empfehlen. Damit beweist man erstens ein gewisses Sprachniveau und eignet sich wichtiges Know-How für die Kommunikation mit englischsprachigen Geschäftspartnern an. Die Zertifikate sind international anerkannt und haben ein hohes Ansehen in internationalen Firmen. Nun geht es darum, das Erlernte regelmäßig anzuwenden, um auf diesem Sprachniveau zu bleiben. Da Englisch überall immer wichtiger wird, habe ich keine Bedenken, dass ich regelmäßig die Möglichkeit habe, auf Englisch zu kommunizieren. Und das Bestehen der Prüfung zeigt mir auch, dass ich in der Lage bin, mich verständlich auszudrücken. Der Speaking-Test ist mir komischerweise am Leichtesten gefallen, wahrscheinlich nicht zuletzt, weil ich vor der Prüfung wirklich jede Situation genutzt habe, englisch zu sprechen.
Sonntag, 11. Januar 2009
Freitag und Samstag habe ich an einem Seminar teilgenommen zum Thema "Rhetorik und Präsentation" im Studienzentrum Leverkusen der Fernuni Hagen. Durchgeführt wurde es von Herrn Dipl.-Päd. Peter Dürrschmidt. Seine Seminare sind wirklich empfehlenswert. Ich habe bereits Seminare von ihm besucht zum Thema "Leichter lernen lernen" und "Selbst- und Zeitmanagement". Alle Seminare waren gut strukturiert und enthielten viele hilfreiche Tipps, die man nicht nur im Studium, sondern auch im Job und Privatleben anwenden kann. Dieses Seminar war gerade aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sehr intensiv. Die maximale Teilnehmerzahl von 10 wurde nicht erreicht, es waren nur 4 Teilnehmer. Das lag wahrscheinlich daran, dass die Veranstaltungen nicht mehr schriftlich per Post an die Studenten verschickt , sondern nur noch auf der Homepage des Studienzentrums angekündigt werden. Daran müssen sich die Studenten erst gewöhnen, kann ich mir vorstellen. Ich habe mir regelmäßig die Veranstaltungen auf den Seiten der einzelnen Studienzentren angesehen und bin so darauf aufmerksam geworden. Zunächst war es interessant, die Definition von Rhetorik zu erfahren. Denn Rhetorik bedeutet nichts anderes als "vor einer Gruppe zu reden". Bis zu diesem Seminar habe ich gedacht, dass Rhetorik mehr mit Gesprächsführung und der richtigen Formulierung zu tun hat. Da lag ich dann wohl falsch, wie wahrscheinlich viele andere auch. Wir haben Tipps bekommen zur richtigen Vorbereitung einer Präsentation, zum Medieneinsatz, zur motivierenden Einleitung einer Präsentation sowie Grundregeln zur Präsentation. Der 2. Tag war so gestaltet, dass wir eine Stunde Zeit hatten, eine 10 - 15-minütige Präsentation vorzubereiten. Dafür standen uns als Medien der Beamer, die Pin-Wand und das Flipchart zur Verfügung. Unserer Kreativität waren also keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich für eine Präsentation am Beamer entschieden, weil das aus meiner Sicht die üblichste Präsentationsform ist. Unsere Präsentationen wurden per Videokamera aufgezeichnet und wir konnten es uns nachher zusammen ansehen. So fallen einem selbst Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten auf. Auch das Feedback der Gruppe ist dabei sehr hilfreich, um zu merken, was störend wirkt und was man gut gemacht hat. Ich finde es schade, dass sich die Technik bei Präsentationen immer mehr durchsetzt. Das führt dazu, dass diejenigen, die präsentieren, oft gar nicht mehr vor der Gruppe stehen, sondern in einer Besprechung von ihrem Platz aus präsentieren. Die Medien werden also immer mehr in den Vordergrund gerückt, während der Präsentierende immer mehr in den Hintergrund rückt bzw. manchmal gar nicht zu sehen ist. Die Präsentation auf Flipchart und Pinwand ist farbenfroh und kreativ und ist aus meiner