Sonntag, 29. August 2010
Ich höre sehr gerne Musik. Deshalb möchte ich mal einen Beitrag darüber schreiben. Musik ist für mich etwas ganz Bedeutungsvolles, nicht nur so eine Hintergrundberieselung. Ich scheine damit nicht viele Gleichgesinnte haben. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich jemanden darauf hinweise "Hör mal auf den Text" und diese Person dann nichts damit anfangen kann. Und es scheint so zu sein, dass viele Menschen die Musik toll finden, wenn die Melodie ihnen gefällt und der Text dabei zweitrangig ist. Bei mir ist das anders, denn ich höre viel mehr auf den Text. Natürlich muss die Melodie dazu passen, aber das ist nicht die Hauptsache. Ich höre in verschiedenen Situationen ganz unterschiedliche Musik: Reinhard Mey, Michael Wendler, Nic P., Olaf Henning, Pur, Ich & Ich, Die Ärzte, Die Toten Hosen und sogar auch einige Lieder von Böhse Onkelz. Wie Ihr seht - ziemlich gemischt.
Ich kann mich ziemlich gut in die Situation reinfühlen, in der dieser Song möglicherweise gerade geschrieben wurde. Bei Pur kann man die Entwicklung z. B. sehr gut erkennen. Lieder wie "Freunde", "Brüder", "Ich lieb Dich" und "Prinzessin" sind schon vor vielen Jahren entstanden. Da spielten scheinbar Freundschaften und Beziehungen eine große Rolle in Hartmut Engler´s Leben. Danach kamen Lieder wie "Ein graues Haar", bei dem es sichtbar wird, dass auch er sich mit dem Alter beschäftigt. Das Album "Mächtig viel Theater" beschäftigt sich dann mit der Familienplanung und besonders auch mit der Sichtweise von Männern bei diesem Thema. Besonders fiel mir das auf bei Liedteilen wie "Du kannst mich nicht sehen, Du kannst mich nur singen hören" oder "Deine Mutter schaukelt Dich schon raus". "Kinder sind tabu" beschreibt dann ein Thema aus dem Leben, das häufig verschwiegen wird. Doch er deckt es auf und singt es heraus. Mit der Cd "20 Jahre eine Band" wurden dann nochmal die schönsten Lieder auf eine Cd gebracht und zeigen den Stolz, dass sie schon 20 Jahre lang auf dem Markt sind und die Fans immer treu dabei sind. Die Cd "Nichts ohne Grund" beschäftigt sich dann mit schwierigen Themen wie z. B. "Mein Freund Rüdi", bei dem es um einen behinderten Freund geht, der Musik liebt. Auch wenn er nicht so ist wie wir, sieht man, dass er Freude hat und sich zur Musik bewegt. Das Lied "Ohne Dich" mit dem Refrain "Ich schaff es ganz und gar nicht ohne Dich" ist ebenfalls etwas mitten aus dem Leben. Hat nicht irgendwie jeder einmal damit zu tun, dass er jemanden an der Seite braucht und etwas zu zweit viel leichter von der Hand geht? Besonders berührt hat mich auch das "Lied für all die Vergessenen". Klar werden am Besten immer diejenigen gesehen, die im Rampenlicht stehen, wie z. B. die Politiker, die Firmenchefs, die Prominenten - aber gibt es nicht auch ganz viele Unbekannte, die eine Riesenleistung bringen und von niemandem gesehen werden? Hartmut Engler vergisst auch sie nicht. Die Cd "Unendlich mehr" zeigt auch Probleme dieser Welt mit "Anonyme Opfer" oder seine Kinderliebe durch "Herz für Kinder". Auf der Cd wie im Film kenne ich nicht viele Lieder. Sie ist irgendwie an mir vorbeigegangen. "Wenn sie diesen Tango hört" beinhaltet die schwierige Zeit, in der viel Aufbauarbeit in der Nachkriegszeit geleistet wurde. Das Wort später hat eine große Rolle gespielt. Dieses später ist jedoch nicht eingetreten, weil der Mann verstorben ist. Und "wenn sie diesen Tango hört" vergisst sie die Zeit, weil sie sich zurück erinnert. Sie hat so gern getanzt mit ihm. . . Das Lied "Fallen" von der Cd "Vorsicht zerbrechlich" handelt von Vertrauen zu jemandem, bei dem man sich einfach fallen lassen kann. Gibt es so etwas überhaupt? Über Gott und den Tod seines Vaters singt er im Album "Was ist passiert?" mit den Liedern "Walzer für Dich" und "Bitte lieber Gott". Ich habe das Lied "Walzer für Dich" live erlebt und es ist wirklich traurig. Weil es alles Situationen aus seinem Leben sind, kann er diese wirklich sehr real und gefühlstreu singen. Das erzeugt Mitgefühl. "Es ist wie es ist" beschäftigt sich mit "Streiten", "Streng Dich an" und beinhaltet, dass sich vieles nur mit Anstrengung ändern lässt und dass Streit dazu gehört. Das Album gibt Motivation und gleichzeitig auch den Hinweis, dass man Dinge so hinnehmen sollte, wie sie sind. So lebt es sich oft viel leichter. Zum guten Schluss kam das Album "Wünsche" aus dem September 2009 nach 3 Jahren. In dieser Zeit war viel passiert. Hartmut Engler singt über schwierige Zeiten mit Krankheiten (Gesund), seine Vergangenheit (Winter 59), Engagement (Frau Schneider), Selbstbewusstsein und Motivation (Stell Dich) und wichtige Dinge, die oft nicht mehr berücksichtigt werden in unserer heutigen Zeit (Menschlichkeit). Diese Lieder sind wirklich genial. Denn auch hier kann ich mich wunderbar in die Hintergründe hineinversetzen. In der heutigen schnelllebigen Zeit sind psychische Krankheiten (Abhängigkeiten, Burnout, Depression) auf dem Vormarsch. So kennt bestimmt jeder jemanden, der eine dieser Krankheiten hat. Das Lied "Winter 59" gibt zu erkennen, dass die Vergangenheit und die Kindheit einen sehr großen Einfluss auf die heutige Zeit und das eigene Verhalten hat. Wussten wir das nicht alle schon - aber wollen wir es wirklich immer wahrhaben? "Stell Dich" heißt die Devise, denn was bringt es, davor wegzulaufen? Auch in dieser schnelllebigen Zeit spielt "Menschlichkeit" immer weniger eine Rolle. Es beruht alles auf Fakten, muss schnell gehen, da bleibt keine Zeit für Nettigkeiten. Hartmut Engler singt es heraus und wir alle sollten uns fragen, ob das die Zukunft sein soll. Möchten wir wirklich eine Welt aus Fakten und einem nüchternen Umgang miteinander? Sind Grußformeln und Freundlichkeiten egal, wie z. B. ein kurzes "Wie geht´s Dir" bei einem persönlichen Zusammentreffen oder ein netter Gruß am Anfang und am Beginn einer E-Mail. So viel Zeit muss sein, denke ich mir. Häufig wird das in der Geschäftswelt anders gesehen und gelebt. Natürlich ist das auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder sollte sich so verhalten, wie es zu ihm passt - ob rational ohne viele Nettigkeiten oder emotional mit Grußformeln. Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Rationalität die Überhand gewinnt, was ich nicht unbedingt gut finde. Deshalb werde ich auch weiterhin meine Menschlichkeit bewahren und E-Mails mit Nettigkeiten beginnen und abschließen.
Nun zurück zur Musik: Ich denke, dass bei den Texten von Pur jeder einmal in eine besungene Situation kommt und sich dort wiedererkennt. Ich verbinde mit vielen Liedern auch Erinnerungen und weiß oft sehr genau, was ich dabei erlebt habe. Z. B. die erste Fahrt mit dem eigenen Auto bei "Im Wagen vor mir" oder tanzen gehen mit Freunden bei "I wanna dance with somebody", Fahrt im Auto mit Freunden bei "Kedengedeng", quatschen mit meiner Schwester bei "Freunde" und "Brüder", "Girls wanna have fun" ebenfalls beim Tanzen, "Auch wenn es nicht vernünftig ist" bei tiefgreifenden Gesprächen mit Freunden, "With or without you" beim Kennenlernen meines Freundes, "Leaving on a Jetplane" in Erinnerung an meine DRK-Gemeinschaft in Dortmund, bei der ich ehrenamtlich mitgearbeitet habe und in Erinnerung an das Abheben des Flugzeuges in den Urlaub, "Einen Stern, der deinen Namen trägt" als Erinnerung an ein Festival im Westfalenpark mit einem Kollegen aus England, "Wonderful tonight" an einen Karaoke-Abend in Dortmund mit Freunden, usw.
Diese Liste könnte ich endlos fortführen. Ihr seht, "meine" Musik ist nicht nur auf deutsche Musik von Pur beschränkt, sondern beinhaltet alles quer Beet. Es kommt wirklich auf meine Stimmung an. Meistens höre ich die Lokalradios, aber je nach Laune ziehe ich eine Cd heraus und höre sie, denke an alte Zeiten oder freue mich auf etwas, was noch vor mir liegt. Das ist das Pur-Konzert am kommenden Sonntag auf Schalke. Ich freu mich riesig darauf und bin gespannt, welche Lieder Pur dort präsentieren wird. Ich werde nachher berichten.
Und nun möchte ich von Euch erfahren, was Musik für Euch bedeutet und was Ihr bevorzugt - gute Texte oder eine ansprechende Melodie oder ene Kombination daraus. Hört Ihr Musik als Hintergrundberieselung oder bewusst und intensiv? Auf Eure Meinungen und Kommentare freue ich mich.
Sonntag, 22. August 2010
Speziell auf Quincys Wunsch stelle ich hier noch ein Foto der Sohle von den Nike Free 3.0 ein.

Montag, 9. August 2010
Nein, nicht von Reno - sondern von Nike.
Ich habe mir heute die "Nike Free 3.0" bei Bunert in Essen gekauft, die eine Sohle haben, die ähnlich dem Barfußlaufen ist. Sie ist sehr flexibel und die Fußmuskulatur, die sonst sehr verkümmert, muss arbeiten.

Heute bin ich damit eine Stunde gelaufen und bin mal gespannt, wie es morgen aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass ich dann Muskelkater habe. Bequem sind die Schuhe jedenfalls und ich hätte auch noch eine Stunde weiterlaufen können. Genutzt werden kann der Schuh wie ein normaler Freizeit-Turnschuh, also nicht zum Sport. Es gibt auch noch zwei weitere Stufen, die Nike Free 5.0 und 7.0, die dem Barfußlaufen noch ähnlicher sind. Jedoch sollte man mit 3.0 anfangen und sich dann langsam steigern.
Also nach heutigem Stand kann ich die Schuhe empfehlen. Ich werde weiter berichten.
Sonntag, 1. August 2010
Früher bin ich immer für die Autoinnenreinigung zu Mr. Wash in Essen gefahren. Das war ganz praktisch, weil ich dort auch arbeite und dann nach Feierabend dort vorbeifahren konnte. Dann habe ich einen Bericht gesehen, dass die Mitarbeiter dort so ausgebeutet werden und bin seitdem nicht mehr dorthin gegangen. Ich habe mich dann immer gefragt, warum das nur solche Ketten wie Mr. Wash anbieten. Seit einiger Zeit bietet unsere Aral-Tankstelle hier in Leverkusen auch Reifenwechsel und Innenreinigung an. Jedoch erledigen sie die Arbeiten nicht samstags und in der Woche nur zwischen 8 und 16 Uhr. Das ist also keine Alternative für mich.
Letzte Woche fiel mir dann ein Flyer in die Hände.
"Gönnen Sie Ihrem Auto ein paar Streicheleinheiten" -!!! Neueröffnung !!! Autohandpflege ab 14,50 € oder mit Abholservice ab 18,50 €. Beide Angebote enthalten Staubsaugen, Außenwäsche, Armatur und Fenster). Auch Außen & Innenpolitur gibt´s im Angebot ab 80 €.
Ich habe morgens unter der angegebenen Handynummer angerufen und gefragt, ob ich einen Termin brauche oder einfach so vorbeikommen kann. Am Samstagnachmittag bin ich dann hingefahren. Ich fand eine große Halle vor, in der der Boden aber komplett trocken war und eine Waschanlage war auch nicht zu sehen. Dann habe ich den Herrn dort gefragt und sagte, dass ich morgens angerufen habe. Die Antwort: "Ja, kein Problem. Fahren Sie ihr Auto in die Halle." Ich habe mich dann nach dem Preis erkundigt: 14,50 €. Nach ca. 20 Minuten solle ich wiederkommen, dann sei mein Auto fertig, wurde mir gesagt. In der Zwischenzeit bin ich also etwas spazieren gegangen und bin pünktlich wieder dorthin gegangen. Das Auto war noch nicht ganz fertig und so hatte ich die Gelegenheit, noch etwas zuzusehen. Ich sah gerade noch, wie der Hochdruckreiniger wieder in den Nebenraum gebracht wurde. Alles andere war Handarbeit. Es wurde per Hand trocken gerieben, die Scheiben mit Glasreiniger geputzt, sogar der Einstieg und die Zwischenräume an den Außenspiegeln wurden geputzt, also einfach alles. Nach insgesamt 30 Minuten war mein Auto strahlend sauber wie wahrscheinlich nur, als ich es nagelneu beim Autohändler abgeholt habe. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit und würde dort jederzeit wieder hinfahren. So sauber wird ein Auto niemals in der Waschanlage, da sind immernoch irgendwo Tropfen oder Flecken, die übrig bleiben. Handwäsche ist eben doch das Beste. Und für 14,50 € kann man das ruhig jedes Mal machen lassen und Trinkgeld gibt´s natürlich auch.