Sicht durchaus eine Alternative, die man auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte. Folgende Punkte waren für mich die wichtigsten Erkenntnisse und Tipps: - Die Einleitung der Präsentation soll neugierig auf den Inhalt machen. Somit sind die Einleitung, der Hauptteil und der Schluss anteilmäßig gleich wichtig, je zu 1/3, was die Vorbereitung betrifft. Natürlich ist der Hauptteil der umfangreichere Part, jedoch ohne eine passende Einleitung lange nicht so interessant. - Man wirkt nie so unsicher, wie man sich fühlt, darauf kann man vertrauen. - Es sollte immer Blickkontakt mit allen Teilnehmern gehalten werden. Bei einer großen Gruppe sollte der Blick in jede Richtung gehen, da man ja nicht jeden einzelnen ansehen kann. - Die Inhaltsübersicht sollte im Idealfall immer gesehen werden. Dafür lohnt es sich, ein 2. Medium zu nutzen, z. B. das Flipchart, wenn die Präsentation über den Beamer gezeigt wird. Es sollte auch immer wieder darauf hingewiesen werden, an welcher Stelle der Inhaltsübersicht man sich befindet. Das ist gerade bei umfangreichen Präsentationen wichtig für die Zuhörer, um dem Roten Faden folgen zu können. - Ein Trick bei der Präsentation über den Beamer ist die Taste b, die bezweckt, dass der Bildschirm schwarz wird, so lange, bis die Taste b wieder gedrückt wird. Das ist gerade dann hilfreich, wenn etwas gesagt wird, was nichts mit dem Text auf der Folie zu tun hat. So lenkt man die Aufmerksamkeit wieder aus sich selbst und die Aufmerksamkeit bei den Zuhörern wird erhöht. Genauso funktioniert es auch mit der Taste w, die den Bildschirm weiß färbt. Welche Version man wählt, ist Geschmackssache. Mein Thema war "Gehört heißt nicht immer verstanden - Kommunizieren ist eine Kunst". Hier steht meine Präsentation zum Download bereit. Literaturempfehlungen: Schilling, Gert "Angewandte Rhetorik und Präsentationstechnik" und "Präsentieren mit Laptop und Beamer" An dieser Stelle herzlichen Dank, Herr Dürrschmidt, für das hilfreiche und tolle Seminar. Ich kann es wirklich weiterempfehlen. Auch den übrigen Teilnehmern danke ich für die angenehme Lernatmosphäre und das Feedback. Die lockere Stimmung in der Gruppe hat dazu beigetragen, dass wir voneinander lernen konnten.
Sonntag, 28. September 2008
Von Mittwoch, 24. September bis Freitag, 26.September 2008 habe ich an einem Seminar zum Thema "Schneller lesen und mehr behalten" von der Firma Centered Learning Deutschland teilgenommen. Gebucht habe ich das Seminar über die RWE Academy, wo viele Kurse angeboten werden, nicht nur für RWE-Mitarbeiter. Also einfach mal vorbeischauen. Die Organisation, die Informationen und der Ablauf der Seminare der RWE Academy sind sehr gut und die Veranstaltungsorte werden sorgfältig ausgewählt. Ich dann die Buchung über die RWE Academy auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Vorstellungsrunde passte zum gesamten Seminar. Der Geschäftsführer von Centered Learning Deutschland Tom Freudenthal hat uns begrüßt mit den Worten "Wir werden hier viele ungewöhnliche Dinge tun". Grund für ungewöhnliche Dinge ist, dass wir unser Verhalten (nämlich unser Lernverhalten) ändern möchten. Wenn man immer alles macht, wie bisher, dann ist es nicht möglich, ein anderes Ergebnis zu erzielen. Und alles, was nicht so ist, wie wir es immer machen, klingt erstmal verrückt. Seine Worte: "Auch, wenn es Euch verrückt vorkommt, macht es trotzdem." Und das war auch so. Die Vorstellungsrunde begann damit, dass jeder sich einen Gegenstand auswählte, die Tom mitgebracht hat. Nach kurzer Zeit zum Nachdenken sollte dann jeder sagen, warum er den Gegenstand ausgewählt