Und hier noch die Kontaktdaten, falls Ihr Euch bzw. dem Auto auch Luxus gönnen möchtet:
Adresse: Quettinger Straße 205, 51381 Leverkusen
Telefon: 0178/1314854
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8:30 - 18 Uhr und samstags 9 - 16 Uhr
Samstag, 31. Juli 2010
"Ein bisschen Ewigkeit" hat mir Patrick zum Geburtstag geschenkt. Um diesen Gutschein einzulösen hatte ich vor 3 Wochen einen Termin bei "The Raising Hope" in Leverkusen. Ein bisschen nervös war ich schon, als ich das Studio betrat. Die Nervosität wurde mir ganz schnell genommen, als mir dann das Muster vorgezeichnet wurde und alles sehr ordentlich und steril vorbereitet wurde.
Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es los. Ein dauerhaftes Surren und ein leichtes Kratzen über die Haut, also gar nicht so schlimm wie ich mir es vorgestellt habe.
Da das Ganze seine Zeit dauert, haben wir uns dabei noch sehr nett unterhalten, über verschiedene Dinge. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Thema, über das ich seitdem sehr oft nachdenke. Und zwar das Thema, "seine eigene Meinung zu sagen und zwar auch dann, wenn sie nicht angenehm ankommt". Er erzählte mir dann von einer Situation, in der er mal ganz direkt jemandem ins Gesicht gesagt hat, was er über ihn denkt, und war ungefähr so: "Glaubst Du eigentlich, dass alle zu Dir nett sind und Dich anlächeln, weil sie Dich nett finden oder weil sie mit Dir zusammenarbeiten?". Ohne jetzt ein bestimmtes Klischee ansprechen zu wollen, ging es da um einen Anzug- und Krawattenträger, der als Verkäufer arbeitete. Man kann sagen, dass er sehr überzeugt von sich war und meinte, jeder muss ihn toll finden. Nach diesem Satz war er erstmal sprachlos - ich denke, es hat ihn zum Nachdenken gebracht.
Ich finde es sehr gut, dass dieser Satz ausgesprochen wurde. Es gibt scheinbar viele Vorurteile in der Welt, z. B. dass ständig lächelnde Anzugträger sympathisch und freundlich sind und dass z. B. Menschen mit einer Tätowierung nicht besonders angesehen sind. Aber was sagt eine Tätowierung über das Innere und die Vernunft eines Menschen aus? Nichts.... Klar habe ich auch mich manchmal dabei erwischt, zu denken, dass jemand vielleicht etwas verrückt ist, wenn er den ganzen Körper tätowiert hat. Seit diesem Tag denke ich jedoch ganz anders darüber. Man kann aufgrund eines tätowierten Körpers auf gar nichst schließen. Diese Unterhaltung hat mich verändert, hat mich toleranter gemacht und respektvoller. Und sie hat mir gezeigt, dass es etwas bringen kann und sogar wichtig ist, die eigene Meinung zu sagen.
Nach 1,5 Stunden war dann auch meine Tätowierung fertig, eine Rose auf dem linken Oberarm. Hier ist ein Foto davon.

Direkt am gleichen Tag musste ich noch eine Klarsichtfolie um die Tätowierung ztragen und vorher dick Bepanthen auftragen. In der ersten Nacht habe ich die Klarsichtfolie nochmal erneuert und dann auch die ganze Nacht um den Arm getragen. Seitdem habe ich dann 3 x pro Tag die Tätowierung mit Bepanthen eingecremt und nur abgetupft nach dem Duschen. Jetzt ist alles verheilt und alles lief wirklich ohne Schwierigkeiten. Es sollte sich eine Kruste bilden, aber diese war während der ganzen Zeit nicht sichtbar. Das spricht dafür, dass sehr sauber gearbeitet wurde und ich auch gut eingecremt und gepflegt habe. Was ich noch beachten musste, dass die ersten drei Wochen keine direkte Sonneneinstrahlung auf die Tätowierung kommen durfte und dass ich nicht schwimmen gehen konnte, weil sie dann einweichen würde. Aber das ist jetzt alles vorbei und jetzt darf ich schwimmen, baden und in die Sonne.
Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit des Tattoo-Studios und würde jederzeit wieder hingehen. Im Herbst lasse ich mir die Rose noch schattieren, was bedeutet, dass dann an einigen Stellen schwarze Schatten neben und unter der Rose zu sehen sind.
Sonntag, 4. Juli 2010
Anlässlich meiner Party am 26. Juni im K1 habe ich den Gästen, die eine Übernachtungsmöglichkeit haben wollten, ein Hotel benannt. In der Nähe des K1 ist das Hotel Arkade. Zunächst bin ich dort persönlich hingegangen, als ich die Party geplant habe, und habe Bescheid gesagt, dass ich ein paar Zimmer brauche für den 26. Juni. Anschließend habe ich die Zimmer als Kontingent gebucht bis zu einem bestimmten Termin. Die Gäste konnten sich dann entweder bei mir oder auch direkt im Hotel melden. Die Abwicklung mit den Mitarbeitern des Hotels lief sehr unkompliziert. Auch als der Termin schon verstrichen war, konnte ich noch Zimmer nachbuchen bzw. kostenlos stornieren. Sogar einen Tag vorher hat noch jemand abgesagt und dieses konnte noch kostenlos storniert werden.
Am Morgen nach der Party haben Patrick und ich mit den Übernachtungsgästen im Hotel gefrühstückt. Das Angebot war gut und es war alles da, was das Herz begehrte. Brötchen, Brot, Butter, Margarine, Kaffee, Tee, kalte Getränke, Brotbelag wie Wurst, Käse, Nutella, Marmelade, usw. Die Gäste sagen, die Zimmer waren in Ordnung und sie haben sich dort wohlgefühlt. Da ich selbst dort nicht übernachtet habe, kann ich nicht sagen, wie die Zimmer waren, aber es hat sich niemand beschwert. Also denke ich, es war alles in Ordnung.
Aufgrund des gebuchten Kontingentes haben wir noch einen Nachlass bekommen, weil wir mehr als 5 Zimmer gebucht haben. Das Hotel Arkade ist optimal für Leute, die im K1 oder in anderen Lokalen in der City in Leverkusen feiern wollen. Es ist sehr zentral gelegen und das Personl ist wirklich zuvorkommend und hilfsbereit.
Das Hotel kann ich ungesehen weiter empfehlen. Direkt neben dem Hotel gibt es auch noch ein Restaurant Arkade, in dem griechische Spezialitäten angeboten werden. Da werden wir sicherlich auch einmal hingehen und das Essen probieren.
Patrick und ich wollten gestern die Weltmeister nicht alleine zu Hause ansehen, wie sie die Argentinier nach Hause schicken. Deshalb sind wir zur Gaststätte Beckmann gelaufen. Und das war eine sehr gute Entscheidung! Ich habe gestern eine der besten Pizzen gegessen, die ich jemals gegessen habe. Patrick hat sich für die Pizza Diavolo entschieden (wie der Name schon sagt sehr scharf) und ich habe die Calzone genommen - mit allem gefüllt, was ich auf einer Pizza am Liebsten mag: Champignons, Thunfisch, Zwiebeln, gekochten Schinken und Käse natürlich. Der Teig war super weich und etwas dicker - so wie ich es am Liebsten mag. Und die Füllung - genial. Die Calzone war prall gefüllt - aber nicht von Luft, wie man das sonst in manchen Pizzerien kennt, sondern tatsächlich mit Füllung. Einfach nur lecker!
Und dann hat ja ganz nebenbei noch Deutschland gegen Argentinien gewonnen. 4:0 - so spielen nur Weltmeister!
Als wir dann nach Hause kamen, haben wir im Fernsehen gesehen, wie manche Fans befragt wurden. Einer sagte "Ich bestelle jetzt Pizza Maradonna - die hat nichts drauf". 
Wir haben uns gestern schon dort angekündigt für die nächsten Spiele. Wie gut, dass Italien schon rausgeflogen ist, dann muss man das mit den Inhabern der Gaststätten wo wir die Spiele sehen nicht mehr diskutieren: Deutschland wird Weltmeister.
Patrick und ich waren am Montag "Kamine gucken" bei Engel in Leverkusen-Hitdorf. Da gibt es schon schöne Kamine, aber im Moment ist es doch viel zu warm, um daran zu denken, den Kamin anzuzünden, oder?
Ich wusste ja gar nicht, dass Leverkusen so schöne Ecken hat. Dass Leverkusen schön ist, wusste ich, aber dass es so schön ist, wusste ich nun wieder nicht. Direkt am Rhein mit Blick auf den Rhein gibt es die Schnitzel-Lounge, wo wir dann spontan essen gegangen sind. Wahnsinn! Schnitzel in verschiedenen Variationen von Wiener über Champignon-Schnitzel bis Hawaii-Schnitzel alles dabei, mit einem Salat, Pommes, Bratkartoffeln oder Potato-Wedges - alles zu haben.
Patrick hat sich für das Paprika-Schnitzel entschieden und ich für das Schnitzel Bombay mit Früchten und Currysauce. Die ganze Portion haben wir beide nicht geschafft - es gab nämlich pro Portion nicht ein Schnitzel, sondern zwei. Bei mir war dann noch eine frittierte Ananas-Scheibe dabei. Superlecker und sehr empfehlenswert. Der Kellner war auch sehr gut gelaunt und scheinbar auch überrascht, dass wir nicht alles aufgegessen haben.
Also - wer von Euch großen Hunger hat und leckere Schnitzel essen möchte, kann den Versuch gerne wagen, alles zu schaffen. Und wer es letztendlich wirklich geschafft hat, darf sich gerne outen mit einem Kommentar. 
Letzte Woche Samstag habe ich eine Party gefeiert im K1 in Leverkusen.
Geplant habe ich das schon Anfang Januar und eine Anfrage bei Partymat eingestellt. Ziemlich schnell meldete sich der Inhaber Herr van den Born bei mir und machte mir ein Angebot. Er bot mir an, entweder nur sein Lokal, nur seine Speisen oder alles komplett bei ihm zu buchen. Zeitgleich habe ich mir das Rodeo angesehen und mir auch dort ein Angebot geholt. Schnell hatte ich mich jedoch dann für das K1 entschieden. Die Vorteile des K1 sind: Wir sind dort unter uns, zentrale Lage, Anreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, mehr Parkplätze, Hotel 200 Meter entfernt, ....
Daher fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Herr van den Born hat sich um alles gekümmert. Ich musste ihm nur sagen, wie die Tische gestellt werden sollen, wo das Essen aufgestellt werden soll, wieviele Gäste kommen, usw. Das Menü war schnell klar. Es gab Salatbuffet, Baguette mit Butter, Gegrilltes vom Grill und als Nachtisch Rote Grütze mit Vanillesauce. Bei den Getränken konnte ich mir die Biersorte aussuchen, durfte Wein und Schnaps selbst mitbringen, wofür dann nur eine Verzehrpauschale fällig wurde, durfte mir aussuchen, ob es Sektempfang geben soll oder nicht, usw. Auch für die Zahlung der Getränke habe ich verschiedene Angebote bekommen, z. B. alle Getränke nach Verzehr zahlen, Pauschale für Bier und Softgetränke und Wein nach Verzehr zahlen oder all-inklusiv. Letztendlich habe ich mich für All-inklusiv entschieden, weil sich das am Leichtesten planen lässt. Das ist immer eine Mischkalkulation - sowohl für den Inhaber als auch für den Gastgeber. Die Bedienungen hat Herr van den Born ebenfalls gestellt - sie wurden dann nach Stundenzahl abgerechnet. Sie waren sehr aufmerksam und haben ihren Job wirklich gut gemacht. Es standen nirgendwo leere Gläser herum; sie wurden sofort abgeräumt. Und auf dem Trockenen saß auch niemand.
Das K1 hat auch einen schönen Biergarten, den ich eigentlich nicht nutzen wollte. Die Tische standen zwar dort, aber die Bänke waren auf die Tische gestellt, sodass es draußen relativ ungemütlich wirkte. Meine Gäste haben das aber selbstständig entschieden, denn sie wollten ihn doch nutzen. Es war sehr warm draußen und daher wollten sie das schöne Wetter genießen. Sie haben die Bänke einfach von den Tischen heruntergestellt. Mein Wunsch war, dass die Party drin stattfindet, damit gute Stimmung aufkommt durch den DJ. Da aber anfangs die meisten Leute draußen saßen, wollte nicht so richtig Stimmung aufkommen. Als es dann aber dunkel und kühler wurde, sind doch alle reingekommen. Gut so....
Die Party ging dann auch ziemlich lange - bis 4:30 Uhr. Ein harter Kern von ca. 10 Personen hat so lange ausgehalten. Es war wunderschön....
Ein bisschen traurig fand ich, dass selbst am gleichen Tag - eine halbe Stunde vorher - noch welche abgesagt haben. Manche mit einer guten Begründung, die ich verstehen kann und manche ohne Begründung. Darüber möchte ich mich nicht ärgern, denn die Feier war so wie sie war, sehr gelungen und schön.
Danke an die Organisatoren, besonders Herrn van den Born und die Bedienungen, den DJ, den Fotographen und natürlich die Gäste! Danke auch an die Reinigungsfirma, die nachher alles geputzt und aufgeräumt haben. Ich musste mich wirklich um nichts kümmern, das hat für mich den Tag stressfrei gemacht. Ihr alle habt die Party zu einem schönen Abend und für mich zu einer bleibenden Erinnerung gemacht.
Samstag, 12. Juni 2010
Am Samstag, dem 19. Juni findet in der Fußgängerzone Schlebusch ein Aktionstag rund um das Thema Gesundheit, Fitness und Sport statt.