hat und was dieser Gegenstand mit dem Grund zu tun haben könnte. Die Gegenstände waren z. B. Schlüsselanhänger, Kristall, Reporterschlumpf, Glaskugel, usw. Und die Zusammenhänge zum Seminar waren interessant. Der Schlüsselanhänger sollte zum Beispiel bei einem Teilnehmer dafür stehen, dass man nicht mehr so schnell vergisst und die Glaskugel, die geschliffen und ohne Ecken und Kanten war, ist als Symbol für den Wunsch, die eigenen Fähigkeiten zu schleifen, um schneller zu lesen und Informationen besser aufzunehmen. Der Reporterschlumpf stand für einen Teilnehmer, dem oft von seinen Kollegen vorgeworfen wurde, viel zu reden. Der schönste Zusammenhang war meiner Meinung nach der Kristall, der ihn viele verschiedene Richtungen gewachsen ist. Das stand für die Gedanken einer Teilnehmerin, die beim Lesen immer abschweifen in alle Richtungen. Der zweite Teil der Vorstellungsrunde war ähnlich wie "Ich packe meinen Koffer". Tom hat sich vorgestellt, in dem er ein Tier genannt hat, das mit dem gleichen Anfangsbuchstabe wie sein Name anfängt. Dann war es die Aufgabe, die Bewegung des Tiers sowie den Laut dazu nachzumachen. Der Tiger stürzt sich brüllend auf seine Beute. Der nächste musste dann den Namen, das Tier und die Bewegung des Vorgängers nachmachen, und seinen Namen, Tier, Bewegung und Laut dazuzunennen. Das ging dann weiter, bis dass der letzte (in dem Fall war ich das) in der Runde alle Namen, Tiere, Laute und Bewegungen nachmachen konnte. Ja - kurzum gesagt: die Namen konnten wir nicht mehr vergessen. Es kamen ganz interessante Tiere heraus: Marder, Panda, Hund, Regenwurm, Goldfisch, usw. Danach haben wir kurz mit Hilfe eines Mindmaps erläutert, warum es so schnell möglich war, die Namen zu behalten. Die Sinne "Hören, sehen" spielten dabei eine große Rolle sowie das eigene Wiederholen. Ja, zugegeben, ziemlich verrückt, aber effektiv! Zu Beginn haben wir eine Leseübung gemacht, um herauszufinden, wie viele Worte pro Minute wir lesen. Darauf folgten täglich zwei Schnellleseübungen, die wir auch nach dem Seminar mit dem SpeedReadingTrainer von Centered Learning am Bildschirm weiterhin durchführen können. Im Seminar waren die Schnellleseübungen jedoch ganz normal im Buch. Begonnen mit einer kurzen Entspannungsphase und einem Augentraining ging es dann zum Lesen. Das war jedoch nicht lesen im eigentlichen Sinne, denn es war bewusst so ausgelegt, dass man mit den Augen in einer bestimmten Weise über die Zeilen ging, jedoch ohne Verständnis. Einige Wörter kamen dabei in den Blick, allerdings ohne bewusste Wahrnehmung der Bedeutung. Ziel der ganzen Übung ist, dass man dem Gehirn die Information gibt, dass man nicht mitspricht und sich die Wörter in Gedanken leise vorliest. Da man in ca. 600 Worten pro Minute denkt, ist das Mitsprechen nicht mehr möglich, wenn man schneller lesen möchte. In meiner Leseübung kam heraus, dass ich 208 Worte pro Minute lese. Am Ende des Seminars haben wir diese Übung wiederholt und ich habe mich um genau 104 Worte auf 312 Wörter pro Minute gesteigert. Wie Ihr seht, die Technik hat also funktioniert. Wir haben in dem Seminar weitere Tipps bekommen, wie man sich Dinge besser merken kann. Die werde ich jedoch hier nicht verraten, denn es hat auch viel mit Kreativität und Phantasie zu tun, die man im Erwachsenenalter erst wieder aufdecken muss. Bei vielen ist es so, dass sie als Kinder eine große Phantasie haben, die dann im Laufe der Schulzeit durch Fakten und feste Strukturen verschüttet wird. Dieses Seminar hat mir geholfen, die Phantasie ein Stück weit wieder ans Tageslicht zu holen. Und aufgrund dieser Techniken hatte ich