Vertreten ist natürlich der Family Fitness Club, aber auch viele andere Vereine, Geschäfte und Anbieter rund um die Gesundheit. Ich war letztes Jahr dort und fand es sehr interessant. Man bekommt Tipps zum Fit werden und Fit bleiben. Dieses Jahr soll es noch besser werden. Es gibt Vorträge zu verschiedenen Themen wie Allergien, Risikofaktoren, Übergewicht, Blutdruck, usw.
Nähere Informationen gibt es unter diesem Link.
Sonntag, 30. Mai 2010
Chris Monroe hat uns gestern einen zauberhaften Abend bereitet. Eine Mischung aus Kulinarischem und Magie - nein, nicht Maggi - hat uns für einen unvergessenen Abend gesorgt.
Einlass war ab 19 Uhr. Da wir aber von unserer letzten Magic Dinner Show im Hotel Dresel in Hagen gelernt hatten, dass die Parkplätze begrenzt sind, waren wir etwas früher da. Wir waren die Ersten und haben mit Leichtigkeit einen Parkplatz bekommen. Wir waren insgesamt zu sechst: meine Mama mit ihrem Freund, meine Schwester mit ihrem Freund, Patrick und ich. Zu meiner Freude saßen wir ganz vorne in der Mitte mit perfektem Blick auf die Bühne. Was mir sehr gut gefallen hat, dass die Mitarbeiter vom Haus Gerbens auf unsere Wünsche eingegangen sind. Ich habe bei der Bestellung gesagt, dass wir gerne mit unserer Familie an einem Tisch alleine sitzen möchte - ohne fremde Leute. Ich finde, dann kann man sich besser unterhalten. Das wurde berücksichtigt. Vielen Dank dafür. Es war ein gelungener und schöner Abend.
Es begann mit einer kurzen Einführung von Chris, in der er für seine Assistentin Nina zunächst ein Stück Papier schweben ließ und anschließend daraus eine echte Rose zauberte, die auch schweben konnte. Danach verband Nina ihm die Hände und sperrte ihn in eine Holzkiste ein, die sie mit Vorhängeschlössern verschlossen hatte. Dann stellte sie sich darauf, zog ein Tuch hoch und innerhalb von wenigen Sekunden tauchte Chris auf und Nina war verschwunden. Chris holte aus der Tasche einen Schlüssel, schloss die Vorhängeschlösser auf und drin war Nina mit verbundenen Armen. Natürlich muss sie irgendwie darein gekommen sein, aber es ging verdammt schnell.
Nach der Spargelcremsuppe mit orientalischen Gewürzen, die sehr lecker schmeckte, ging es dan weiter mit einem kleinen Trick, den er mit einer Dame aus dem Publikum gemeinsam vorführte. Er hatte eine Karte, auf der hinten zwei Figuren zu sehen waren, die sich gegenüber standen. Nach ein paar Handgriffen standen sich die Figuren auf den Karten nicht mehr gegenüber, sondern waren nebeneinander zu sehen. Die Karte durfte sie als Andenken behalten. Die hätte ich auch gerne mal gesehen, denn ich habe keine richtige Idee, wie er das gemacht hat.
Nach dem ersten Gang (Zanderfilet auf der Haut gebraten auf einem warmen Salat von Belugalinsen mit altem Balsamico) ging es weiter mit einer weiteren Vorführung mit Kathrin aus dem Publikum. Sie hatte einen Ring um, den sie nach 2 Monaten von ihrem Freund geschenkt bekommen hat, mit dem sie mittlerweile 8 Jahre zusammen war. Mit ein bisschen Maggi (dieses Mal mit einer richtigen Flasche Maggi) ließ er eine Gravur zum Vorschein kommen, die er vorlas: B- L- E- C- H. Man hatte das Gefühl, dass Kathrin das nicht so recht verstanden hatte, ihr Freund schon. Chris sagte: es soll auch einen Goldschmied geben, der Blech heißt. Diesen Ring ließ er anschließend verschwinden. Obwohl ich die ganze Zeit auf seine Hände geachtet habe, weiß ich nicht, wie dieser Ring in sein Schlüsselbund, das die ganze Zeit in seiner Hosentasche war, gelangt ist. Unglaublich. Witzig war am Menü, dass Patrick´s Stück Zanderfilet viel kleiner war als die Stücke auf unserem Teller. War das Zufall oder hat sich das Küchenteam vielleicht verkalkuliert und für ihn war nicht mehr genüg über?
Danach gab es den Hauptgang: gebratene Maispoulardenbrust mit Thymianjus, Chilimöhrchen und Kartoffelgulasch. Sehr lecker! Anschließend führte Chris dann noch die schwebende Dame aus dem Publikum vor, sie lag auf einer Holzplatte und schwebte offensichtlich tatsächlich in der Luft. Spektakulär. Die Assistentin Nina wurde von Schwertern "durchbohrt" in einer sehr kleinen Kiste. Wenn sie die nicht abbekommen wollte, musste sie sich schon verdammt klein machen. Außerdem hat er den 50-Euro-Schein einer Zuschauerin in einen 10-Euro-Schein verzaubert. Das Gleiche ging dann auch nachher wieder rückwärts. Der 50-Euro-Schein war unbeschädigt, trotz dass Chris offensichtlich einen Bleistift durch den Schein gestochen hat.
Nach dem Dessert (Creme Brulée mit Erdbeersalat, Aprikosencoulis und Brombeersorbet) wurde Chris dann noch von Nina "zerquetscht", weil sie sich durch eine sehr schmale Halterung quetschte, in der er stand. Ab und zu verdrehte er die Augen. Muss wohl echt ganz schön eng gewesen sein. Zum Abschluss erzählte Chris dann noch von seinem Traum als 4-jähriger, als er einen Schlitten bekam und es nicht schneite. Er lief durch die Wohnung und warf Papierschnipsel in die Luft, aber es schneite nicht. Irgendwann bastelte er eine Schneeflocke, als er in der Schule lernte, dass Schnee aus Wasser besteht und stopfte diese Schneeflocke in ein Wasserglas. Und es flogen zunächst Papierschnipsel und anschließend weiße Flocken durch die Luft. Chris stand im Schneewirbel. Es sah durch die Beleuchtung wunderschön aus. Seine Schlussworte: "Träumen Sie nicht Ihr Leben, sondern leben Sie Ihren Traum".
Da ich Chris mittlerweile schon persönlich kenne, da wir auch mal den gemeinsamen Arbeitgeber hatten, wollte er eigentlich noch kurz zu uns zum Tisch kommen. Er musste aber schon den nächsten Auftrag annehmen, was mich sehr für ihrn freut. Was mich auch freut, ist, dass er auf meinen letzten Beitrag auf der Homepage verwies. Er hatte es gelesen und aufgrunddessen etwas umorganisiert. Beim Hotel Dresel stand nämlich direkt vor unserer Nase die Kamera, wodurch wir Chris nur über die Leinwand sehen konnten. Ich finde super, dass er auf solche Verbesserungsmöglichkeiten eingeht und sein Programm dahin gehend überarbeitet. Die Atmosphäre im Haus Gerbens hat mir aufgrund der geringeren Zuschauerzahl besser gefallen - das Essen vom Hotel Dresel fand ich besser. Der Hauptgang war im Hotel Dresel so vorgesehen, dass sich jeder selbst bedienen konnte. Es standen die Schalen mit Beilagen (Kartoffelgratin und Gemüse) auf dem Tisch. Das Fleisch wurde verteilt und es gab auch noch die Möglichkeit des Nachschubs, was aber nicht nötig war. Ich fühlte mich an beiden Abenden gut unterhalten und das Essen war lecker. Mein Fazit: die Show aus dem Haus Gerbens in Verbindung mit dem Essen aus Hotel Dresel - das wäre optimal.