z. B. in 3 Minuten die Möglichkeit, die letzten 10 Präsidenten der USA auswendig zu können. Auch 3 Tage nach dem Seminar kann ich sie noch aufzählen.des Gehirns, die verschiedenen Arten von Wissen und Wissensaufnahme erfahren. Der wichtigste Punkt für mich war jedoch zu erkennen, wie ich ein Fachbuch oder einen fachlichen Text so aufteile, dass ich sogar Spaß und Interesse am Lernen habe. Das ist nicht so daher geschrieben sondern wirklich war. Es hat mir geholfen, dass ich mit Freude an meine Unterlagen gehe, auch wenn das Thema mal nicht so interessant ist. Was beim Lernen hilft, ist der SpeedLerningService von Centered Learning. Dieses Programm hilft dabei, um Fakten zu lernen. Zuerst muss die Erfassung der Fakten erfolgen, was schon eine erste Wiederholung ist. Anschließend erstellt das Programm aus den Fakten Multiple-Choice-Fragen, die beantwortet werden müssen. Im dritten Schritt werden dann nur die einzelnen Fakten aufgeführt und der Nutzer muss selbst die Antwort geben. So haben einige Teilnehmer in 16 Stunden 1000 Fakten gelernt. Super nutzbar für Detailwissen, das zunächst außerhalb eines Zusammenhanges steht. Ich kann mir vorstellen, dass es geeignet ist, um Jahreszahlen, Prozentzahlen, Vokabeln, usw. zu lernen. Wenn man sich dort anmeldet, hat man auch Zugriff auf die Lektionen, die andere Nutzer für sich angelegt haben. Ich werde das Programm in der nächsten Zeit nutzen und Euch gerne auch darüber berichten, wie es funktioniert und was ich gelernt habe. Diese SpeedLearningMachine gibt es auch speziell für englische Vokabeln. Hier findet Ihr mehr dazu. In weiteren Abschnitten des Seminars haben wir viel über die Funktionsweise von Mindmaps und auch den Sinn dahinter gesprochen. Ich habe nun endlich verstanden, wozu sie hilfreich sind und werde sie auch in meinem Alltagsleben und vor allem beim Lernen einsetzen. Etwas Besseres als Notizmöglichkeit gibt es nicht, da das Mindmap auf gehirngerechtes Arbeiten zielt. Gerade für Leute, die vor einer Prüfung stehen, hat die Firma Centered Learning noch ein Tool entwickelt, das sich "Der Lernplaner" nennt. Es ist so aufgebaut, dass man pro Fach die Seitenanzahl eingibt, die man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. B. bis zur Prüfung) durcharbeiten muss. Der Lernplaner rechnet dann auf 6 Tage pro Woche herunter (ein Tag dient für Hobbys, Freunde treffen oder andere Dinge - alles außer lernen), wieviel man pro Tag lesen und lernen sollte. Dann gibt man die Istzahl ein und der Lernplaner errechnet dann die Soll-Zahlen für die Folgetage. Beispiel: ich soll 30 Seiten pro Tag lesen, schaffe aber an einem Tag nur 20 Seiten, dann werden die restlichen 10 Seiten auf die übrigen Tage verteilt. Schaffe ich an einem Tag mehr als 30 Seiten, werden diese dann an den Folgetagen abgezogen. Man kann hier eine Vorbereitungszeit von bis zu 12 Wochen eintragen. Wenn man längere Zeit hat bis zur Prüfung ist es sinnvoll, den Stoff in kleinere Unterkapitel zu teilen und diese dann über den Lernplaner zu organisieren. Hier gibt es den Lernplaner als kostenlosen Download. Für mich als Fernstudentin sehr hilfreich. Ich wollte mir nämlich so ein Tool selbst basteln - dadurch, dass die Firma Centered Learning es anbietet, habe ich viel Zeit gespart. Es gibt noch ein kostenloses Produkt, das Lesemanifest. Dazu habe ich bis jetzt keine Erfahrungen. Vielleicht demnächst mal. Die Neuro-Cd hat Tom Freudenthal im Angebot, die sich um Meditation und Entspannung dreht. Ich habe mir die Cd gekauft. Sie versetzt die Gehirnwellen in einen Zustand, in dem man ruhig, entspannt und gelassen ist. Auch diese Entspannung