Am 31. Oktober 2010 ist Chris nochmal mit seiner Show im Haus Gerbens in Wickede. Karten könnt Ihr hier bestellen.
Gestern war ich zum 4. Mal bei einer seiner Shows (zuerst im Kulturzentrum Neheim, dann im Schloss Herdringen, Anfang des Jahres im Hotel Dresel und gestern im Haus Gerbens). Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Schade, dass ich zu den Shows immer so weit fahren muss. Ich bin gespannt, wann er sein Programm auf das Rheinland ausweitet. Hier gibt es auch sehr viele schöne Locations, wo ich mir die Show sehr gut vorstellen könnte.
Mittwoch, 26. Mai 2010
Über Pfingsten war ich mit meiner Schwester von Donnerstag bis Montag in Hamburg. Bei strahlendem Sonnenschein durfte ich zum zweiten Mal die Stadt erkunden. Als ich mit Patrick 2007 dort war, war es ziemlich kalt und regnerisch. Nun war es das Gegenteil - glücklicherweise.
Da wir im Hotel letztes Mal sehr zufrieden waren, haben wir wieder das gleiche Hotel gebucht und haben uns im Europäischen Hof eingenistet. Ursprünglich wollten wir nur 3 Übernachtungen buchen. Das Angebot 4 = 3 - also 4 Übernachtungen bekommen und 3 bezahlen, hat uns bei Buchung überzeugt, eine kostenlose Nacht anzuhängen. Angereist sind wir mit der Bahn, was wirklich problemlos geklappt hat. Wir hatten reservierte Plätze im IC. Ich bin es gewohnt Regionalexpress zu fahren und war begeistert, dass wir soviel Beinfreiheit hatten. Pünktlich in Hamburg angekommen, wurde mein Erinnerungsvermögen wieder wach und wir haben sofort den richtigen Bahnhofsausgang gefunden. Einchecken war auch direkt möglich - das Zimmer war schon vorbereitet. Nicht ganz so groß wie beim letzten Mal, aber trotzdem ausreichend, wie wir fanden. Wir durften sogar aussuchen, ob wir die Betten direkt nebeneinander haben wollten oder zwei getrennt stehende Betten.
Nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten, haben wir nicht lange überlegt und sind direkt losgezogen. Unser Ziel: Das Dungeon. Dort erlebt man Hamburgs Geschichte auf gruselige Art und Weise. Den Weg dort hin bekamen wir erklärt vom freundlichen Mitarbeiter an der Information im Hotel. Das ist wirklich klasse im Europäischen Hof. Ein Mitarbeiter sitzt dort immer, der den Weg erklärt zu Sehenswürdigkeiten, die entsprechenden Fahrpläne vorliegen hat, Empfehlungen für Restaurants oder Sehenswürdigkeiten gibt sowie Tickets verkauft, z. B. für Stadtrundfahrten. Er hat für uns im Dungeon angerufen, da wir nicht ganz sicher waren, ob wir die Eintrittskarten zum Dungeon im Hotel kaufen können, weil wir im Gutscheinbuch eine Freikarte hatten. Dadurch erfuhren wir schon, dass es nicht so voll war am Dungeon. Vor uns waren gerade mal 10 Leute. Deshalb war es in ordnung, uns dort anzustellen. Ohne Gutscheinbuch hätten wir die Karten auch im Hotel kaufen können, was uns dann erlaubt hätte, an den Wartenden an der Kasse vorbeizugehen. Das Dungeon ist wirklich empfehlenswert. Die Highlights der Hamburger Geschichte sind sehr gut dargestellt von den Schauspielern. Abends hatten wir Karten für das Tarzan-Musical, in dem leider noch nicht Alexander Klaws als Tarzan spielte. Ich hätte ihn gerne gesehen - meine Schwester wollte wohl lieber drauf verzichten. Das Musical war klasse - sehr gut gemacht und eine schöne Story. Vor dem Musical waren wir im Anno 1905, das uns vom Hotelmitarbeiter empfohlen wurde. Die Einrichtung ist sehr ansprechend, die Bedienung freundlich und das Essen reichlich und lecker.
Am Freitagmorgen haben wir dann den Hamburger Michel besichtigt, der nun nach 26 Jahren Renovierung in neuem Glanz erstrahlt. Wirklich überwältigend. Nach der Besichtigung des Kirchenraumes haben wir den Turm erklommen, von dem man einen fabelhaften Blick über Hamburgs Dächer hat: 440 Stufen, wenn ich richtig gezählt habe. Puh - ganz schön anstrengend, aber wir haben durchgehalten. Und für den traumhaften Blick hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Anschließend noch kurz zu den Krameramtsstuben. Die Empfehlung wurde vom netten Herrn an der Information im Hotel ausgesprochen. Sonst wären wir nicht dorthin gegangen. Wir waren nicht im Restaurant, aber schon die kleinen Lädchen und die Gasse waren sehenswert. Nachmittags ging es dann zur Hafenrundfahrt, die uns auch sehr gut gefallen hat. Abends ging es dann auf die Reeperbahn mit Olivia Jones. Auf ihrer Kieztour wurde uns die eine oder andere Lokalität gezeigt. Die teilnehmenden Herren durften sogar über die Herbertstraße; der Durchgang für Frauen ist streng untersagt. Diese Tour war zwar nicht sehr spektakulär, aber ganz witzig gemacht mit den Sprüchen, die Olivia Jones, Jean Rogers und der nette Assistent "Martha" so vom Stapel lassen.
Nach einem langen ausgiebigen Frühstück, bei dem es uns an nichts fehlte, machten wir uns auf den Weg zu "Dialog im Dunkeln". Eine sehr interessante Erfahrung, in wirklich ganz dunkler Umgebung zu sein und sich anhand von Stimmen, Tasten und Hören orientieren zu müssen. Kaum vorstellbar, wenn man es nicht selbst mal erlebt hat. Der Respekt gegenüber Blinden ist eindeutig gestiegen. Traurig ist das Schicksals unseres Guides, der uns erzählt hat, dass er innerhalb von 3 Monaten so erblindet ist, dass er nur noch hell und dunkel unterscheiden kann und sonst nichts mehr sehen kann. Es ist erstaunlich, wie er damit umgeht und auch, wie er sich dort zurecht findet. Am Ende der Tour haben wir dann noch etwas in der Dunkelbar getrunken und gegessen. Interessant, wie intensiv man den Geschmack wahrnimmt, wenn man nichts sieht. Ich kann diese Tour im Dunkeln jedem empfehlen. Man nimmt danach einiges anders wahr und denkt auch über manche Selbstverständlichkeiten anders.
Nachmittags ging es dann zu unserer lang ersehnten Shoppingtour. Die meiste Zeit hielten wir uns in der Europa-Passage auf. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht beim Einkaufen. Losgegangen um 14:30 Uhr, zwischendurch kurz die Taschen zum Hotel gebracht und um 22 Uhr, als auch das letzte Geschäft geschlossen hat, die Shopping-Tour beendet. Das hat sich gelohnt.
Sonntagmorgen sind wir dann in aller Herrgottsfrühe (um 8:30 Uhr) zum Fischmarkt gefahren. Unglaublich - diese Marktschreier! Nudel-Olli war der Erste, den wir gehört haben. Eine ganze Tüte voller Nudeln - für 10 €. Wer soll das denn alles essen? Und vor allem tragen? Da wir mit der Bahn in Hamburg waren, haben wir beide entschieden, dass es keinen Sinn macht, soviele Kilos Nudeln mitzunehmen. Bei den Süßigkeiten konnten wir dann nicht mehr vorbeigehen. Der Markthändler war schon ganz heiser und hatte keine Stimme mehr. Wir haben unsere Lieblings-Süßigkeiten 2x reingehandelt und haben uns dann eine Tüte geteilt. Dann noch ein leckeres Fischbrötchen gegessen und zurück zum Hotel zum Frühstücken. Sonntags gab es im Hotel bis 12 Uhr Frühstück, und sogar mit Sekt. Im Hotel angekommen mit der Tüte haben wir die Süßigkeiten aufgeteilt und uns gefragt, was wir damit sollen. Erstens viel zu viel und zweitens Dinge, die man sonst nie kaufen würde. Das hätten wir uns sparen können. Aber das Angebot ist meist so verlockend, wenn man davor steht. Nicht schlimm, wir finden schon jemanden, der uns die Süßigkeiten wegfuttert. 
Am Nachmittag haben wir dann relaxt in der Euro-Therme im Hotel. Dort gibt es ein kleines Schwimmbecken, ein Whirlpool, eine lange Wasserrutsche, eine Sauna, einen Fitnessraum mit Geräten, eine Squash-Halle, einen Golf-Simulator, usw.
Montagmorgen ging es dann nach dem letzten Frühstück im Hotel zurück nach Hause. Auch dieses Mal hat die Zugfahrt hervorragend und ohne Verspätung geklappt. Zu Ende ging eine wunderschöne Hamburg-Tour. Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich in Hamburg war. Es ist einfach eine tolle Stadt, in der man freundliche Menschen trifft und immer wieder wunderschöne Sehenswürdigkeiten erlebt.
Samstag, 13. März 2010
Heute hatte ich die Gelegenheit, an einem Angebot der KFD St. Andreas Schlebusch teilzunehmen. KFD steht als Abkürzung für die Katholischen Frauen Deutschlands.
Im Angebot standen verschiedene Workshops, wie z. B. Farbberatung, zur Ruhe kommen, Einführung Yoga, Bibelgespräche, usw.
Ich hatte mich für den Workshop "Ich möchte zur Ruhe kommen" angemeldet, um Tipps und Informationen zu Entspannungstechniken zu bekommen. Nicht, dass ich mich jetzt sonderlich gestresst fühle, aber Entspannung ist in aller Munde aufgrund der immer schnelllebigeren Welt. Work-Life-Balance oder auf gut deutsch der Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf sind Stichworte, von denen jeder spricht. Die Einen powern sich aus, um abzuschalten und die Anderen kommen zur Ruhe, meditieren, beten, usw.
Wir haben Tipps bekommen, wie man ganz leicht im Alltag zur Ruhe kommen kann, auch, wenn es rund um uns herum laut ist. Ein ganz interessanter Tipp ist, sich irgendeinen Ort in der Wohnung so einzurichten, wie es einem selbst gefällt. Das muss jetzt nicht ein ganzer Raum sein - es reicht ein kleiner Tisch, oder sogar ein kleines Stück an der Wand. Ein schönes Tuch, ein schönes Bild, eine Blume, eine Kerze oder etwas Anderes, was einem gefällt, kann dort stehen oder hängen. An diesen Ort kann man sich jeden Tag ein paar Minuten zurück ziehen. Es ist medizinisch erwiesen, dass man nach ein paar Tagen schon deutlich ruhiger wird, wenn man an diesen Platz kommt oder nur das Bild anschaut. Reduktion des Blutdrucks, weniger Rücken- oder Verspannungskopfschmerzen und viele weitere körperliche Verbesserungen sind spürbar. Wichtig dabei ist, dass dieser ganz persönliche Rückzugsort immer an der gleichen Stelle ist und nicht an verschiedenen Orten in der Wohnung.
Die Methode "Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen" wurde uns vorgestellt. Eine sehr wertvolle Erfahrung. Die Methode ist ganz einfach: Verschiedene Muskelgruppen werden nacheinander angespannt und dann bewusst gelöst. Begonnen beim Kopf über die Arme, die Schultern, den Rücken, den Bauch und die Beine wird jede Muskelgruppe 10 Sekunden angespannt, bevor die bewusste Lösung der Muskeln erfolgt. Und die Lösung erfolgt viel stärker, wenn vorher die Muskeln angespannt wurden. Das hätte ich auch nicht gedacht, aber ich fühlte mich danach wirklich sehr leicht und entspannt. Was mir jedoch sofort einfiel, ist, dass ich ohne Ansage vermutlich alleine nicht so gut entspannen könnte. Die Leiterin des Workshops hat immer schön angesagt, wann wir anspannen und wann wir entspannen. Aber so alleine macht man das ja dann doch nicht, wenn man selbst die Ansage machen muss. Dafür gibt es jede Menge Cds, die man kaufen kann. Weiterhin ist hier auch eine ganz schnelle Entspannung möglich, indem man z. B. alle Muskeln gleichzeitig für 10 Sekunden anspannt und dann wieder entspannt. Sowas geht dann nämlich auch im Auto an der roten Ampel, an der Bushaltestelle oder an vielen anderen Orten - wo auch immer einem gerade nach Entspannung zumute ist. Das fällt kaum auf und hilft ganz schnell.