gehört zum Lernen dazu, denn Stress ist eine Lernblockade. Es ist eine Art Hypnose, in der man durch das Unterbewusstsein Impulse bekommt, um schneller zu lesen und mehr zu behalten, also kurz gesagt, um das Gehirn auf eine höhere Informationsaufnahme vorzubereiten. Hier gibt es mehr Informationen dazu. Zum Abschluss haben wir noch ein Heft bekommen, das sich das "60-Tage-Integrationsprogramm" nennt. Da nun schon 2 Tage nach dem Seminar vergangen sind, kann ich sagen, dass dieses Heft die Inhalte des Seminars wirklich in den Alltag integrieren kann. Jeden Tag 15 Minuten Zeit nehmen, sich das Heft zur Hand nehmen und die Inhalte des Seminars aktiv durchführen. Jeden Tag wird eine andere Übung aus dem Seminar wiederholt - und die Schnellleseübung durchgeführt. Und ich kann bestätigen, dass es nicht länger als 15 Minuten dauert. Über meine weiteren Erfolge mithilfe dieser Techniken halte ich Euch auf dem Laufenden. Den Selbstlernkurs gibt es hier. Fazit: Das Seminar war wirklich sehr hilfreich und interessant. Es war immer abwechslungsreich, so dass es auch in 3 Tagen nie langweilig wurde. Der rote Faden war trotzdem stets erkennbar. Ich kann das Seminar jedem weiterempfehlen, der mehr Informationen in kürzer Zeit aufnehmen möchte. Mehr zu den Seminaren von Tom Freudenthal findet ihr hier. Nachtrag vom 29. September: Tom Freudenthal von Centered Learning hat mein Feedback in seiner Seite eingebunden. Hier geht´s zum Feedback.
Sonntag, 17. August 2008
Vor ein paar Wochen, um genau zu sein, am 24. Juni 2008 habe ich an der Fernuni Hagen im Studienzentrum Leverkusen ein Seminar zum Zeit- und Selbstmanagement besucht. Der Dozent Peter Dürrschmidt hat schon verschiedene Seminare im Studienzentrum Leverkusen gehalten, an denen ich ebenfalls teilgenommen habe - z. B. auch "Leichter lernen lernen", zu dem hier der Blog-Eintrag und die Unterlagen zu finden sind. Das Seminar Zeit- und Selbstmanagement sollte speziell für die Phase der Prüfungsvorbereitung Tipps enthalten; jedoch war die Teilnehmerzahl sehr verschieden, sodass Herr Dürrschmidt einen allgemeinen Überblick gegeben hat. Es handelte sich bei den Teilnehmern teilweise um Studenten, die schon im Hauptstudium sind und andere, die vor nicht einmal einem halben Jahr angefangen haben. Beide benötigen gleichermaßen hilfreiche Tipps für das Zeit- und Selbstmanagement, da gerade im Fernstudium eine gute Zeitplanung und Selbstmotivation das Wichtigste ist. Lange Rede - kurzer Sinn. Ich habe die Informationen aus dem Seminar zusammengestellt und aufbereitet. Nach Zustimmung von Herrn Dürrschmidt stelle ich die Präsentation gerne zum Download zur Verfügung. Fragen oder Anregungen könnt Ihr gerne als Kommentar oder auch per E-Mail an mich senden. Ich wünsche Euch allen eine erfolgreiche Zeitplanung und danke Herrn Dürrschmidt an dieser Stelle für die hilfreichen Informationen und Tipps.
Sonntag, 27. Januar 2008
Am Donnerstag und Freitag war ich auf einem Seminar in Essen "Teamassistentin mit Kompetenz und Persönlichkeit". Bis dahin kannte ich Frau Binder, Firma Officement, nur von Erzählungen von Kolleginnen, die begeitsert von ihren Seminaren sind. Und nun kam ich in den Genuss, eine ihrer Teilnehmerinnen zu sein. Ich habe viele Tipps und Anregungen für eine effizientere Arbeitsweise bekommen. Mal sehen, was sich so in den täglichen Arbeitsalltag einbringen lässt. Gute Vorsätze sind jedenfalls vorhanden. Ein Zitat von Einstein ist mir besonders im Kopf geblieben: "Es ist Wahnsinn zu glauben, mit einer gleichen Vorgehensweise ein anderes Ergebnis zu erzielen."
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