Nach einer kurzen Pause kamen wir dann noch in den Genuss einer Phantasiereise. Zunächst konzentriert man sich auf den eigenen Atem - langsam und ruhig im eigenen Rhythmus. Einatmen = Kraft, ausatmen = Ruhe. Nach einer kurzen Zeit werden wir mitgenommen auf eine Phantasiereise, nämlich z. B. auf einen Weg, einen Berg, einen Ort am Meer, oder irgendwo anders hin. Heute waren wir auf einem Weg - jeder auf seinem ganz persönlichen. Diese Wege sahen alle unterschiedlich aus, einer steinig bei Sturm und Regen, andere an Wiesen und Feldern entlang bei Sonnenschein. Jemand kam uns entgegen und wir gingen ein Stück gemeinsam und setzten uns auf eine Bank. Wir bekamen ein Geschenk - jeder das Geschenk, das er jetzt am Besten gebrauchen konnte. Nach diesem kurzen Gespräch und der Annahme des Geschenks trennten sich die Wege wieder und jeder kam zurück in den Raum, in dem wir saßen. Natürlich dauerte das etwas länger, als ich es jetzt hier beschrieben habe. Ca. eine halbe Stunde befanden wir uns insgesamt auf der Phantasiereise. Was ganz erstaunlich ist, dass manche, die normalerweise sehr geräuschempfindlich sind, keine Stimmen und andere Geräusche wahrgenommen haben. Das zeigt die Stufe der Entspannung.
Den letzten Tipp, den wir noch bekamen, ist, dass wir uns einen schönen Ort, an dem wir schon mal waren, immer wieder ins Gedächtnis rufen. Das kann ein Platz am Meer, in den schneebedeckten Bergen oder auch auf Wiesen und Feldern sein - irgendwo, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben. Diesen Ort behalten wir dann in uns und rufen ihn uns in die Gegenwart, wenn wir uns gerade nicht so wohl fühlen oder wir gestresst sind. Mit dem Bild von dem traumhaften Ort kommt dann auch das Gefühl wieder, das wir an dem Ort hatten. So können wir es hinbekommen, etwas aus einem anderen Blickwinkel zu sehen oder gelassener an eine Sache heranzugehen.
Viele denken leider erst an Entspannung, wenn sie total verspannt und/ oder gestresst sind. Diese Übungen sind aber auch empfehlenswert zur Vorbeugung, um erst gar nicht soweit zu kommen, dass man unter Stress leidet. Ein paar Minuten am Tag oder alle paar Tage reichen schon.
Generell kann es auch in einer anstrengenden, schwierigen und aufregenden Situation helfen, sich kurz auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Das merkt keiner und geht so schnell und einfach.
Ich bin auch eher der Typ, der sich gerne auspowert nach einem langen Arbeitstag, z. B. beim Sport im Fitnessstudio. Aber ab und zu tut auch die Ruhe ganz gut und für solche Phasen kommen für mich die beiden o. g. Möglichkeiten schon mal ganz gut in Frage. Für mich kam der Tag heute genau richtig - jetzt kann ich die restlichen 1,5 Wochen nutzen, um mich auf die Klausur vorzubereiten und gehe völlig locker daran. Natürlich immer noch mit dem nötigen Ernst, ganz locker gehts dann doch nicht. Aber die Tipps helfen eine Menge.
Am Nachmittag habe ich dann an dem Workshop "Erbsen auf halb sechs" teilgenommen, in dem wir den Film "Erbsen auf halb sechs" angesehen haben. Hier könnt Ihr lesen, worum es in dem Film geht. Der Fim ist sehr zu empfehlen. Er ist nicht traurig, auch wenn erst etwas so anhört. Er regt zum Nachdenken an und lässt einen auch für das dankbar sein, was man hat. Schaut ihn Euch einfach mal an - er ist wunderschön und lässt einen auch manches mit anderen Augen sehen.
Ich lasse die ganzen Erfahrungen jetzt erstmal auf mich wirken. Demnächst werde ich dann mal berichten, wie es so läuft bei mir und ob ich mich noch mehr damit beschäftigt habe.
Ein rundum gelungener Tag - herzlichen Dank an alle, die den Tag organisiert haben.
Sonntag, 14. Februar 2010
Die Bergische Kaffeetafel - ein regionaler Brauch in Leverkusen, den ich zwar von dem Angebot her kannte, aber nicht unter dem Namen.
Wenn Ihr mehr dazu wissen möchtet, dann schaut doch mal im Wikipedia-Eintrag. Diesen Brauch haben wir mit unserer Studi-Vz-Gruppe "Neu in Leverkusen" zweimal ausprobiert. Einmal in der voll umfänglichen Serie mit Waffeln, heißen Kirschen, Sahne, Milchreis, Rosinenstuten, Brot, Käse, Rübenkraut, Honig, Schinken, usw, und einmal nur den süßen Teil mit Waffeln, heißen Kirschen, Sahne und Milchreis.
In Leverkusen wird die Bergische Kaffeetafel u. A. im La Villa in der Stadthalle Opladen angeboten. Das Angebot ist reichlich und gut - besser jedoch, wenn man reserviert hat und auch die Personenzahl genau angegeben hat. Ansonsten muss man auf den Milchreis schon mal etwas länger warten.
Sollte jeder, der in Leverkusen und Umgebung wohnt, mal ausprobiert haben.
Und wer auch in Leverkusen zugezogen ist, ist herzlich willkommen, unserer Gruppe "Neu in Leverkusen" im Studi-Vz beizutreten. Wir unternehmen regelmäßig etwas und freuen uns immer, neue Leute kennenzulernen.
Sonntag, 7. Februar 2010
Am Sonntag hat Patrick mich ins La Villa, das Restaurant der Stadthalle Opladen, eingeladen. Mit 19,50 Euro finde ich es ziemlich teuer, aber das Angebot ist auch dementsprechend umfangreich.
Brötchen, verschiedene Käse- und Wurstsorten, Müslisorten, russische Eier, frisches Rührei auf Bestellung, Lachs, Tomate-Mozzarella stellen das Frühstücksangebot da. Für alle, die es gerne süß mögen, gab es Mousse au Chocolat, Wackelpudding mit Sahne (als Bier im Kölsch-Glas dekoriert), Milchreis mit heißen Kirschen und ganz ansehnlich und super-leckeres frisches Obst mit heißer Schokolade aus dem Schoko-Brunnen.
Auch an warmen Hauptgerichten gab es reichlich Auswahl, z. B. Nudeln mit Spinat, kleine Haxen, Braten, usw. Ich kann nicht alles aufzählen, weil ich schon total satt war, nachdem ich mich am Frühstücksbuffet bedient hatte. Da war kein Platz mehr für etwas Warmes.
Der Live-Koch, mit dem geworben wird, hat allerdings nur darauf geachtet, dass die Speisen warm bleiben und hat, wenn nötig aufgefüllt. Unter der Werbung "mit Live-Koch" hätte ich mir etwas mehr vorgestellt.
Trotzdem kann ich das Ganze ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Schaut doch selbst mal dort vorbei. Lasst Euch aber immer die Reservierung, die auf jeden Fall gemacht werden sollte, bestätigen, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass Reservierungen nicht immer notiert werden. Einmal standen wir dort und bekamen keinen Tisch, weil die Reservierung nicht eingetragen war. Das Team hat dann aber ganz spontan improvisiert und nach ca. 30 Minuten Wartezeit, die uns mit einem Sekt verkürzt wurden, hatten wir einen frisch eingedeckten Tisch.
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